Jacques Offenbach

Grau in Grau

  Aus dem Jahr 2005 stammt Laurent Pellys Inszenierung von Offenbachs Opéra fantastique Les Contes d’Hoffmann in der Fasssung von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck. Nach der Premiere an der Opéra National de Lyon ging die Produktion an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona und von dort an die San Francisco Opera. Nun ist […]

Offenbach-Hommage

  Da ist so allerhand los im Königreich Krokodyne, wo es einen korrupten Polizeichef, einen königlichen Schwarzmagier sowie speichelleckende Minister gibt. Regent ist der vergnügungssüchtige, laufend Schulden anhäufende Prinz Fridolin XXIV., der vom guten, zauberkräftigen Geist Robin zum Wohle des Landes mittels einer Reise in fantastische Welten auf den Pfad der Tugend gebracht werden soll. […]

Offenbachs Grand Opéra „Les Fées du Rhin“

  Lange hielt sich die Behauptung, Offenbach habe Zeit seine Lebens eine Grand Opéra schreiben wollen und nur mit  Les contes d´Hoffmann habe er dies erreicht, wobei er die Uraufführung nicht mehr erlebte. Spätestens seit 2002 war es mit dieser Legende vorbei, als erstmals (in Lubljana) die Rheinnixen erstaufgeführt wurden, eine für Wien komponierte veritable Grand Opéra […]

Missglückte Felsenstein-Hommage

  Um Liebe und Tod geht es in fast allen Werken der Opernliteratur – auch Offenbachs Opéra bouffe Barbe-bleue handelt davon. Warum aber mussten Regisseur Stefan Herheim und sein Dramaturg Alexander Meier-Dörzenbach sowie der (ursprünglich vorgesehene) Dirigent Clemens Flick bei ihrer Neuinszenierung an der Komischen Oper Berlin mit dem Titel Blaubart deshalb eine Rahmenhandlung um Eros […]

Glückliches Rollendebüt

  Die Opéra de Monte-Carlo hat bekanntlich in der Rezeptionsgeschichte der Contes d`Hoffmann eine wichtige Rolle gespielt – 1904 wurde die Oper hier erstmals mit dem Giulietta-Akt aufgeführt, 23 Jahre nach der Uraufführung der anderen vier Teile. Für diese Produktion entstanden unter immer noch ungeklärten Umständen auf Offenbachschem Material basierend Dapertuttos Diamantenarie und das Septett für den […]

Köstliches mit Tiefgang

  Über die geradezu detektivische Geschichte der Wiederauffindung aller Teile der Partitur von Offenbachs Fantasio hat operalounge.de schon mehrfach berichtet. Nun ist der verlorene Musensohn also auch erstmals in Genf auf der Bühne der Opéra zu erleben. Müssen die melodische Inspiration und der stilistische Abwechslungsreichtum dieser Opéra-comique noch gelobt werden? Aber ja, mindestens, bis jede fünfte Neuproduktion […]

Offenbach-Spektakel

  Berliner Operngänger haben noch die beschwingte und vor allem blendend gesungene Konzertaufführung des Fantasio in Erinnerung – Offenbach a son  meilleur an der Komischen Oper, zumal in der selteneren Fassung mit Tenor in der Titelrolle. Die Pariser Opér-Comique nun brachte ebenfalls die Fantasio-Produktion (nach Metz und Nantes), die wie die Aufnahme bei Opera Rara von einem Hosenrollen-Mezzo […]

Offenbach historisch-kritisch

Das ist wirklich eine „fantasioistische“ Geschichte: rund 140 Jahre nach ihrer Uraufführung wurde im Dezember 2013 Jacques Offenbachs opéra-comique Fantasio in der Londoner Henry-Wood-Hall erstmals wieder in authentischer Form geboten (konzertant), nachdem in den Jahren zuvor verlässliches Notenmaterial aus teilweise obskuren Quellen und Adressen zusammengetragen werden konnte.  Spiritus Rector bei diesem Unternehmen ist der Offenbach-Forscher […]

Erotik weichgespült

In Paris stand 1876 die Weltausstellung ins Haus und damit ein gewaltiger Besucheransturm aus aller Herren Länder. Jacques Offenbach und seine Librettisten Henri Mailhac & Ludovic Halévy griffen das Thema auf. Ihre Opera buffa Pariser Leben ging bereits 31. Oktober 1866 im Théâtre du Palais-Royal über die Bühne – mit rauschendem Erfolg. Nur ein Jahr […]

Antiker Humor

Das letzte Wort hat der Hund Cerberus, eine sympathische Erscheinung, einem Bobtail ähnlich und mit der Stimme von Thomas Stache eindrucksvoll bellend, wenn es brenzlig wird. Es geht um Offenbachs Orphée aux Enfers in der Produktion des Brüsseler Opernhauses aus dem Jahre 1997. Herbert Wernicke siedelte den ersten Akt vor einem Riesengemälde antiken Zuschnitts an, […]

Tod für Giulietta

Ganz jung noch ist die Aufnahme von Offenbachs Les Contes d’Hoffmann aus Barcelona, und sie ist es zwangsläufig, denn sie benutzt die jüngste Fassung der Oper von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck, die sich auf erst vor kurzem gefundenes Material, so für den Giulietta-Akt, und das Zensur-Libretto stützt. Es gibt gesprochene Rezitative, eine abgewandelte Diamanten– […]