Gerhahers Lieblingswerk

Eigentlich lag die Doppel-CD mit Schumanns Szenen aus Goethes Faust noch ziemlich weit unten im Stapel der zu rezensierenden DVDs und CDs, aber das wiederholte Loblied auf das Werk in Christian Gerhahers Buch (s. Rezension in operalounge.de) muss einfach in jedem Leser den Wunsch wecken, sich näher mit der späten und nicht so recht anerkannten Arbeit des Komponisten zu beschäftigen, umso mehr als die Aufnahme mit Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Daniel

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Harding den Bariton in der Titelpartie verzeichnet.

Trotz der manchmal kritisierten „dicken“ Instrumentierung gelingt es dem Dirigenten, einen durchsichtigen Klang zu erzeugen, umspielt das Orchester zart Gretchens Gesang, gelingt das Vorspiel zur Arie des Ariel wunderschön schwebend. Bedürfte es einer Ehrenrettung für die FaustSzenen, dann gelingt sie, was das Orchester betrifft, Daniel Harding vortrefflich. Der Chor, zu dem sich der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben im letzten der drei Teile gesellt, kann seine Klangfarben erstaunlich ändern, je nachdem ob er Lemuren gespenstisch oder als Chorus Mysticus in ätherischer Feierlichkeit zu singen hat. Bei „der Zeiger fällt…“ sieht man vor dem inneren Auge das Geschehen.

Auch die Solisten lassen keinerlei Wunsch offen. An ihrer Spitze steht Christian Gerhaher als Faust, Pater Seraphicus und Doctor Marianus. Zärtlich drängend und dabei die Intimität der Szene wahrend singt der wunderschön timbrierte Bariton die Gartenszene aus Faust I, die Diktion des Liedsängers bewährt sich auch hier durch ihre Klarheit, sinnvoll entwickelt wird „Des Lebens Pulse…“ unter besonderer Hervorhebung von „am farbigen Abglanz“. Die besondere Kunst des Sängers besteht darin, dass die Stimme sich auf die jeweilige Situation und die Entwicklung der Figur einzustellen weiß, ihr dabei aber im Grundton treu bleibt. Wie grauer Schleier legt es sich nach der Erblindung Fausts auf die Stimme, seherisch klingt „Ein Sumpf zieht am Gebirge hin..“, um sich noch zu steigern auf „Solch ein Gewimmel möchte‘ ich sehn“ in zunehmender Vergeistigung. Für den Pater Seraphicus hat der Bariton beschwingtere Töne, als Marianus klingt er wie von Erdenlast befreit.

Gretchen im Dies- und Jenseits ist Christiane Karg mit klarer, reiner Sopranstimme, sanft und im dritten Teil mit schönem Jubelton. Bewährt stilvollsingt Alastair Miles den Mephistopheles, der nicht nur in „Ihn sättigt keine Lust“, zeigt, wie man eine schöne Stimme hässlich erscheinen lassen kann. Einen feinen lyrischen Tenor besitzt Andrew Staples für Ariel, den Pater Ecstaticus und kleinere Aufgaben, bei Letzterem lässt er den frommen Rausch hörbar werden. Das „Ewig-Weibliche“ verkörpert am besten Bernarda Fink mit kultiviertem Mezzo. Kurt Rydl ist der markante Pater Profundus, der seinem Namen Ehre macht. Mari Eriksmoens Sopran ist für Marthe und Sorge zu frisch mädchenhaft, passt viel besser zum Jüngeren Engel. Vor allem der dritte Teil der Szenen, aus Faust II stammend, macht die Begeisterung des Faust-Interpreten für das Werk nachvollziehbar (BR Klassik 900 122).

Ingrid Wanja