Geistliches / Chormusik

Telemann kompakt

  In einer schmucken Konfektschachtel hat Warner Classics unter dem Titel  auf 13 CDs (0190295860134) wichtige Werke des Magdeburger Komponisten wieder veröffentlicht und dabei auch auf die im Übernahme- Archiv befindlichen Teldec-Aufnahmen aus den 1960er Jahren zurückgegriffen. Die Auswahl umfasst Orchesterwerke, Kammermusik und Vokalkompositionen. Letztere befinden sich auf den  CDs 11 bis 13 und bieten […]

Vergessenes vom Dresdner Hof

  Der italienische Komponist Giovanni Alberto Ristori (1692 – 1753) gehörte  zum Umkreis von Hasse, Heinichen, Pisendel und Quantz am Dresdner Hof von August II. und seinem Sohn August III. Allerdings stand er im Schatten dieser Komponisten, trotz seiner vielen Funktionen als Mitglied der Dresdner Hofkapelle, Organist in der Katholischen Hofkirche, Cembalist in der Semperoper […]

Innerlichkeit und Gedenken

  Die Übersetzungen von Homers Ilias und Odyssee durch den Altphilologen Johann Heinrich Voß (1751-1826) sind heute immer noch erhältlich. Dass Voß als Zeitgenosse Goethes auch ein beliebter Lyriker war, ist hingegen kaum im Bewusstsein. Zu Lebzeiten und später fanden sich Komponisten, die ihn vertonten, die CD „Seid menschlich, froh und gut„ bringt einen Querschnitt […]

Zwischen Oper und Oratorium

  Viktorianische Empfindlichkeiten waren es, die Antonin Dvorák bewogen, seine 1885 für England komponierte Kantate für Soli, Chor und Orchester op. 69 Die Geisterbraut zu nennen. Der Titel der als Vorlage dienenden Ballade von Karel Jaromir Erben war „Svatebni Košile“, wörtlich: „Die Brauthemden“. Aus heutiger Sicht erscheint solche Prüderie unwirklich. Dieses Werk steht mit seinem seltsam […]

Grandioser Kitsch

  Charles Gounod kennt man heute vor allem als Opernkomponisten – aber er hat sein Leben lang auch geistliche Musik geschrieben. Beim Label Erato ist nun eine seiner wichtigsten geistlichen Kompostionen wiedererschienen – unter der Leitung von Michel Plasson. Mors et Vita ist Gounods zentrales Spätwerk, seine letzte große abendfüllende Komposition überhaupt. Gounod, einerseits ein […]

Ungewohnter Mozart

  Nicht nur Teodor Currentzis und Yannick Nézet-Séguin stehen aktuell für Mozart-Zyklen. Auch der britische Dirigent Ian Page setzt bei Signum Classics seine Opernreihe fort. Mozarts Singspiel Zaide ist Fragment geblieben, Zaide war kein Auftragswerk, der Komponist legte die Gelegenheitskomposition beiseite, als er den Auftrag für Idomeneo erhielt; den Titel erhielt das Werk erst im […]

Karl Richter zeitlos

  Wer sich für Karl Richter interessiert, hat die Qual der Wahl. Gleich mehrere Firmen und Labels pflegen und verwalten sein akustisches und filmisches Erbe mit Sorgfalt und Tüchtigkeit. Jetzt liegt Profil Edition Günter Hänssler in diesem Bemühen aktuell vorn. Und zwar mit einer neuen Edition, die aus einunddreißig CDs (LC 13287) besteht. Die Aufmachung […]

Zurück wie neu

  Händel komponierte das Oratorium La Resurrezione 1708 in Rom für ein ausgesuchtes und anspruchsvolles Publikum seines Mäzens Fürst Ruspoli. Bei Erato ist nun die 1990 entstandene Einspielung von Ton Koopman und The Amsterdam Baroque Orchestra wieder erschienen und besteht auch fast drei Jahrzehnte nach der Aufnahme den qualitativen Test der Zeit. Maßgebliche Konkurrenz existiert von […]

Sinnlicher Glaube

  Warum soll es in der Kirche eigentlich nicht genauso klingen wie im Opernhaus? In Gaetano Donizettis  Messa di Gloria e Credo c-Moll klingt das Kyrie wie die Introduktion zu einer Oper und vor allem das Gloria wie eine umfangreiche Szene aus einer seiner Königinnnen-Opern inklusive Vertrauten und Schleppenträgerinnen, bei der zwei Sopransoli einen Bass-Solo […]

Auf der Suche nach Bach

  Philipp Jaroussky ist immer auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern. Seine Vielseitigkeit scheint auch auf Neugierde zu beruhen. Obwohl er sehr oft in Deutschland aufgetreten ist und gut Deutsch spricht, hat er als Sänger um diese Sprache bei seinen Aufnahmen bisher einen Bogen gemacht. Aus gutem Grund. Wir Deutschen lieben bekanntlich den französischen Akzent, […]

Il premio felice

Die Archive bieten immer noch mehr barocke Schätze und auch der scheinbar bekannte Alessandro Stradella (1642-1682) bekommt wieder mehr Aufmerksamkeit. Stradella hat nur acht Opern und acht Oratorien vertont, aber über 200 weltliche und geistliche Kantaten sowie viele instrumentale Werke prädestinieren ihn für die nächste Wiederentdeckungsrunde. Das Oratorium Santa Edita, Vergine e Monaca, Regina d’Inghliterra […]