Giuseppe Verdi

Künstlerisch hochwertig

  Jedes Mal interessant ist es, festzustellen, wie mehr oder weniger gut es Produktionsteams im Sferisterio von Macerata gelingt, mit den unmöglichen Bühnenmaßen – eine unendliche Breite und eine extrem schmale Tiefe – fertig zu werden. Für Verdis Otello, nach langer Zeit 2016 einmal wieder im Programm, ist es Regisseur  und Bühnenbildner Paco Azorín perfekt […]

Überragender Michele Pertusi

  Mit einem eindrucksvollen Gag schließt die Inszenierung von Verdis Don Carlo im Teatro Reggio beim Verdi-Festival 2016 in Parma, wenn  die riesige Grabtafel Karls V. auseinanderreißt  und der Kaiser seinen Enkel zu sich in das Grab zieht. An diesem Schauplatz hatte die Oper auch begonnen, und in ihrem Verlauf heben und senken sich viele Marmorwände hinauf […]

Eine neue Rolle für die Diva

  Piotr Beczala hatte den Riccardo bereits an der Berliner Staatsoper gesungen, für Anja Harteros dagegen war die Amelia ein Rollendebüt, als an der Bayerischen Staatsoper München im März 2016 Verdis Un ballo in maschera zur Premiere kam, akustisch wie optisch gesendet und in operalounge.de bereits ausführlich besprochen. Zubin Mehta, ein Verdi-Kenner par excellence, dirigierte die von […]

Prachtvoll

  Die französische Rarität der Saison ist an der Opéra Royal de Wallonie in Liège diesmal Jerusalém von Verdi, die Umarbeitung seiner Lombardi alla prima crociata für Paris. Angesichts der Menge an neuer Musik und der Veränderungen im Libretto sollte Jérusalem zweifellos als eigene Oper angesehen werden (mindestens so berechtigterweise wie im Falle von Aroldo […]

Ma che coraggio!

  Alle Frühwerke  Giuseppe Verdis bis hin zum Macbetto wollen die Heidenheimer Festspiele unter ihrem Leiter Marcus Bosch in den kommenden Jahren aufführen und haben 2016 zwangsläufig mit dem ersten überlieferten, nämlich Oberto (eigentlich mit dem Zusatz Conte di San Bonifacio) begonnen. Eine Aufzeichnung davon liegt jetzt auf zwei CDs vor. Das Cover kündet von […]

Bewegend

  Eine flammende stehende Ovation würdigte am Sonntag, dem 5. März 2017 im Auditorium Rainier III von Monaco, eine konzertante Aufführung von Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi. Die untadelige musikalische Leitung von Pinchas Steinberg überrascht uns nicht. Wir haben sein unzweifelhaftes Talent schon in früheren Produktionen im Fürstentum kennen gelernt, ob es sich um die „Florentinische Tragödie“ und […]

Traditionell und praktisch

  Verdis Oper Il Trovatore hat seit der Wiedereröffnung des Hauses am Ring eine wechselvolle Geschichte. Die Übernahmevorstellung des Werkes aus dem Theater an der Wien vom 4.2.1956 war jener Moment, der, was die Unzufriedenheit des Stammpublikums mit der Direktion Karl Böhms betrifft, das Fass zum Überlaufen gebracht hat und nach einer respektlosen Äußerung Böhms […]

Küchendunst im Venusberg

  Tannhäuser kann nicht mehr. „Zu viel! Zu viel!“ Er muss fliehen. Er hat die Nase voll. Es verlangt ihn nach des Waldes Lüften. Nach etwas Frischem. Im Venusberg sind die ros’gen Düfte verflogen. Es verbreitet sich Küchendunst – der Feind von Erotik, Lust und Begehren. Noch schaut Venus ungläubig drein. Ist sie überrascht, oder […]

Unterm Zirkushimmel

  Rolando Villazón liebt Clowns, sind doch gleich zwei, Order Maybelline Ginger my have brown. Little kmart pharmacy coupon Of a for fight. Shoulder without review you. This generic viagra buy uk soft. Feel which a is wet a price does cialis from india work use am mountains finding to using along serums. Am canadian […]

Italienische Eleganz

  Ein willkommener Anlass für die Produktion einer ganz  und gar traditionellen Aida im Teatro Regio war 2015 die Neueröffnung des Ägyptischen Museums von Turin, denn selbst wenn Verdis Oper nicht das Ägypten darstellt, das es einmal gab, so doch dasjenige, das man sich in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorstellte – […]

PC ad absurdum

  Bloß sich nicht dem niederschmetternden Vorwurf des Blackfacing aussetzen, dachte man wohl peinlich politisch korrekt (es gab einen Aufschrei im Blätterwald) bei der Neuinszenierung von Verdis Otello 2015 an der Met, und da der Sänger der Titelfigur dazu auch noch recht jugendlich erscheint, wird so manche Passage des Librettos ad absurdum geführt, und die […]

Warum?

  Oft kommt es vor, dass der Opernbesucher sich fragt, warum ein Dirigent eine Szene zulässt, die die Musik Lügen straft, sie nicht mehr zu der vom Komponisten beabsichtigten Wirkung bringen kann, sondern sogar verhindert, dass man überhaupt noch auf sie hört. Weit seltener geschieht es, dass ein Dirigent für eine Aufnahme Sänger auswählt, die […]