Oper

Erfreuliche Wiederbegegnung

Diese 1976 in Dresden entstandene erste Studio-Aufnahme der ersten von drei Fidelio-Fassungen hat bereits eine Odyssee auf verschiedenen Labels hinter sich. War die Leonore ursprünglich eine Co-Produktion zwischen Electrola und VEB Deutsche Schallplatte, tauchte sie in den 90er-Jahren auf dem Berlin Classics Label wieder auf, jetzt in der Brilliant Opera Collection (94868). Um es vorweg zu nehmen, […]

Mit Schmiss und Charme

Der franco-belgische Komponist André-Ernest-Modeste Grétry zählte im Jahr 2013 zu den Jubilaren, es galt seinen 200. Todestag zu begehen. Hierzulande war davon wenig zu bemerken, er hat  im deutschen Sprachraum auch nie große Popularität erreicht. Das ambitionierte Label Musique en Wallonie ehrt Gretry mit einer klug aus teilweise schon älteren Aufnahmen zusammengestellten 5-CD-Box (MEW 1371). […]

Victorin Joncières‘ „Dimitri“

, Und wieder ist eine der großen, wunderbaren Grand opéras der romantischen Epoche Frankreichs als CD erschienen: Victorin Joncières‘ Russen-Oper Dimitri von 1876, unter Hervé Niquet im März 2013 in der Salle Flagey in Brüssel aufgenommen und nun bei Ediciones Singolares, der Hausmarke des hier vielfach erwähnten und gelobten Palazetto Bru Zane, herausgekommen. . Zu […]

Weites Spektrum

  Wer abseits ausgetretener Opernpfade nach Ungewöhnlichem sucht, ist beim amerikanischen Label Albany gut aufgehoben. Denn es widmet sich fast ausschließlich der klassischen Musik des Kontinents und nimmt sich bei der Programmgestaltung zentral der zeitgenössischen Oper an. Das Besondere an der Auswahl ist, dass der Schwerpunkt nicht auf solchen Komponisten wie Adams, Glass, Heggie oder […]

Nicht die ultimative Variante

Donizettis Opéra-comique Rita ist auf dem CD-Markt nicht eben prominent vertreten – bisher musste man entweder auf die Live-Aufnahme unter Fabio Maestri bei Bongiovanni von 1990 oder die unter Federico Amendola bei Nuova Era von 1991 zurückgreifen. (Einige noch ältere Aufzeichnungen auf LP sind vergriffen.) So kommt die neue Veröffentlichung bei Opera Rara gerade recht, […]

Mit zündendem Pathos

Schauen wir doch mal, was der immer im Gewinn zu lesende Oscar Bie 1913 schrieb: „Der Nationalheros der ungarischen Oper ist Erkel, seine beiden Hauptwerke Hunyadi László und Bank Ban, 1844 und 1861. Bei der ersten Oper ist er noch stark im Bann des Italienischen, in dessen Formen und Linien das Ungarische wie eingesetzt ist, […]

Und der KGB hörte zu….

Fast etwas unbemerkt hat Naxos seit längerem Opernaufnahmen des ehemals staatlichen sowjetischen Labels Melodiya (Мелодия)* im Vertrieb. Klassiker aus längst vergangenen LP-Zeiten. Wer erinnert sich nicht an die zumeist aus dem ehemaligen Ostblock durch Zufallsfund mitgebrachten schweren Plattenkartons, die mit oft billigem Leinen überzogen waren und stark nach Leim rochen; die Schallplatten waren dicker und […]

Starke Kaufempfehlung

  „Die Musik wird vom Volke geschaffen, wir Komponisten arrangieren sie nur“, hat Mikhail Glinka gelegentlich behauptet. Modest Mussorgskys unvollendet gebliebene Oper Der Jahrmarkt von Sorotschinski ist ein gutes Beispiel für diese Phase der russischen Musik, ist Mussorgsky hier doch auf dem Höhepunkt des kunstvollen Bearbeitens und Arrangierens der dem Volk abgelauschten Melodien und Lieder […]

Aus goldener Buffa-Zeit

Ein Viva la Mama ohne Mama ist Cimarosas  L’impresario in angustie, zu Deutsch Der Impresario in der Klemme, in dem typische Missstände italienischen Opernlebens im 18. Jahrhundert und teilweise noch heute dargestellt werden. Es geht um den Kampf dreier Primadonnen um die Herren am Theater wie um die beste Rolle und um die ständige Finanznot […]

Ein Grieche aus Perm krempelt Mozart um

Wahre Wunderdinge waren im Vorfeld dieser Veröffentlichung bei Sony (LC 06868.88883709262) zu vernehmen. Ein junger griechischer Dirigent, Chef des Opernhauses von Perm, im tiefsten Russland nahe dem Ural gelegen, wolle alle da-Ponte-Opern Mozarts mit seinem Ensemble Musicaeterna einspielen. Die erste Aufnahme, Le Nozze di Figaro, liegt nun vor, und tatsächlich, von einigen Wundern ist zu […]

Spritziges Jugendwerk

Nur neunzehn Jahre alt war Georges Bizet bei der Uraufführung seines Opernerstlings Le Docteur Miracle. Den Text lieferte Ludovic Halévy, der spätere Carmen-Librettist: Ein Offizier verliebt sich in die Tochter eines Bürgermeisters, der gegen alles Militärische ist. Deshalb gibt er sich erst als Koch aus, serviert dem Schwiegervater in spe ein verdorbenes Omelette, um ihn […]

Aus Wiener Schatztruhen

Aus den Archiven des Österreichischen Rundfunks stammen die interessanten Neuigkeiten von Walhall und Myto. Alle sind erstmals auf CD erhältlich und meist in sehr guter Klangqualität. Die größte Rarität der Novitäten stellt Der Musikant  von Julius Bittner (1874-1939) aus dem Jahr 1910 dar, ein volkstümliches Drama mit spätromantischem Touch um einen fahrenden Musiker und seine Leidenschaft zu der […]