Tristan und Isolde

Mutiger Kraftakt

  Nach umfangreichen Umbauten im Stadttheater (Neue Klimatechnik, Schallsegel zur Verbesserung der Akustik, Erneuerung der Bestuhlung und neue Studiobühne) wagte es nun das Theater für Niedersachsen (TfN), mit Richard Wagners großem Liebesdrama Tristan und Isolde wiederzueröffnen. Bei der Größe des Orchesters mit nur 30 Planstellen kam ich mit einer ziemlich großen Portion Skepsis nach Hildesheim, […]

Grandioses Hohes Paar

  Il faut, tout compte fait, seulement s’incliner devant l’émotion, et l’évidence. Il n’y a pas de poème lyrique (plus banalement appelé opéra) qui égale en plénitude, en pureté, en poids d’être le Tristande Wagner. Si on l’oublie parfois, c’est que Tristan und Isolde exige, exactement comme Le Trouvère, la conjonction des cinq meilleurs chanteurs du monde dans leur […]

Akustische Resteverwertung?

  Viele Firmen haben in der Vergangenheit versucht, mit den Mitschnitten von den Bayreuther Festspielen Geld zu verdienen – von den legendären „offiziellen“ der EMI, der Decca, Testament, Philips über die ebenfalls mythischen der Nachkriegszeit bei grauen Labels zu den ungemein lobenswerten Veröffentlichungen bei orfeo (der wunderbare Tristan mit der Mödl damals als einzig hinreißend […]

Wagner mit Sogwirkung

  In Bayreuth folgt in diesem Sommer 2017 auf die Neuinszenierung der Meistersinger durch Barrie Kosky Tristan und Isolde. In dieser Koppelung kommt das nicht oft vor. Sinnvoller wäre es natürlich umgekehrt. Denn mit den Meistersingern von Nürnberg lässt Wagner seinen Tristan hinter sich. „Mein Kind, von Tristan und Isolde / Kenn‘ ich ein traurig […]

Aus dem Vollen geschöpft

Wer, bitte, ist Tannenhäuser? Der Grafiker, der die Box mit den Opernmitschnitten unter Wilhelm Furtwängler gestaltete, muss ein Verehrer von Ludwig Tieck sein. In dessen Geschichte vom „Getreuen Eckhard“ kommt ursprünglich jemand dieses Namens vor – inzwischen aber längst der Schreibweise angepasst, wie sie auch Richard Wagner für seinen aufmüpfigen Minnesänger wählte – Tannhäuser. Dieser […]

Zum Tode von Spas Wenkoff

    Dresden, am 12. Oktober 1975. Premiere im Großen Haus, heute Schauspielhaus, damals auch Spielstätte der Staatsoper. Eine mit Spannung erwartete Premiere steht an, Richard Wagner, Tristan und Isolde, am Pult der Staatskapelle Marek Janowski, Regie Harry Kupfer (Foto oben/Döhring). Als Tristan gibt ein Sänger sein Debüt, mit dieser Wahnsinnspartie in Dresden, von dem […]