Julian Prégardien

Update mit der Gegenwart

  Nanu! Seit wann besteht die Winterreise von Franz Schubert denn aus fünfundzwanzig einzelnen Nummern? Im Original sind es doch nur vierundzwanzig. Genau hingesehen – und hingehört, wird das erste Lied „Gute Nacht“ zunächst instrumental vorgetragen, ganz zum Schluss dann gesungen wiederholt. Der Kanadier Philippe Sly legt bei Analekta (AN 2 9138) eine Adaption für […]

Geheimnisvolle Klapphüllen

  Höchst geheimnisvoll wirken die drei weißen Klapphüllen aus Pappe. Nur etwas für Eingeweihte. Ein grün und grau verschlungenes Ornament in einem Viereck. Darunter „P. Rhéi“. Ein paar grün hervorgehobene Begriffe, „Inspiration“, „Interpretation“ und „Imagination“. Ein Rätsel. Ach so, „panta rhei“, „alles fließt“, doch weshalb der spielerische Akzent auf „é“? Der wiederum führt vom Altgriechischen […]

Schubertiaden und Salon-Kultur

Wortwörtlich von einer Schubertiade berichtete bereits 1826 ein Student in seinem Tagebuch und schrieb u.a. „Nachdem das Musizieren aus ist, wird herrlich schnabelliert und dann gettanzt„. Eine Schubertiade war ein geselliges Beisammensein, Freiheit in kleinem Kreis in Zeiten Metternichs und der restaurativen Kontrolle und Überwachung. Freundschaft und Herzensbildung angesichts öffentlicher Erstarrung und restriktivem Staatsapparat. Eine […]