Zum Tode von ...
Bernard Ładysz
Mit Bedauern hörten wir vom Tode des polnischen Bassbaritons Bernard Ładysz, der am 25. Juli in Warschau im hohen Alter von 98 Jahren starb. Ładysz war der Normanno neben Maria Callas in deren zweiter Aufnahme der Lucia di Lammermoor und auch in Deutschland durch seine Auftritte in Berlin und Düsseldorf bekannt. Zudem ist er auf zahlreichen […]
Hollywood´s Golden Times Diva
Olivia de Havilland
Olivia de Havilland starb mit 104 Jahren am 27. 7. 2020. Sie war eine der schönsten Frauen des amerikanischen Films und eine der bezauberndsten Diven Hollywoods. Sie lebte zum Schluss in Paris (seit 1953) und feierte dort 2016 ihren 100. Geburtstag im Kreis ihrer Familie, bzw. der Familie ihres vierten Mannes, Pierre Galante. Nachstehend […]
(Die vergessene Oper 166)
Franz von Suppé: „Il Ritorno del Marinaio“
. Wer im Werkverzeichnis von Franz von Suppé nach einer Oper mit dem Titel Il Ritorno del Marinaio sucht, wird vergeblich etwas finden. Über das Uraufführungsjahr 1885 wird er dann feststellen können, dass es sich um Suppés letzte Oper Die Heimkehr des Matrosen handeln muss, die am Hamburger Stadttheater unter der Direktion des hoch geschätzten […]
(Die vergessene Oper 157)
Massenets „Don César de Bazan“
Opernreisende erinnern sich mit Freuden an die glorreichen Zeite des elegantens Théâtre Imperial im nordfranzösischen Compiegne – was gab es da nicht an unbekannten, wunderbaren Titeln zu sehen: Meyerbeers Dinorah (die Sache mit der Ziege, weit vor der konzertanten Wiedererweckung in Berlin), Halevys Charles VI, Mignon von Thomas (mit der hoffnungsvollen Lucille Vignon, Le […]
Zum Tode von ...
Gabriella Tucci
Mit Bedauern hörten wir vom Tode der italienischen Sopraistin Gabriella Tucci. Eine Hommage an die doch zu sehr im Schatten ihrer Kolleginnen Callas und Tebaldi sowie Olivero stehenden Künstlerin folgt nachstehend. .Im Altern von 90 Jahren starb die italienische Sopranistin Gabriella Tucci am 11. Juli 2020 in Rom, in der Stadt, in der sie am […]
Die vergessene Oper (156)
Reichas „Lenore“
Zum 250. Geburtstag
. Lenore fährt aus dem Schlaf empor. „Bist untreu Wilhelm oder tot?“ Preußen und Österreich haben ihre verlustreiche Schlacht um Prag beendet. Doch der Verlobte kehrt nicht zurück. Er ist gefallen. Die verzweifelte Braut hadert. „Bei Gott ist kein Erbarmen“, ruft sie aus. Was half das Beten? „Kein Sakrament mag Leben den Toten wiedergeben.“ Bei […]
Die vergessene Oper (155)
Ivan Zajc: „Nikola Subic Zrinski“
Oper als Identitätsmarker
. Der italienisch-österreichisch-kroatische Komponist Ivan Zajc (eigentlich Giovanni von/ de Zaytz 1832/ Fiume -1914/ Zagreb) kann als ein weiterer politischer wie künstlerischer Repräsentant der enormen gesellschaftlichen Umwälzungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Europas gelten. Sein Lebenslauf und seine Karriere stehen fast symbolisch für die Auflösung der alten nationalen Ordung und der großen Machtblöcke. […]
Zum Tode von ...
Nicolas Joel
Am 19. Juni 2020 starb der große französische Regisseur Nicolas Joel, von 1990 bis 2009 auch Intendant der Opéra de Toulouse, ein Verlust auch für die internationale Opernszene. Nachstehend bringen wir den Nachruf seines Stammhauses. G. H. C’est avec beaucoup de tristesse que les équipes du Théâtre du Capitole viennent d’apprendre le décès […]
Eine grosse Lyrische: Zum 10. Todestag erinnert Thomas Voigt an die Sängerin
Anneliese Rothenberger
Sie war viel mehr als die „Operetten-Tante“ aus dem ZDF, als die sie oft etwas herablassend abgetan wurde. Nein, sie war eine bedeutende Künstlerin, eine Sängerin, die nicht nur der angeblich so „leichten Muse“ mit hoher Professionalität zum Leben verhalf, sondern die als herausragende Lyrische einen hohen Maßstab setzte, der kaum wieder erreicht worden […]
Giuseppina Grassini
Weltstar und Mätresse der Mächtigen
. Und nun ein längeres Wort zu Giuseppina Grassini, Weltstar und Mätresse der Mächtigen: Laurent Brunner über die Diva, die Napoleon, den Duke of Sussex und Wellington, neben manchen anderen, verführte. 1773 in Varese geboren, fiel die junge Giuseppina Grassini schnell durch ihre musikalische Begabung auf. Ihre Eltern ließen sich dazu überreden, sie nach Mailand […]
(Die vergessene Oper 47)
Offenbachs „Voyage dans la Lune“
Erstmals komplett
. Offenbachs Science-Fiction-Spektakel Le Voyage dans la lune kam 1875 am Théâtre de la Gaîté in Paris heraus – als opulente Raumfahrtrevue in vier Akten und 23 Bildern. Es geht um den Lebemann-Prinz Caprice, der auf der Suche nach neuen Liebesabenteuern zum Mond fliegt (auf Erden hat er schon alle Jagdgebiete durchstreift). Aber auf dem […]
Zum Tode von ...
Claude Heater
Der amerikanische Tenor Claude Heater, der am 28. Mai 2020 im Alter von 92 Jahren starb, gehörte während meines Opernerlebens zu den schönsten Männern auf der Bühne. Er toppte für mich (und viele andere) sogar noch Siegfried Jerusalem (als Lohengrin zum Beispiel) oder Peter Seiffert oder Jonas Kaufmann. Claude Heaters Tristan damals in Hannover (und […]
Zum Tode von ...
Mady Mesplé
Die große Sopranistin Mady Mesplé ist tot: Sie war genauso in Lakmé von Delibes zu Hause wie im zeitgenössischen Repertoire. Die aus Toulouse stammende Sopranistin ist Samstag, den 30. Mai 2020 im Alter von 89 Jahren in Toulouse, der Stadt, in der sie geboren wurde, gestoprben “ Ich bin immer eine langsame Frau und immer […]
(Die vergessene Oper 151)
Sullivan, Cellier & Ford
Victorianisches: "Haddon Hall", "Captain Billy" und "Mr Jericho"
2018 veranstaltete die National Gilbert and Sullivan Opera Company eine professionelle Wiederbelebung von Haddon Hall seit etwa hundert Jahren. Obgleich es bloß zwei Aufführungen gab, die John Groves für ORCA rezensierte, stieß die Produktion auf großes Interesse, allein schon deshalb, weil ein Großteil der Musik Sullivan von seiner besten Seite zeigt. Das nunmehrige Vorhandensein von Aufführungsmaterial […]
Die vergessene Oper (104b)
Lemoynes Oper „Phèdre“ zum Zweiten
nun voll orchestriert beim Palazzetto Bru Zane
. Die Phädra-Vorlage des Eurypides hat neben Racine (den Schiller sogar ins Deutsche übersetzte) auch manche Komponisten inspiriert, so Simone Mayr oder Ildebrando Pizetti (nach D´Annunzio). Und auch Jean-Baptiste Lemoyne, ein Zeitgenosse Cherubinis (etwas jünger), der 1780 seine Phèdre auf die Bühne in Paris brachte. Eine erste „Sparversion“ für eine Aufführung bei Maria-Antoinette zu Hause kam bereits beim Palazzetto […]
