Wer war doch noch ...
Florence Quartararo
Was gibt es doch immer wieder für Überraschungen, auch auf dem historische Sektor. Da kommt von Immortal Performances eine 3-CD-Box der mir bis dahin absolut unbekannten amerikanischen Sopranistin Florence Quartararo mit seltensten Aufnahmen von 1945 – 1951, die eine ganz erstaunliche Stimme hören lassen: eine Mischung aus Bidu Sayao und Eleanor Steber plus ein […]
Die Erfolgsgeschichte aus Sussex feiert in diesem Jahr Geburtstag
80 Jahre Glyndebourne Festival
80 Jahre Glyndebourne – Happy Birthday! Was sind das für wunderbare Erinnerungen – die sprichwörtlich rollende Landschaft der Sussex Downs, die muhenden Kühe auf der anderen Seite von Zaun und Graben beim Pausen-Picknick mit hampers von Fortnam & Mason oder Harrods, dazu die britischen, bizarr-elegant gekleideten Besucher (aus denen die kontinentalen overdressed herausstachen), Pausendrinks […]
Zum Tode von ...
Berislav Klobucar
Die Wiener Staatsoper trauerte um den Dirigenten Berislav Klobucar: Der Dirigent Berislav Klobucar, Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper, ist am Freitag, 13. Juni 2014, im 90. Lebensjahr in einem Wiener Krankenhaus verstorben. Berislav Klobucar war ein Kapellmeister im allerbesten Sinn, ein umsichtiger Sängerdirigent mit profundem Wissen und einer großen Erfahrung, mit der er über Jahrzehnte […]
Zum Tode von ...
Rafael Frühbeck de Burgos
Rafael Frühbeck (* 15. September 1933 in Burgos; † 11. Juni 2014 in Pamplona), bekannt unter seinem Künstlernamen Rafael Frühbeck de Burgos, war ein spanischer Dirigent deutscher Herkunft. Beide Eltern waren Deutsche. Er studierte Klavier und Komposition in Bilbao, Madrid und an der Musikhochschule München. Stationen seiner Dirigentenlaufbahn waren Bilbao, Madrid (Leitung des Spanischen Nationalorchesters 1962–1978), Düsseldorf und Wien. Von 1994 bis 2000 war er künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. 1992 bis 1997 war er Geralmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin und wirkte […]
Wer war doch noch ...
Ivo Vinco
Einen engen Kreis hat sein privates Leben, einen die Welt umspannenden seine Karriere gezogen: Ivo Vinco, gestorben am 8. Juni 2014 und geboren am 8.11.1927 in Boscochiesanuova, oberhalb von Verona in den Monti Lessini. Dort liegt er im Familiengrab in dem kleinen Gebirgsort begraben. Jeden Sommer und immer an Weihnachten kehrte er aus seiner […]
Eine discographische Übersicht
Zum Meyerbeer-Jahr 2014
Angesichts des im Frühjahr 2014 begangenen 150. Todestages (am 2. Mai 1864 in Paris) des großen deutsch-französischen Komponisten Giacomo Meyerbeer (der in Berlin auf dem Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee begraben liegt) ist die Aussicht auf vermehrte Aufführungen auch zu seinem Jubiläum nicht eben groß, allerdings hat die Deutsche Oper Berlin neben der […]
(Die vergessene Oper 138)
Mayrs „Ginevra di Scozia“
Wegweiser zwischen den Welten
. Kaum eine andere Neuaufnahme der letzten Jahre bereitet mir soviel Freude wie die vorliegende Ginevra di Scozia von Giovanni Simone Mayr (um für diese seine erfolgreichste italienische Oper auch seinen italienischen Namen zu verwenden), die bei Oehms als Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks (3 CD Oehms Classics OC 960) in ihrer konzertanten Aufführung am 14. Juni 2013 […]
(Die vergessene Oper 75b)
Meyerbeers „Vasco de Gama“
. Ich gebe zu: Ich war skeptisch und wartete doch ungeduldig auf die brandneuen cpo-CDs des Vasco de Gama, der nun in seiner eigentlichen und vom Komponisten beabsichtigten Form vorliegt und die alte, korrupte Africaine ersetzt (dazu nachstehend der zuammenfassende Artikel von Carla Neppl aus dem Programmheft der Aufführungen der Oper Chemnitz 2013, der auch […]
Die vergessne Oper (43)
Poniatowskis Oper „Pièrre de Médicis“
Vor drei Jahren war beim polnischen Musikfestival in Krakau eine erstaunliche Ausgrabung zu erleben. Auf dem Programm stand die Oper Pierre de Médicis, komponiert von Graf Józef Michał Ksawery Poniatowski (1816–1873). Der in Rom geborene Neffe des letzten polnischen Königs war ein Kosmopolit, der sich auf dem diplomatischen Parkett in Brüssel, Paris und London […]
Die vergessene Oper (41)
Carrers „Marathon-Salamis“
Griechenlands Sehnsucht nach Europa
. Angesichts der Bankenkrise 2010 und der mürrisch gezahlten Milliarden für Griechenland 2010 – 2018 mag man vergessen, was für ein Kulturland die EU retten (auch und vor allem Dank Angela Merkel) wollte, nicht nur einen Verwalter der antiken Trümmer, sondern eben auch eine Gesellschaft, die sich als eigener Staat erst im 19. Jahrhundert etablierte […]
Die vergessene Oper (90)
Carl Amand Mangolds „Tanhäuser“
Nicht nur das eine -n macht den Unterschied
Nicht nur dasselbe Geburtsjahr, auch der geistesgeschichtliche Gehalt einiger Stoffe weisen auf die Nähe Carl Amand Mangolds zu Richard Wagner hin, und wie Wagner war Mangold (zumindest in einem Fall) sein eigener Librettist. Mangolds Tanhäuser nach einem Libretto des Österreichers und Grabbe- Biographen Eduard Duller (1809 – 1853) entstand zwar zeitgleich, aber völlig unabhängig von […]
Die vergessene Oper (37)
Erkel „István király“
. Gerade erst ist Ferenc Erkels bekannteste Oper Hunyadi László bei Brilliant als Wiederauflage erschienen, da zieht Naxos nach und präsentiert erstmals das letzte Bühnenwerk des ungarischen Komponisten. István király, zu deutsch König Stephan, wurde nach einem langen Schaffensprozess, der sich über 10 Jahre hinzog, 1885 uraufgeführt. Auch der weitere Rezeptionsverlauf gestaltete sich schwierig. Die […]
Felsen britischen Bass-Gesangs
John Shirley Quirk
Der bedeutende englische Bass John Shirley-Quirk (geboren am August 28, 1931 in Liverpool, England, gestorben am 7. April 2014 in Bath): Mit ihm geht wirklich eine Ära besten englischen und britischen Nachkriegs-Gesangs zu Ende, denn seine ebenso sonore wie vielfältig einsetzbare und sehr indivuell timbrierte Stimme ist auf vielen Einspielungen von Händel bis Britten und […]
Die vergessene Oper (38)
Victorin Joncières‘ „Dimitri“
Ein Meister der Komposition wird wiederentdeckt
, Und wieder ist eine der großen, wunderbaren Grand opéras der romantischen Epoche Frankreichs als CD erschienen: Victorin Joncières‘ Russen-Oper Dimitri von 1876, unter Hervé Niquet im März 2013 in der Salle Flagey in Brüssel aufgenommen und nun bei Ediciones Singolares, der Hausmarke des hier vielfach erwähnten und gelobten Palazetto Bru Zane, herausgekommen. . Zu […]
Die vergessene Oper (39)
Eugen d’Alberts „Golem“
. Das könnte eine ganze Reihe von Einspielungen aus dem Bonner Opernhaus geben. Zuletzt spielte die Oper Bonn Der Traum ein Leben von Braunfels, davor gab es die drei Hindemith-Einakter. Wäre alles schön. Bei Dabringhaus und Grimm, die bereits die Bonner Aufführung von Schrekers Irrelohe konservierten, kam nun Eugen d’Alberts Golem als Mitschnitt der Aufführungen […]
