Wiederverwertung

 

Eigentlich kommt dem Zauberer Merlin der Begriff L’Enchanteur zu, aber Roberto Alagna und dessen Doppel-CD mit Aufnahmen aus dem Programm der verblichenen EMI (dank der Übernahme durch Warner) vor allem aus den Neunzigern möchte man ihn nicht absprechen, konnten doch seine Stimme und sein Gesang den Hörer durchaus verzaubern. Das heute strapazierte, damals betörende Timbre und die jugendliche Ausstrahlung (wie das rührende Jugendfoto des Covers zeigt), die auf den ersten beiden Tracks seinen Bohème-Rodolfo auszeichnen, dazu der strahlende Spitzenton, machen „Che gelida manina“ zu einem reinen Hörgenuss. Vollkommen wird dieser im Schluss des ersten Akts durch den lieblichen, mädchenhaften Sopran von Leontina Vaduva, häufige Partnerin, bevor Angela Gheorghiu in Leben und Karriere des Tenors eintrat und somit in den weiteren Duetten der CDs zu hören ist. Dass der Tenor am Schluss nach unten singt, ist wegen der Qualität des C des Soprans besonders schön.

Es geht weiter mit Puccini und seiner Fast-Operette La Rondine, bereits mit La Gheorghiu und dem Tenor üppig schwelgend, in Le Villi dazu noch mit dem notwendigen Peng für den Auch-Rodolfo auftrumpfend. Schwungvoll und strahlend präsentiert sich die Stimme auch in der Arie des Rinuccio, ehe es zu Verdi übergeht, dessen Trovatore-Manrico in der Höhe nicht mehr ganz so frei klingt, der aber mit einem schönen Decrescendo aufwartet. Die Stretta offenbart eine etwas verquollen wirkende Mittellage, versöhnt aber mit einer Endlos-Höhe.

Die interessantesten Tracks sind die der französischen Fassungen von meistens italienisch gesungenen Opern, so die Auszüge aus Lucie de Lammermoor mit einer fragilen Natalie Dessay, in denen Alagna eine wahrhaft stupende voix mixte hören lässt, die beiden Stimmen einander zart umranken und eine umwerfende Kadenz das Duett krönt. Die Schlussszene endet effektvoller, als aus der gängigen italienischen Fassung bekannt, was der Tenor hörbar auskostet.

Man hätte ihm ein langes Verbleiben im Fach Nemorino und Co. gewünscht, so schön klingt dessen „furtiva lagrima“, gemeinsam mit Angela Gheorghiu wird das Brindisi aus Traviata gesungen, und mit Auszügen aus der fünfaktigen Fassung des Don Carlos schließt die erste CD und ist eine Wonne für Freunde der Klage um Posa, hier mit van Dam, während Hampson im Freundschaftsduett zu erleben ist.

Fast ausschließlich französisch geht es auf der zweiten CD weiter mit Gounods Roméo, für den die Stimme ideal war, zur Seite steht Alagna mit der Gheorghiu eine ziemlich erweckte Juliette, er zeigt sich empfindsam und mit feinem, rundem Spitzenton, leidenschaftlich verbringt das Paar die Nuit d’hyménée, und auch den Szenen aus Manon merkt man an, dass zwischen den beiden Sängern „etwas läuft“, nachdem Manons Des Grieux sich träumerisch-melancholisch mit ätherischem Ton seiner Einsamkeit bewusst geworden ist. War es der Wunsch der Gheorghiu, dem Tenor nicht von der Seite zu

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weichen, der sie ins Mezzofach mit Werthers-Charlotte und Carmen führte? Die dunkle Mittellage macht’s möglich, aber als Carmen bleibt sie blässlich im Vergleich zur Leidenschaft, mit der Werther und José sich äußern. Man hörte allerdings schon raffiniertere Blumenarien, besonders am Schluss derselben.

Für geistliche Musik wie Berlioz, Verdi Puccini findet Alagna einen durchaus keuschen Ton, hat im Ingemisco ein besonders feines Piano und viel Agogik für „statuens…“. Frech und frisch wird es in der Belle Hélène, nicht so sehr sein Ding scheint Bernsteins Musical zu sein.

Wechselnde Orchester und Dirigenten, häufig Pappano, aber auch der unvergessliche Viotti, begleiten den Sänger, der immer gut, unwiderstehlich aber auf der zweiten CD ist (Warner Classics 0825646390229). Ingrid Wanja