Juan Diego Florez

Ausdrucksvielfalt

  Sein  erstes Mozart-Album nahm nun Juan Diego Flórez bei Sony auf und bewegt sich damit in einem neuen Repertoire. Einige Arien aus Opern des Komponisten hat der peruanische Tenor freilich schon mehrfach in seinen Konzerten und Recitals gesungen und diese finden sich auch auf der CD (89854 30862). Da sind vor allem die beiden Ottavio-Arien aus […]

Tanti affetti

  Den 20. Jahrestag seines ersten Auftretens beim ROF feierte Juan Diego Flórez in diesem Sommer – 1996 hatte er spektakulär den vorgesehenen Tenor als Corradino in der Matilde di Shabran ersetzt und damit auf Anhieb seinen Ruhm als Rossini-Interpret der ersten Garnitur begründet. Für ihn wurde als Eröffnung der diesjährigen XXXVII Edizione in der […]

Tanti affetti

  „Konkurrenz belebt das Geschäft“, heißt eine ökonomische Weisheit, und die zwischen zwei Tenören führt zu ungeahnten Höchstleistungen. Hatte der Beginn von Rossinis Donna del Lago an der Met mit den knallbunten Farben, Türkis für den Himmel, Ocker für die Erde, nur Museales in der Optik angedroht, rissen die Leistungen der Sänger und des Dirigenten […]

Willkommen und Abschied

  Traurig schaut die Braut drein. Verhärmt und spitzmäusig steht sie neben dem kräftigen, auch nicht sehr glücklich blickenden. Man muss zweimal hinschauen. Es ist Natalie Dessay neben ihrem Pianisten Philippe Cassard. In der Manier von Hochzeitsfotos aus der Urgroßelternzeit haben sich die beiden für das Cover und die Innenseiten ihrer Aufnahme mit Liedern aus […]

Flórez als Rossinis Arnold

Das Problem mit Graham Vick ist, dass seine Inszenierungen wie die von Robert Carsen oft so tun, als ob sie neue Sichten vermitteln. Aber in Wirklichkeit wiederholt auch er nur seine bekannten Formeln: Updating in eine nahe Vergangenheit (gerne die Dreißiger oder die Fünfziger), zeitlich-stilistische Brüche in Kostümen und Optik, Mäntel, grelle Farben und weiße […]

Vokaler Glanz im düsteren Schottland

Viel Nebel wallt über die Bühne des Teatro Comunale di Bologna bei Bellinis I Puritani, und  Natur wie Architektur und Kostüme (alles von Pier’Alli) sind durchgehend in Grau-Blau-Violett gehalten, was alles einen zutiefst ästhetisch befriedigenden, aber auch dem Sujet und Klima des Handlungsortes angemessen düsteren Eindruck hinterlässt. Die überdimensional gewaltigen hängenden Schwerter oder schiefen Wände […]

Star-studded

Traum in der Asche: Dass am Ende alles nur ein Traum gewesen sein soll, lässt den Zuschauer angesichts der knall- und quietschbunten Inszenierung von Rossinis La Cenerentola doch erstaunen. Joan Font vom Bühnenkollektiv Comediants hat das Stück so lustig, märchenhaft und turbulent gestaltet, dass man mit einem guten Ende fest rechnen konnte. Sogar eine Schar ulkiger […]