Stanislaw Moniuszko

Italienisches und nationales

  Das Bergsteigen wurde Mieczyslaw Karłowicz zum Verhängnis. In der Hohen Tatra kam der, wie Moniuszko, in Weißrussland geborene Komponist, ums Leben. Seine Ausbildung als Komponist hatte Karłowicz (1876-1909) u.a. in Dresden, Warschau, ab 1895 in Berlin erhalten. 1901 kehrte er nach Warschau zurück, gründete ein Streichorchester und komponierte sinfonische Dichtungen, ein Violinkonzert, eine Sinfonie […]

Blicke auf die Geschichte

  In der Wiener Operngeschichte spielt Moniuszkos Halka, die im Theater an der Wien im Dezember 2019 aufgeführt wurde (Vorstellung 17. 12.) eine nicht unbedeutende Rolle, fand doch in der Volksoper 1926 die deutschsprachige Erstaufführung statt. Fast vierzig Jahre später gab es ebendort im Dezember 1965 in der so facettenreichen Direktionszeit von Albert Moser  eine […]

Polnische Nationaloper

Ist Manru die erste große polnische Oper des frühen 20. Jahrhunderts, so bleibt Moniuszkos Halka der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der polnischen Operngeschichte. Gesehen habe ich Halka auf der Bühne erstmals vor zwei Jahren, als Marc Minkowski eine Produktion am Teatr Wielki in Warschau einstudiert hatte, und war ein bisschen enttäuscht. Das Gespensterschloss hatte ich […]

Polnische Nationaloper

  Halka (von 1859/Warschau) ist die polnische Nationaloper schlechthin, ist Klassenkampf und Leidensdokument, ist Sozialdrama und Opferbereitschaft – das ewig leidende polnische Volk gegen die fiesen ausländischen Grußgrundbesitzer, die die armen Mädels schwängern und sie sitzen lassen. Halka hat auch (wie die Muette de Portici) diesen fabelhaften Schluss des Freitods statt der Rache, der unerwiderten […]