Simone Mayr

Opernhafte Marienfrömmigkeit

Das mittelalterliche Reimgebet Stabat Mater setzte sich erst im 18. Jahrhundert als Ausdruck der Marienfrömmigkeit durch, 1727 führte Papst Benedikt XIII. am Freitag nach dem Passionssonntag das Fest der sieben Schmerzen Mariä ein, die Anzahl der Kompositionen stieg an. Pergolesis Stabat Mater aus dem Jahr 1736 wurde populär, Vertonungen gab es bereits zuvor, bspw. von Palestrina und […]

Geistliches von Graziani bis Rossini

  Bonifazio Graziani (1604/05 – 1664) war von 1646 bis zu seinem Tod am „Seminario Romano“ und der dazugehörigen Kirche „Il Gesù“, der Mutterkirche der Jesuiten, als Kapellmeister tätig. Wie in der Renaissance und auch noch im folgenden Frühbarock vielfach üblich, hatte er zugleich ein geistliches Amt inne. Von ihm sind ausschließlich Vokalwerke überliefert, die […]

Instrumentales von Opernkomponisten

Bei Naxos hat eine klangprächtige Aufnahme mit vier Orchestersuiten Nikolai Rimsky-Korsakovs erschienen (Naxos 8.572787), die auf den Opern Snegurotchka (Schneeflöckchen), Sadko, Mlada und seiner letzten Oper Le Coq d’or (Der goldene Hahn) basieren. Gerard Schwarz erzählt damit dramatische Miniaturgeschichte, mal expressiv aufbäumend, dann wieder verspielt und mit volksliedhafter Schlichtheit, stets die Grenze zwischen den spätromantischen […]