History 

Johann Christoph Vogels „Toison d’or“

. Johann Christoph Vogel wurde am 18. März 1756 in Nürnberg geboren und starb am 26. Juni 1788 in Paris. In seiner kurzen Laufbahn schrieb er zwei Opern, Sinfonien, Quartette, Konzerte und einige Kammermusikwerke. Im Jahr 1776 beschloss Vogel, sich in Paris niederzulassen, angezogen von der blühenden Kunstszene unter dem Einfluss von Königin Marie-Antoinette. Dort […]

„Il Guarany“ von Antônio Gomes

. Es lässt sich doch immer eine Menge beim Opernhören lernen. Beispielsweise über die zu den indigenen Völkern Südamerikas gehörenden Guaraní, deren Siedlungen heute zu Uruguay, Bolivien, Argentinien, Paraguay und Brasilien gehören. In Paraguay, wo sie heute nur noch einen winzigen Anteil der Bevölkerung darstellen, vermischten sie sich früh den spanischen Kolonisten. Andernorts setzten sich […]

Terje Stensvold

  Der norwegische Bariton Terje Stensvold, gern gesehener Gast an der Oper Frankfurt, feiert am Donnerstag, dem 10. Oktober 2013, in Melbourne – wo er gerade den Wotan in Wagners Der Ring des Nibelungen probt – seinen 70. Geburtstag. Auch in Frankfurt war der Sänger zuletzt als Wotan erfolgreich und glänzte zudem in der bei […]

Danica Mastilovic

  Danica Mastilovic feierte am 7. November 2013 ihren 80. Geburtstag! Ihre Lieblingspartie war zweifellos die Elektra in Strauss‘ gleichnamiger Oper (Foto oben/Oper Frankfurt)). In nahezu 200 Vorstellungen hat Danica Mastilovic diese nicht nur stimmlich, sondern auch körperlich kraftraubende Titelpartie mit überwältigendem Erfolg gesungen. Die gebürtige Jugoslawin studierte an der Musikakademie in Belgrad Gesang und […]

Gomes´“Joana de Flandres“

. Nach 142 Jahren wurde Joana de Flandres, die zweite Oper des brasilianischen Nationalkomponisten Antônio Carlos Gomes, „wieder gefunden“ und auf die Opernbühne von Rio de Janeiro zurückgebracht. Unwidersprochen wird Gomes für den größten (unter den zugegebenermaßen nicht sehr zahlreichen) brasilianischen Opernkomponisten gehalten, und auch wenn sein Werk von neun Opern in der Quantität begrenzt […]

Donizettis „Duc d’Albe“ zum Zweiten

. Bis vor kurzem vom Pech verfolgt war die erste, die französische Fassung von Donizettis Oper Le Duc d’Albe, nun hat sie eine wegen des Schlusses problematische Rehabilitierung durch die Aufführung in Antwerpen und Gent und die daraus entstandene CD erfahren. Zu Donizettis Lebzeiten blieb das Werk unvollendet, wohl weil bereits während des Entstehungsprozesses die […]

Pier-Louis Dietschs „Vaisseau fantôme“

. Über die Hintergründe zur Oper von Pierre-Louis Dietschs Oper Le Vaisseau fantôme führten ist hier an derer Stelle bereits berichtet worden – die Herren Dratwicki und Roesler taten dies im Programmheft zur konzertanten deutschen Erstaufführung im Juni 2013 im Konzerthaus, und ihre Texte finden sich bei der Vergessenen Oper. Bereits im Vorfeld gab es zwei […]

Celibidache: frühe Jahre in Berlin

. Als Dirigent prägte Sergiu Celibidache das Musikleben der vom Krieg gezeichneten Metropole Berlin wie kaum ein anderer. Die überwiegend bislang unveröffentlichten Tondokumente dieser Edition zeichnen erstmals ein umfassendes Bild des Dirigenten aus den Jahren 1945 bis 1957. Intensive  Recherche förderte diese Zeitdokumente, die neue Eindrücke des legendären Dirigenten vermitteln, zu Tage. Anders als in […]

Donizettis „Duc d’Albe“

. In der Absicht, bei seiner Ankunft in Paris – aus Neapel kommend – Aufsehen zu erregen, begann Donizetti bereits 1838 mit der Komposition der Oper Le Duc d’Albe. Es war die erste seiner vier großen Opern. Beiseite gelegt und nur zur Hälfte fertig gestellt, geriet sie in Vergessenheit. Der Komponist, der ursprünglich gekommen war, um die Stadt im Sturm zu erobern, fiel […]

Alfredo Kraus

. „Wenn ein Sänger hohe Noten, die nicht in der Partitur stehen, der Tradition gemäß aber schon immer gesungen wurden, singen KANN, dann soll er sie auch singen……“ Er galt als der Grandseigneur unter den Tenören seiner Zeit, als überragender Stilist, als unerreichter Ritter vom hohen C (und darüber) – als Aristokrat des tenoralen Belcanto……Die […]

Sacchnis „Renaud“

. Das verdiensvolle Label Palzetto Bru Zane wieder zugeschlagen und mit Antonio Sacchinis Renaud von 1783 erneut eines der wichtigen Werke der französischen Oper vorgestellt – nach der Pioniertat der BBC 1981 ist dies nun die erste offizielle Aufnahme, 2012 im französischen Metz unter dem eminenten Christoph Rousset mit guten und vor allem phonetisch nationalen […]

High Camp im 1. Bezirk

  Kaum zu glauben, aber „Peter‘s Operncafé Hartauer“ im 1. Wiener Gemeindebezirk kann– allen Veränderungen und städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen der österreichischen Metropole zum Trotz – auf mehr als 30 Jahre zurückblicken. Die große Martha Mödl, mit der das Café am 25. September 1981 nach der Staatsopernpremiere von Friedrich Cerhas Oper Baal eröffnet wurde (Foto oben/Jansky), ist […]

Aus der Revolutionszeit

. Freude bei Freunden der französischen Romantik – der innovative Palazetto Bru Zane hat eine eigene Firma gegründet (bislang erschienen seine Aufnahmen wie zuletzt Catels Sémiramis bei Glossa wegen Hervé Niquet) und legt nun die ersten beiden wunderbaren Früchte der Bemühungen vor – wer hätte (außer ein paar Spezialisten) schon von Rodolphe Kreutzer  gehört? Sein […]

Karel Mirys Oper „Charles Quint“

. Hat je irgendwer von Karel/Charles Miry gehört? Das Online-Label 401dutchoperas hat das Konzert aus Gent vom April 2012 (Lyrica Gent unter Geert Soenen mit sehr kompetenten Solisten) mitgeschnitten und im Online-Download zum niedrigen Preis angeboten (s. unten). Es hat damit einen wirklich absolut unbekannten Komponisten zur Diskussion gestellt, der an Auber erinnert, die Grand Opéra Gounods anklingen lässt und wie ein […]