peter Tschaikowsky

Bewundernswerte Helene Schneiderman

  Leidenschaftlich und laut ging es zu bei der Pique Dame-Neuinszenierung in der Stuttgarter Oper. Sylvain Cambreling setzte mit dem Staatsorchester auf einen kraftvoll dynamisch aufgefächerten, manchmal aber doch etwas  zu plakativen Pathétique-Tschaikowski. Da ging dann wirklich die musikalische Post ab, wenn auch noch der von Johannes Knecht präzis einstudierte und mächtig auftrumpfende Staatsopernchor (inklusive […]

Der Traum des Piotr I. T.

  Stefan Herheim zeigt in seiner Inszenierung von Pique Dame an der Amsterdamer Oper nicht nur (aber durchaus auch) die Geschichte von German, Lisa und der alten Gräfin, sondern simultan auch noch eine Phantasie über die Entstehung des Stücks. Die Augenweidenbühne von Philipp Fürhofer ist von Tschajkovskijs letztem Salon in Klin inspiriert, nur größer und […]

Aufgehübscht als Street Dance

Ganz bewusst nennt Bouba Landrille Tchouda seine choreografische Version von Tschaikowskys Ballettklassiker A und nicht The Nutcracker, denn es handelt sich hierbei um eine mögliche Tanz-Variante der Geschichte, eine eigenwillige Lesart, die Freunde des klassischen Balletts irritieren wird, dafür aber vor allem jugendliche Zuschauer ansprechen dürfte. 2011 gründete der Choreograf seine Compagnie Malka, die ihren […]

Aus den Melodija-Kellern

„In der Sowjetunion, einen Land mit zweihundertsiebzig Millionen Einwohnern, mit sechsundvierzig festen Theater und Tausenden von Opernsängern, gibt es nur eine Schallplattenfirma, Melodija. Und weil nur einmal in zwanzig Jahren eine Oper in Neuaufnahme erscheint, war die erste und damals einzige Einspielung des (Eugen) Onegin jene, die ich als kleines Mädchen hörte und der ich […]

Anna N. in neuer Partie

Nach der Jolanthe hat Anna Netrebko mit der Tatiana in Eugen Onegin nun eine weitere große Tschaikowsky-Partie in ihrem Repertoire. Für das Rollendebüt wählte sie den Auftritt in einer Neuinszenierung von Deborah Warner an der Metropolitan Opera New York. Die DVD-Veröffentlichung der DG hält die Aufführung vom 5. Oktober 2013 auf zwei Scheiben fest (00440 […]

Russisches

Naxos hat bei den drei jüngsten Wiederveröffentlichungen von Aufnahmen der sowjetischen Plattenfirma Melodiya drei Volltreffer gelandet. Es sind großartige Dokumente eines vollblütigen, theatralischen russisch/sowjetischen Musizierstils, die hinsichtlich der Opern zusätzliches Interesse beanspruchen können, weil sie nicht zum gängigen Repertoire gehören. Und auch weil man Sängern begegnet, die im Westen kaum bekannt sind und dennoch höchsten […]