Jules Massenet

Massenet, Hahn, Debussy & Mahler

. Songs with Orchestra überschreibtder Palazzetto  Bru Zane seine Ausgabe mit Orchesterliedern von Jules Massenet (BZ 2004). Warum eigentlich nicht „Mélodies avec Orchestre“? Egal. Bei den Recherchen zum Saint-Saens-Festival 2015, so Alexandre Dratwicki, künstlerischer Leiter von Palazzetto Bru Zane, „waren wir bald fasziniert von einer Reihe einzelner Stücke für Stimme und Orchester, von denen nach […]

Gar nicht kitschig

  Stark, aber durchaus sinnvoll gekürzt und ohne Zuschauer ging in Hochcoronazeiten Jules Massenets im orientalischen Milieu spielende Oper Thaȉs  im Theater an der Wien über die Bühne, in Szene gesetzt von Peter Konwitschny, der sich diesmal Verballhornungen wie einer gänsebratenden Eboli oder Infragestellungen wie bei den Meistersingern enthielt. Der hervorstechendste Einfall seiner Regie sind […]

Spiel mit Männer-Klischees

  „The best a man can be“, behauptet die Gilette-Werbung, die Mariame Clément ihrer Bregenzer Inszenierung von Massenets Don Quichotte im Juli 2019 vorschaltete. Ein scheinbar erregter Zuschauer springt aus einer der ersten Reihen auf, was habe Werbung mit der Oper zu tun. Dann erst nähert sich durch die Reihen des immer noch hell erleuchteten […]

Cette Splendeur

  Opernreisende erinnern sich mit Freuden an die glorreichen Zeite des elegantens Théâtre Imperial im nordfranzösischen Compiegne – was gab es da nicht an unbekannten, wunderbaren Titeln zu sehen: Meyerbeers Dinorah (die Sache mit der Ziege, weit vor der konzertanten Wiedererweckung in Berlin), Halevys Charles VI, Mignon von Thomas (mit der hoffnungsvollen Lucille Vignon, Le […]

Aufstiegsgeschichte

  Bekanntlich steigt Aschenputtel oder besser Cendrillon, wie das Mädchen in Charles Perraults Urfassung des Märchens heißt, in den höchsten Adel auf,  auf das Massenet auf dem Höhepunkt seines Erfolgs für seine 1899 uraufgeführte Märchenoper zurückgriff. In Glyndebourne stieg dafür die Dame des Hauses, die mit dem Enkel des Festspielgründers verheiratete Danielle De Niese, eigens […]

Orientalisches aus Toronto

  Die Anzahl der Einspielungen von Jules Massenets Comédie lyrique Thaïs ist überschaubar – jüngstes Dokument war die Aufnahme mit Renée Fleming und Thomas Hampson bei Decca 2005. Frankophile Opernfreunde favorisieren als Referenzaufnahmen noch immer jene mit Renée Doria von 1961 (ebenfalls Decca) und Andrée Esposito (1959/live). Nun bringt das Label CHANDOS auf 2 CDs […]

Zu neuen Ufern

  Von Anfang an wie ein nicht integrierbarer Fremdling wirkt der peruanische Tenor Juan Diego Flórez in der Zürcher Inszenierung von Massenets Werther, wenn er das Haus des Amtmanns in Wetzlar betritt. Bühnenbildner Klaus Grünberg hat ein Einheitsbühnenbild geschaffen: ein großer Raum ganz aus lichtem Holz mit  Wandschränken, Borden und vielen Türen, nicht unfreundlich, aber […]

Bezaubernd

  Ein zauberhaftes Abschiedsgeschenk machte die langjährige Intendantin des Theaters Freiburg, Barbara Mundel, ihrem Publikum mit Massenets Cendrillon und bewies gemeinsam mit ihrer Ausstatterin Olga Motta, dass man auch mit begrenzten finanziellen Mitteln große Wirkungen erzielen kann, die zu einem großen Teil auf das Konto der Lichtdesignerin Dorothee Hoff gehen. Beim Schlussapplaus wird deutlich, dass […]

Sternstunde der französischen Oper

Weder Regen noch Kälte konnten den Eindruck verwischen, dass das Massenet-Festival von 1999 mit seiner Neuproduktion von Massenets Roi de Lahore eine Sternstunde der französischen Oper bot, wie man sie nicht mehr für möglich gehalten hatte. lch kann mich selbst heute kaum erinnern, eine vergleichbar dichte und rundherum befriedigende Aufführung in Frankreich gesehen zu haben […]

Ein seltener Massenet für Kenner

Quasi als Epilog zu seiner Manon schrieb Jules Massenet etwa zehn Jahre später Le Portrait de Manon auf ein Libretto von Georges Boyer für die Pariser Opéra-Comique, wo das knapp einstündige Werk 1894 uraufgeführt wurde. Opera Rara hat in Verbindung mit dem Jette Parker Young Artists Programme eine szenische Aufführung im Linbury Studio Theatre am […]