Placido Domingo

Wieder mal Tenor

  Nicht leicht macht es die neueste CD Plácido Domingos, sich mit ihr anzufreunden, denn bereits der Titel gibt dem nicht Spanichsprechenden Rätsel auf: Volver nennt sie sich, was, wie ein Blick ins Wörterbuch beweist, „Komm zurück“ bedeutet. Das ist der Titel des letzten, des zwölften Tracks, und auch die restlichen elf geben Rätsel auf, […]

Unersättlich

  Noch eine Bariton-Partie: Längst auf dem Weg in die Hölle wähnt der Zuschauer Macbeth, als dieser, die Hand auf die reichlich blutende Wunde gepresst, noch einmal auf die Bühne wankt und die Arie singt, die Verdi in seiner Bearbeitung der Oper zugunsten des Salve-Chors gestrichen hatte. Nichts umkommen lassen, was irgendwie singbar ist, will offensichtlich […]

Tempi passati

  Beinahe noch nachträglich traurig stimmt die Erinnerung an das Galakonzert zum fünfzigjährigen Berliner Bühnenjubiläum von Plácido Domingo kürzlich in der Staatsoper/Schiller Theater, vergleicht man seine angestrengte Leistung mit der des unbeschwert aus dem Vollen schöpfenden jungen Tenors, der 1975 an Covent Garden einen in jeder Hinsicht strahlenden Riccardo in Verdis Ballo in Maschera an […]

Aus frühen Tagen in Berlin

  Die allererste Studioaufnahme mit Plácido Domingo (ehemals Teldec) gab es 1968, eingespielt in der Kirche des Johannesstifts in Berlin-Spandau mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter dem bereits damals hochversierten italienischen Kapellmeister Nello Santi. Ihm konnte sich der junge Sänger anvertrauen, der damals kurz vor seinem Debüt an der Met als Maurizio di Sassonia […]