Jacques Offenbach

„Denn Offenbach macht glücklich.“

  Nein, man kann nicht wirklich behaupten, dass es keine Überfülle an spannender Offenbach-Literatur gäbe, die seit dem 150. Geburtstag des Komponisten 1969 herausgekommen wäre, angefangen mit P. Walter Jacobs rororo-Monographie Offenbach in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten.  Und deshalb gibt es in lockeren Abständen literarische und akustische updates zum Offenbach-Jahr 2019. Die finden sich weiter unten auf […]

Offenbachs Grand Opéra „Les Fées du Rhin“

  Lange hielt sich die Behauptung, Offenbach habe Zeit seine Lebens eine Grand Opéra schreiben wollen und nur mit  Les contes d´Hoffmann habe er dies erreicht, wobei er die Uraufführung nicht mehr erlebte. Spätestens seit 2002 war es mit dieser Legende vorbei, als erstmals (in Lubljana) die Rheinnixen erstaufgeführt wurden, eine für Wien komponierte veritable Grand Opéra […]

Im Wiegeschritt durchs Kaiserreich

  Zuerst also das Buch: Natürlich ist auch Barkouf enthalten. Jener titelgebende Hund von Jacques Offenbachs 1860 an der Opéra-Comique uraufgeführter Opéra-bouffe, der an der Opéra national du Rhin derzeit die Regierungsgeschäfte von Lahore übernimmt. Quasi als hors d’oeuvre zu den diversen Vorhaben, die Köln zum 200. Geburtstag Offenbachs im kommenden Jahr anrichtet. Dorthin wandert […]

Musikalisch zumindest mitreissend

  Offenbachs Grande-Duchesse de Gérolstein ist das Paradebeispiel der Offenbachiade. Im Jahr der Uraufführung, 1867, zumal bei der Pariser Weltausstellung, errang die dreiaktige Opéra-bouffe einen Triumph, der den Erfolg alle anderen Offenbach-Stücke übertraf.  Staatsmänner, Politiker und Granden, Fürsten, Könige und Kaiser ließen es sich nicht nehmen, eine der  200 Aufführungen, die schon innerhalb eines  halben […]

Grau in Grau

  Aus dem Jahr 2005 stammt Laurent Pellys Inszenierung von Offenbachs Opéra fantastique Les Contes d’Hoffmann in der Fasssung von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck. Nach der Premiere an der Opéra National de Lyon ging die Produktion an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona und von dort an die San Francisco Opera. Nun ist […]

Offenbach-Hommage

  Da ist so allerhand los im Königreich Krokodyne, wo es einen korrupten Polizeichef, einen königlichen Schwarzmagier sowie speichelleckende Minister gibt. Regent ist der vergnügungssüchtige, laufend Schulden anhäufende Prinz Fridolin XXIV., der vom guten, zauberkräftigen Geist Robin zum Wohle des Landes mittels einer Reise in fantastische Welten auf den Pfad der Tugend gebracht werden soll. […]

Missglückte Felsenstein-Hommage

  Um Liebe und Tod geht es in fast allen Werken der Opernliteratur – auch Offenbachs Opéra bouffe Barbe-bleue handelt davon. Warum aber mussten Regisseur Stefan Herheim und sein Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach sowie der (ursprünglich vorgesehene) Dirigent Clemens Flick bei ihrer Neuinszenierung an der Komischen Oper Berlin mit dem Titel Blaubart deshalb eine Rahmenhandlung um Eros […]

Glückliches Rollendebüt

  Die Opéra de Monte-Carlo hat bekanntlich in der Rezeptionsgeschichte der Contes d`Hoffmann eine wichtige Rolle gespielt – 1904 wurde die Oper hier erstmals mit dem Giulietta-Akt aufgeführt, 23 Jahre nach der Uraufführung der anderen vier Teile. Für diese Produktion entstanden unter immer noch ungeklärten Umständen auf Offenbachschem Material basierend Dapertuttos Diamantenarie und das Septett für den […]

Köstliches mit Tiefgang

  Über die geradezu detektivische Geschichte der Wiederauffindung aller Teile der Partitur von Offenbachs Fantasio hat operalounge.de schon mehrfach berichtet. Nun ist der verlorene Musensohn also auch erstmals in Genf auf der Bühne der Opéra zu erleben. Müssen die melodische Inspiration und der stilistische Abwechslungsreichtum dieser Opéra-comique noch gelobt werden? Aber ja, mindestens, bis jede fünfte Neuproduktion […]

Offenbach-Spektakel

  Berliner Operngänger haben noch die beschwingte und vor allem blendend gesungene Konzertaufführung des Fantasio in Erinnerung – Offenbach a son  meilleur an der Komischen Oper, zumal in der selteneren Fassung mit Tenor in der Titelrolle. Die Pariser Opér-Comique nun brachte ebenfalls die Fantasio-Produktion (nach Metz und Nantes), die wie die Aufnahme bei Opera Rara von einem Hosenrollen-Mezzo […]

Offenbach historisch-kritisch

Das ist wirklich eine „fantasioistische“ Geschichte: rund 140 Jahre nach ihrer Uraufführung wurde im Dezember 2013 Jacques Offenbachs opéra-comique Fantasio in der Londoner Henry-Wood-Hall erstmals wieder in authentischer Form geboten (konzertant), nachdem in den Jahren zuvor verlässliches Notenmaterial aus teilweise obskuren Quellen und Adressen zusammengetragen werden konnte.  Spiritus Rector bei diesem Unternehmen ist der Offenbach-Forscher […]

Erotik weichgespült

In Paris stand 1876 die Weltausstellung ins Haus und damit ein gewaltiger Besucheransturm aus aller Herren Länder. Jacques Offenbach und seine Librettisten Henri Mailhac & Ludovic Halévy griffen das Thema auf. Ihre Opera buffa Pariser Leben ging bereits 31. Oktober 1866 im Théâtre du Palais-Royal über die Bühne – mit rauschendem Erfolg. Nur ein Jahr […]