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Spätheimkehrerin

  A little more than two hundred years ago, on March 27, 1819, Gioachino Rossini suffered the greatest failure of his illustrious career when Ermione, a stark tragedy, debuted at the Teatro San Carlo in Naples.  The surrounding details of the fiasco went mysteriously unreported or were suppressed, and today we have no idea why […]

Dekoriertes Bewusstsein, verpasste Chance

  Vor einigen Wochen hat die Altistin Hanna Schwarz in einem Interview in der Staatsoper Hamburg zu Recht dafür plädiert, dass die Oper nicht nur reine „Dekorationsoper“ sein dürfe, sonst verspiele sie ihre gesellschaftliche Relevanz. Sie müsse sich modernen Themen und Ästhetiken öffnen. Beim Hamburger Opernpublikum stieß dies auf deutlich verhaltene Zustimmung; und so ist […]

An American First

  (…) Pacinis  Maria, Regina d’Inghilterra was commissioned by the Prince of Cuto, who had taken over the management of the Teatro Carolino in Palermo.  Pacini wanted a libretto by Salvadore Cammarano, author of Lucia and Trovatore among many others, but Cammarano was too busy, and the choice fell on Maria, which Tarantini had written […]

Berlin: Repertoire, Concerts & Fringe

  Barocktage an der Berliner Staatsoper: Licht und Schatten. Mit der Premiere von Alessandro Scarlattis Oratorium in zwei Teilen  Il Primo Omicidio, das den ersten Mord in der Menschheitsgeschichte schildert, eröffnete die Staatsoper ihre diesjährigen Barocktage. Mit René Jacobs stand ein ausgewiesener Barock-Spezialist am Pult des belgischen B’rock Orchestra, der das Werk bereits 1997 in […]

Gemeinsame Mission

  Normalerweise berichten wir in operalolunge.de – wie es unser Name ja vorgibt – über Stimmen und Opern und Chorwerke, gelegentlich über Lieder und Liedsänger. Ungewöhnlich ist deshalb – für uns – ein Interview mit einem Liedbegleiter, in diesem Fall der Pianist Daniel Beskow, der mit „seinem“ Sänger Johannes Held eine enge künstlerische Symbiose eingegangen ist. […]

Zurück und nun im Original

  In den Jahren 1957 bis 1964 hatte die zeitgenössische Oper einen bedeutenden Platz im Repertoire der Wr. Staatsoper. Zugegeben, es gab keine Uraufführungen, aber viele Werke wurden bald nach ihrer Uraufführung in den Spielplan aufgenommen. So auch Benjamin Brittens Shakespeare-Vertonung. DIe Produktion, die erste einer Brittenoper im Haus am Ring überhaupt, hatte am 18. […]

Oper, Konzerte & Fringe

  Vier Buchstaben L O V E: Asmik Grigorians sensationelle Manon Lescaut. Wie mit einem Flammenwerfer schleudert Asmik Grigorian ihren Sopran in den Saal. Es ist keine wärmende Flamme, doch hell und klar und von solch elementarer Wucht, dass sich viele Details tief eingraben. Und dabei von solch stupender Anverwandlung der von Alex Ollé gezeichneten […]

Schwarzes Märchen

  Man weiß es, hat es in Inszenierungen der letzten Jahre häufig gesehen, liest es aber wieder gerne. In ihrem Aufsatz im Programmheft weist die bedeutende Dvořák-Forscherin Jarmila Gabrielová auf das Umfeld der 1901 in Prag uraufgeführten Rusalka hin, auf Debussys Pelléas et Mélisande ein Jahr später und Janáceks Jenufa von 1904, und beschreibt Rusalkas […]

Träume in Ruinen

  In den Jahren 1957 bis 1964 hatte die zeitgenössische Oper einen bedeutenden Platz im Repertoire der Wr. Staatsoper. Zugegeben, es gab keine Uraufführungen, aber viele Werke wurden bald nach ihrer Uraufführung in den Spielplan aufgenommen. So auch Benjamin Brittens Shakespeare-Vertonung als A Midsummer Night´s Dream. DIe Produktion, die erste einer Brittenoper im Haus am Ring […]

Ärger mit der Erbschaft

  Die Sache Makropoulos ist bekanntlich ein verwickelter Erbschaftsprozess, der sich über mehrere Generationen hinzieht. Am Ende stellt sich heraus, dass die Operndiva Emilia Marty die Prozessgegner Albert Gregor und Jaroslav Prus beide manipuliert hat, weil sie sich brennend für einen Umschlag interessiert, der zu dem strittigen Erbgut gehört – denn der enthält ein Rezept […]

Macht der Verführung

  Hans Werner Henze selbst bezeichnete Die Bassariden als sein „wichtigstes Theaterwerk“. Uraufgeführt wurde die Opera seria mit Intermezzo in einem Akt 1966 im Großen Festspielhaus von Salzburg in einer Inszenierung von Gustaf Rudolf Sellner mit der opulenten Ausstattung von Filippo Sanjust. Bei der Neuinszenierung in der Komischen Oper Berlin, wo das Stück mit Musikdrama […]