Biografien

Oper als Reich des Scheins

  Angemessene Würdigung: Einen so prachtvollen wie interessanten vor allem Bildband gibt es aus dem Henschel-Verlag über und mit dem Regisseur Nikolaus Lehnhoff, zweisprachig, wobei der englische Titel eher zutreffender als der deutsche ist. „Illusion“ heißt es in englischer Sprache, was  im Deutschen Die Oper ist das Reich des Scheins  lautet und eher abwertend klingen könnte, […]

Viva Franco Corelli!

In seinem aktuellen Newsletter der holländischen Franco-Corelli-Gemeinde (FrancoCorelli.nl) weist der Vorsitzende und spiritus rector Réne Seghers auf zwei neue Bücher über den unvergessenen Tenor hin, eines davon vom Stimmenspezialisten Stefan Zucker, unvergesslich durch seinen Film über italienische Sänger und dto. Vorsitzender der amerikanischen Bel Canto Society. Im Folgenden die Details und Links. Über René Seghers […]

Lebensbilder

Sind nicht weniger als 120 Jahre Wiener Staatsoper mit im Spiel, muss es sich um Lesenswertes handeln. Hat jemand wie Christian Thielemann das Vorwort zu einem Musikerbuch geschrieben, verdient es Aufmerksamkeit. Ist gar eine einzige Familie mit dieser ehrenwerten Institution verbunden, kann man etwas ganz Besonderes erwarten, nämlich geradezu eine Dynastie, derer der Bartolomeys, die […]

Un uomo vero

Knapp zehn Jahre nach seinem ganz unerwarteten Tod widmet der Verlag Zecchini Editore, Herausgeber auch der verdienstvollen Zeitschrift Musica, dem bulgarischen Bass Nicolai (in Italien Nicola) Ghiaurov ein Buch, geschrieben von Vincenzo Ramón Bisogni, der sich bereits auf den ersten Seiten nicht nur als Chronist, sondern ebenso als Verehrer des Künstlers zu erkennen gibt. In […]

Leidenschaftliches Plädoyer

Viel vorgenommen hatte sich Paolo Petronio, als er genau am 2. August 2007 auf einem Schiff im Atlantischen Ozean mit seinem Buch über Alfredo Catalani begann: die Rehabilitierung eines nach Meinung des Autors zu Unrecht zwar nicht vollkommen vergessenen, aber weit unterschätzten Komponisten. Dieses Vorhaben ist er mit so viel Leidenschaft wie Akkuratesse, so viel […]

Musikalisches Allround-Genie

Mit seinen Liedern, Orchesterwerken, Kantaten, Oratorien und Opern sowie seinem Engagement als Dirigent, Festspielleiter und Musikforscher gab Arthur Sullivan (1842-1900) dem britischen Musikleben entscheidende neue Impulse. Die Deutsche Sullivan-Gesellschaft e. V. bietet mit diesem zweiteiligen Sammelband über den bedeutendsten englischen Komponisten des 19. Jahrhunderts Beiträge in deutscher und englischer Sprache zur internationalen Sullivan-Forschung. Die Essays […]

Gesellschaftsbilder

Nicht von dem polemischen Vorwort von Jürgen Flimm zu Christoph Schwandts Buch über Carl Maria von Weber in seiner Zeit im Schott Verlag abschrecken lassen sollte sich der potentielle Leser, denn dieses steht in einem starken Kontrast zu dem mit Fleiß, Akribie, Objektivität  und trotzdem mit wahrnehmbarer Zuneigung zum Sujet verfassten und nicht weniger als 610 Seiten umfassenden […]

Mendelssohn und Meyerbeer

Wer hätte das gedacht, dass Robert Schumann und sogar Felix Mendelssohn Bartoldy ähnlich harte Worte für Giacomo Meyerbeers Opern fanden wie der vielzitierte Richard Wagner, nur von Seiten des auch Berliners, dazu noch weitläufig verwandten und eng verschwägerten Juden nicht öffentlich, sondern im reichhaltigen Briefwechsel mit Freunden und Verwandten. Dieser wird seit 2006 durch den […]

Fingerübungen im Bordell

So unterhaltsam wie vielseitig und tiefgründig ist das Buch von Vincenzo Ramón Bisogno mit dem umfangreichen Titel Giacomo Puccini – Bello e…possibile…Tradizione, modernità e futuro della musica.  Pikant beginnt es mit der Schilderung eines Bordells seiner Vaterstadt Lucca, wo der junge Komponist mit Klavierspielen Geld verdienen und seine früh zur Witwe gewordene Mutter damit unterstützen muss. Pikant bleibt […]