Klaus Mäkeläs Debüt mit dem Orchestre de Paris bei Decca

Klangsinnlicher Strawinski aus Paris

. Ein geschlagenes Jahr ist vergangen, seitdem der finnische Dirigent Klaus Mäkelä sein vielbeachtetes Debüt beim Traditionslabel Decca mit einem kompletten Zyklus der sieben Sinfonien von Jean Sibelius machte. Lange musste man sich gedulden, bis nun die zweite diskographische Signatur des charismatischen Nordeuropäers erfolgt (Decca 485 3946). Die Auswahl der Werke ist gewiss nicht zufällig. […]

Händels "Semele" aus New Zealand bei Opus Arte

Flotte Nummer

. Eine Rarität legt OPUS ARTE auf Blu-ray Disc vor (OABD7309D). Damit ist natürlich nicht Handels Oratorio Semele gemeint, welches auf dem Musikmarkt vielfach vertreten ist, sondern dessen Aufführungsort – die New Zealand Opera. In der Holy Trinity Cathedral von Auckland haben Thomas de Mallet Burgess und Jacqueline Coats das Werk als Musical Drama inszeniert. […]

Live-Aufführungen 2022/ 23

Die besondere Oper

. Auch in dieser Saison (2022/23) sind wir bei der Auswahl der besuchten Live-Aufführungen wählerisch und konzentrieren uns auf wenige und eben für uns interessante Operntitel.  . Dmitri Tcherniakov inszeniert Krieg und Frieden von Sergej Prokofjew komplex und monumental an der Bayerischen Staatsoper München: Eine monumentale Inszenierung für die Bayerische Staatsoper, die Sergej Prokofjews ‚Krieg und […]

Barry Koskys Bekenntnisse im Insel Verlag

Eitle Nabelschau

. Flüchtig und von weitem betrachtet scheint das Cover von Barrie Koskys Buch einen Markthändler bei der Anpreisung seiner Waren darzustellen, bei näherer Betrachtung allerdings stützt dieser seine ringegeschmückten Hände auf die Rückenlehne der Parkettreihe aus der Komischen Oper Berlin, von der aus er seine Anweisungen an die Bühne zu geben pflegt, und die ist […]

Zum Tode von Virginia Zeani

Eine Bedeutende des Belcanto

. Die rumänische Opernsängerin Virginia Zeani, eigentlich Virginia Zehan (geb. 21. Oktober 1925 in Solovăstru, Siebenbürgen) starb am 20. März 2023. Sie war besonders bekannt für die Rolle der Violetta in La traviata von Giuseppe Verdi. Sie sang diese Rolle mehr als 600-mal.[ Neben einem Literaturstudium an der Universität Bukarest bildete sie ihre Stimme bei […]

Traditionen und Verfügbares

„Norma“: Musikwerdung des Wortes

. Gerade in letzter Zeit mehren sich wieder Aufführungen von Bellinis opus magnum, seiner Norma. Es fragt sich ob nun Marina Rebeka als Lokalmatadorin (zuletzt in Palermo) oder die unbestreitbar beeindruckende Sondra Radvanovsky an der Met Spuren hinterlassen haben. Ob Hasmik Papian oder Maria José Siri, Sonya Yoncheva, Dimitria Theodossiou, Maria Gresia (sehr beachtenswert in […]

Die vergessene Oper (185)

Portugals Nationaloper

. „Heróis do mar, nobre povo, // (…) Levantai hoje de novo // O esplendor de Portugal! – Helden der See, edles Volk, (…) //Erhebet heute aufs Neue, //Die Pracht Portugals!“ – Ausgerechnet ein Portugiese mit deutschen Wurzeln ist für diese Nationalhymne verantwortlich: Alfredo Keil. Der kommt nur deshalb in Portugal auf die Welt, weil […]

Celebrating Offenbach auf 7 CDs bei Opera Rara

Ein Digest-de-luxe  

. Als die originale Opera-Rara-Ausgabe des Offenbachschen Robinsoe Crusoe herauskam (um 1980 und noch als LPs) lachte ich mich blau beim Hören, denn so lustig und klug hatte ich Offenbach nur in der alten Soundtrack-LP der Vie Parisienne von Barrault erlebt (jetzt sogar bei youtube mit der bezaubernden Suzy Delair, dazu Madelaine Renaud und Jean-Philippe […]

Ankündigung: ab 14. April 22 bei Opera Rara

Mercadantes „Proscritto“

. Mit spektakulären Live- und Studioaufnahmen setzt sich Opera Rara seit über 50 Jahren erfolgreich dafür ein, zu Unrecht vergessene Opernschätze der Belcanto-Ära wieder zum Leben zu erwecken. Der neueste Coup des Labels: eine brillante Einspielung von Saverio Mercadantes (1795-1870) Dreiakter „Il proscritto“ („Der Gesetzlose“), einer düsteren Liebesgeschichte im politisch aufgewühlten Schottland des 17. Jahrhunderts […]

Werke von Páll Ísólfsson und Jórunn Vidar auf Chandos

Isländische Orchesterwerke für die Bühne

. Island nimmt innerhalb der Musikgeschichte der nordischen Länder eine Sonderrolle ein. Spärlich ist die isländische Tradition der klassischen Musik zu nennen, was schon daran liegt, dass es bis 1921 kein landeseigenes Orchester gab und bis 1930 auch kein isländisches Konservatorium. Insofern kann auf gerade ein Jahrhundert zurückgeblickt werden. Der landläufig vermutlich bekannteste Komponist Islands […]