Wiener Staatsoper

Blicke auf die Geschichte

  In der Wiener Operngeschichte spielt Moniuszkos Halka, die im Theater an der Wien im Dezember 2019 aufgeführt wurde (Vorstellung 17. 12.) eine nicht unbedeutende Rolle, fand doch in der Volksoper 1926 die deutschsprachige Erstaufführung statt. Fast vierzig Jahre später gab es ebendort im Dezember 1965 in der so facettenreichen Direktionszeit von Albert Moser  eine […]

Zurück und nun im Original

  In den Jahren 1957 bis 1964 hatte die zeitgenössische Oper einen bedeutenden Platz im Repertoire der Wr. Staatsoper. Zugegeben, es gab keine Uraufführungen, aber viele Werke wurden bald nach ihrer Uraufführung in den Spielplan aufgenommen. So auch Benjamin Brittens Shakespeare-Vertonung. DIe Produktion, die erste einer Brittenoper im Haus am Ring überhaupt, hatte am 18. […]

Träume in Ruinen

  In den Jahren 1957 bis 1964 hatte die zeitgenössische Oper einen bedeutenden Platz im Repertoire der Wr. Staatsoper. Zugegeben, es gab keine Uraufführungen, aber viele Werke wurden bald nach ihrer Uraufführung in den Spielplan aufgenommen. So auch Benjamin Brittens Shakespeare-Vertonung als A Midsummer Night´s Dream. DIe Produktion, die erste einer Brittenoper im Haus am Ring […]

Wiener Block

  150 Jahre ist sie nun alt, unsere Wiener Staatsoper am Ring. Hatte man 1969 das Hundertjahr-Jubiläum zwar mit einer glanzvollen Ausstellung in der Hofburg, aber ohne festliche Premiere, sondern mit einem Überblick über das damals aktuelle Repertoire gefeiert, so gibt es heuer am Jubiläumstag selbst die Premiere eines Werkes, das in diesem Jahr selbst […]

Belcanto – aber nicht nur

  Einen gewichtigen Band zur Feier des 150jährigen Bestehens der Wiener Staatsoper mit ebenso vielen Starfotos gibt es unter dem etwas irreführenden Titel Belcanto zu bestaunen. Nachdem bereits alle anderen Berufe vom Regisseur bis zum Souffleur gewürdigt worden waren, werden nun die Sänger geehrt, wobei maßgebend weniger die Häufigkeit ihres Auftretens am Ring gewesen ist […]

Wo bleibt… Orest?

  Es war ein spezielles Anliegen von Direktor Meyer im Jubiläumsjahr des Hauses am Ring zwei Uraufführungen am Spielplan zu haben. Die ddrei Weiden von Johannes M. Staud fand programmgemäss statt, aber das zweite Werk, eine neue Oper von Krzyzstof Penderecky, wurde nicht rechtzeitig fertig. Da man aber unbedingt ein zweites zeitgenössisches Werk bringen wollte, entschloss man […]

„Ah, si la liberté…“

  In Fortsetzung seines Zyklus von Opern aus der Zeit vor Mozart stellt Direktor Meyer nach Händels Alcina (2010) und Glucks Alceste (2012) nun neuerlich eine Gluck-Oper, nämlich Armide, zur Diskussion. Ich habe es schon anlässlich meiner Anmerkungen zum Spielplan dieser Saison festgehalten, dass ich nicht ganz verstehe, warum man sich wieder für ein Werk […]

Unverkennbar vom ersten Ton an

Die Karriere vor der Karriere ist für mich das spannendste Kapitel in der künstlerischen Biographie von Christa Ludwig, die sich über fast ein halbes Jahrhundert erstreckt. Noch vor ihrem Engagement an das Mutterhaus des Gesangs, die Wiener Staatsoper, ließ sie in Frankfurt, Darmstadt und Hannover aufhorchen, so dass sie für etliche Operneinspielungen beim Rundfunk herangezogen […]

Vom Volksgesang zu Wagner

Großgewachsen ist sie, blond und schön – beim ersten Treffen auf der Geburtstagsfeier von Freunden in Berlin fallen einem sofort diese Merkmale von Edith Haller auf, auch ihre interessante, erotisch-dunkle Sprechstimme, das ansteckende Lachen, die bewegliche Mimik und natürlich die Hände in der Luft. Aber angesichts von Statur und blonden Haaren denke nicht nur ich […]