History

Unbeirrbare Ernsthaftigkeit

  Die Deutsche Oper Berlin schreibt: „Noblesse und Souveränität, Vielseitigkeit und unbeirrbare Ernsthaftigkeit der künstlerischen Arbeit“ – die Worte, die Intendanten, Musiker und Journalisten wählten, wenn sie die künstlerische Persönlichkeit von Jesús López Cobos (Toro-Zamora, 25. Februar 1940 – Berlin, 2. März 2018 ) beschrieben, zeigen in auffälliger Übereinstimmung, wie sehr dieser Dirigent zeitlebens das […]

„Gli Abenceragi“ und mehr

  American tenor, in Winter Park, Florida, on November 5 2017, aged 96. Born in Atlanta on 26 January 1921, Louis Roney studied at Harvard and, aged 27, sang Cavaradossi with the New York Philharmonic under Mitropoulos, launching a career that combined opera and concert work. He sang a number of leading dramatic roles, including […]

Ein Grosser im Theatergeschäft

  American director, in Suwanee, Georgia, on November 11, aged 92. Born in New York City on 22 December 1924, Frank Corsaro rose to prominence at New York City Opera with a 1958 production of Carlisle Floyd’s Susannah later seen at the Brussels World Fair. He became one of NYCO’s most innovative directors, collaborating with […]

Victor de Sabata

  Der Name Victor de Sabata (1892-1967) ist vermutlich den allermeisten Klassikfreunden ein Begriff, auch wenn sich seine heutige Bekanntheit wohl zum größten Teil einzig aus der Tatsache ableitet, dass de Sabata die hochberühmte EMI/Warner-Einspielung der Tosca mit Maria Callas, Giuseppe Di Stefano und Tito Gobbi aus dem Jahre 1953 verantwortete, die zu den großartigsten […]

Ein armenischer Verdi

  Nur wirklich Eingeweihte werden den Namen Tigran Tschukadian (je nach Umschrift auch Dikran Chukadijan oder auch Dikran Tschuchadschjan) je gehört haben, und doch spielten er und sein Werk einen entscheidenden Part im Kampf um die Unabhängigkeit Armeniens von den Türken/Osmanen, die wie Griechenland auch Armenien im 19. Jahrhundert knebelten. Zwar wurde Tschukadians Werk im Wesentlichen […]

Selbstmord mit Saxophon

  Erstaunlicher Weise hat es vierzig Jahre gedauert, bis eine zweite (Fast-Studio)-Aufnahme von Meyerbeers Oper Le Prophète erschienen ist. Die gruselige CBS-Einspielung mit dem indiskutablen James McCracken und der nicht mehr so durchschlagenden Marilyn Horne stammt von 1977 und verwendet natürlich die  alte Brandus-Fassung. Denn erst vor kurzem (2007) war die neue, ultimative Ricordi-Bärenreiter-Ausgabe offiziell erschienen, […]

Meine geliebte Stimme: Olivia Molina

  Gesang mit Seele und Gefühl: Sie gehörte für mich schon immer zu den ganz Großen, zu einer Gattung von Künstlern, wie sie in unserem oft so oberflächlichen und kurzlebigen Medienzeitalter zur absoluten Seltenheit geworden sind. Dabei ging Olivia Molina seit vielen Jahren unbeirrt ihren Weg, der sie von ihrer (kurzen) Schlagervergangenheit um Lichtjahre entfernt […]

Gounod l´éxotique

  2018 jährt sich der Geburtstag von Charles Gounod, der am 17. Juni 1818 in Paris geboren wurde, zum 200. Mal – Grund für den bei uns so reichlich zitierten Palazetto Bru Zane, im kommenden Jahr drei  seiner Opern zu initiieren und auf CD mitschneiden zu lassen: Le tribut de Zamora, Faust in der Erstversion als Opéra-comique/ mit Dialogen und La Nonne Sanglante (die es […]

Wien – Gera – Wien

  Schon wieder nicht Gera. Wie bereits beim Ullenspiegel von Braunfels, der unlängst auf DVD aus Linz kam, stammt auch die neue cpo-CD von Jaromir Weinbergers Wallenstein nicht von den Bühnen der Stadt Gera, wo sowohl die Oper von Braunfels wie die von Weinberger während der entdeckungsfreudigen Oldag-Intendanz in deutscher Erstaufführung (!!!) 2009 herausgekommen waren. […]

Zum Hundersten: Hanna Ludwig

  Mit Hanna Ludwig, eminente Gesangspädagogin, ehemalige Professorin am Salzburger Mozarteum, berühmte Mezzospranistin und Liedersängerin von Gnaden, habe ich eine geliebte Freundin verloren. Am 10. 1. 1918 wurde sie geboren – und zum Hundertjährigen möchte ich sie noch einmal ehren. Sie starb bereits 2014 (am 10. 3. laut Grabstein auf dem Waldfriedhof im bayerischen Traunstein) , aber […]

IRMGARD HARTMANN-DRESSLER

  Mit Ira (eigentlich Irmgard) Hartmann-Dressler verlor ich 2013 eine langjährige Berliner Freundin, Mentorin und Gesprächspartnerin, deren Tod eine tiefe Lücke in meinem Leben hinterlassen hat. Die vielen Nachmittage in ihrer Berliner Wohnung waren voll mit ebenso weisen wie unterhaltsamen Gesprächen, denen Iras rollendes -r- und Russland-deutscher Akzent besondere und unverwechselbare Erinnerung verleiht. Bei Tee […]