Kleopatra in Jütland

 

Natürlich gibt es viele  dänische Komponisten, und natürlich werden nun Kenner die Hände heben und aufschreien. Aber wirklich bekannt sind dänische Tonsetzer im Ausland nicht wirklich, wenngleich viele in Berlin oder Leipzig ausgebildet wurden. Ja, es gibt natürlich Niels Wilhelm Gade (1817–1890), Paul von Klenau (1883–1946), Carl Nielsen (1865–1931), Johann Adolf Scheibe (1708–1776), August Winding (1835–1899), Friedrich Kuhlau (1786–1832), Rued Langgaard (1893–1952), Poul Ruders (* 1949) und manche mehr, aber außer Nielsen und Gade – wage ich zu behaupten – sind die anderen nicht wirkliche Renner in den Opern- und Konzerthäusern der Welt und in Deutschland schon gar nicht. Das mag an manchem liegen, aber im Bereich der Oper und der Vokalmusik vor allem an der Sprache, die nur von Dänen beherrscht wird und die für Nicht-Dänen (und mich) eher wie Portugiesisch klingt, mit ihren sprachlichen Verkürzungen sich auch dem nicht-dänischen Ohr entzieht. Dazu kommt, dass Dänen und Deutsche nicht wirklich eine tiefe Freundschaft verbindet, was seine vielfältigen Gründe in der Vergangenheit beider Länder hat. Anders als die übrigen Angrenzer ist uns Dänemark zwar ein beliebtes Ausflugs- und Ferienziel, aber als Kultur und eigentliches Volk doch fremd geblieben, denke ich.

Dennoch. August Emil Enna ist einer der interessanten Komponisten aus unserem nördlichen Nachbarland, absolut unbekannt bei uns wie viele seiner Kollegen, und nur die verdienstvolle Firma cpo hat einige CDs mit seinen Werken herausgegeben. An Opern gibt es das Mädchen mit den Schwefelhölzern nach Andersen auf CD. Das ist nicht viel. Aber: Im März 2019 gab das Opernhaus von Aarhus die große Oper Kleopatra von 1898, die auch in Dänemark tournierte, so am 12. März 2019 auch in Kopenhagen. samuel Zinsli berichtet.  Sozusagen in Ergänzung dazu stellt Knud Tomerup ein soeben erschienenes Buch über den Komponisten vor (nur in dänischer Sprache, was die Verbreitung enorm einschränkt (Produktionsfotos Kåre Viemose for Den Jyske Opera). G. H.

 

August Ennas beinahe völlig vergessene Kleopatra von 1894, das op.6 des dänischen Komponisten mit sizilianischen Wurzeln (sein Großvater ist tatsächlich aus der gleichnamigen Stadt eingewandert), zeigt Den Jyske Opera Aarhus in einer Dänemarktournee, darunter am 12.3. in Kopenhagen (in anderer Besetzung auch noch am 13.3.) – nicht im prestigeträchtigen Neubau, sondern im traditionell schmucken königlichen Theater aus dem 19. Jahrhundert. Das interessierte mich als Altertums- und Musikwissenschaftler natürlich gleich doppelt. Mit nichtdänischsprachigem Tourismus war offenbar nicht gerechnet worden, denn es gab nur (immerhin umsonst) ein achtseitiges Faltblatt mit der Besetzungsliste und einer Handlungszusammenfassung in drei Sätzen (die nun auch auf Englisch), keine Biographien oder wenigstens Portraits, nach denen man die Personen hätte identifizieren können. Dafür das Saisonprogramm der Jyske Opera für 2019/20. Je nun, ich hangelte mich mit meiner auch germanischen Muttersprache durch die dänischen Übertitel des (natürlich und richtigerweise) dänisch gesungenen Stücks.

Das Personenverzeichnis lehrt gleich, dass wir nicht allzu nah bei Shakespeare oder antiken Quellen sind – keine Römer, keine Brüder oder Kinder Kleopatras. Die einzigen historisch belegten Charaktere neben der Königin sind ihre Dienerinnen Charmion und Iras, die sich zuletzt mit ihr zusammen per Schlangenbiss den Tod gegeben haben.

Ennas Oper „Kleopatra“ an der Jütländischen Oper/ Szene/Kåre Viemose for Den Jyske Opera

Dazu kommt Harmaki, Charmions Geliebter und insgeheim der letzte Nachkomme der einheimischen Pharaonen (Kleopatra war Makedonin, Nachfahrin von Alexanders General Ptolemaios, so weit, so richtig) – wohl nach dem Gott Harmachis benannt, den u.a. die große Sphinx von Gizeh darstellt. Sein (da Bariton wohl älterer) Freund/Mentor Sepa (ein Priester? Jedenfalls nennen ihn Harmaki und Charmion auch Vater) erinnert ihn zu Beginn der Oper daran, wer er ist und dass Ägypten unter Kleopatra nur ein Satellitenstaat Roms sei – von dieser Bevormundung müssten sie sich befreien (nebenbei bemerkt: Ägypten befand sich zur Zeit der Uraufführung seit 12 Jahren unter Besetzung durch die Briten, die der Khedive Taufik bei inneren Unruhen zu Hilfe gerufen hatte), Harmaki solle, von Charmion bei Hof eingeführt, Kleopatra töten und seinen angestammten Thron besteigen. Ein Männerchor ermutigt ihn zusätzlich.

Im 2. Akt wird der Plan in Gang gesetzt. Charmion stellt Harmaki als Sterndeuter vor, und er macht seine Sache gut (wobei er allerdings als Test einen Traum Kleopatras deuten muss, keine Sterne). Die Königin ist begeistert und nimmt ihn am Hof auf. Pause.

Zu Beginn des 3. Aktes will Charmion von Harmaki wissen, warum er noch nicht zur Tat geschritten ist, und stellt ihm ein Ultimatum: Am nächsten Abend, um Mitternacht während einem Fest, das Kleopatra gibt, müsse sie sterben. Da erscheint diese höchstselbst in Harmakis Gemächern, der gerade noch rechtzeitig Charmion wegschicken kann. Glaubt er. Stattdessen versteckt sie sich und erfährt, dass er sich in die Königin verliebt hat. Sie stellt ihn nach deren Abgang noch einmal zur Rede, als Liebende und als Patriotin zutiefst enttäuscht und verletzt. Vergebens.

Ennas Oper „Kleopatra“ an der Jütländischen Oper/ Szene/Kåre Viemose for Den Jyske Opera

Im 4. Akt findet das besagte Fest statt, auf dessen Höhepunkt sich Charmion voller Wut an Kleopatra wendet und Harmaki als Verräter und Meuchelmörder denunziert (natürlich ohne ihre Beteiligung an dem Komplott zu erwähnen). Kleopatra lässt den „Sterndeuter“ herbeirufen und wiegt ihn zuerst mit einer nocturneartigen Arie in Sicherheit, dann lässt sie Sepa und sein Gefolge als Gefangene herbeiführen und verurteilt sie alle zum Tode. Am Ende einer heftigen Szene, die sie Harmaki nun macht, gewährt sie ihm eine letzte Gunst – er dürfe sich mit seinem Dolch selber umbringen. Nach dem Abgang der Königin begreift Charmion erst, was sie angerichtet hat – zu spät, Harmaki ersticht sich und lässt ihr das letzte, verzweifelte Wort der Oper.

Die Musik erinnert natürlich oft an Wagner (für meine Ohren vor allem an Tannhäuser und den Klingsorakt aus Parsifal); öfter als bei jenem besitzt sie aber auch periodische Strukturen und erinnert u.a. dadurch auch an Verdi. Der 1. Akt steht v.a. in den Chorteilen in der Tradition der Ptahtempelszene aus Aida, und in den insgesamt sehr dezenten Orientalismen steht Kleopatra dieser Oper m.E. näher als etwa einem Igor, Samson et Dalila oder gar Salome, besonders in der Ballettmusik, die den 4. Akt eröffnet. Teile wie die Liebesduette und Kleopatras Soli, v.a. das von Harfen eingeleitete Nocturne, weisen aber deutlich über die beiden reizvoll amalgamierten Giganten hinaus (auch die Harmonik geht oft weiter) – Orchestrierung und Melodik lassen da auch an Lehár oder Puccini denken. Enna weiß mit seinen einprägsamen Leitmotiven dramaturgisch gekonnt umzugehen; bei seiner schwungvollen, geschmeidigen Melodik und den manchmal schnellen, durch orchestrale Timbrewechsel gestalteten Umschwüngen drängte sich mir immer wieder auch der Vergleich mit der – allerdings 7 Jahre jüngeren – dvořákschen Rusalka auf.

Enna hat da drei anspruchsvolle und lange Hauptpartien geschrieben. Da sich die Anzahl Personen und das Maß an wirklicher Handlung in Grenzen halten, ruht das Stück nebst politischer Garnitur ganz auf der Dreiecksgeschichte. Charmion und Kleopatra sind auch für Besetzungsbüros eine Herausforderung – es braucht zwei jugendlich-dramatische Soprane, die beide eine vokale Bandbreite von filigraner Sinnlichkeit bis zu flammenden Ausbrüchen mit langem Atem besitzen. Also im Grunde zweimal Salome. Und die Jyske Opera kann damit aufwarten (etwa gar in beiden Besetzungen?). Noch dazu unterscheiden sich die Stimmen angemessen: Tanja Kuhn (Charmion) ficht mit etwas schlankerer, silbernerer Klinge (etwas dünner in der unteren Mittellage), Stefania Dovhan mit etwas großzügigerer, runderer Tongebung (dafür gelegentlich leichten Intonationstrübungen), und beide besitzen ein jugendliches Strahlen im Timbre, das Harmakis Hin- und Hergerissenheit verständlich macht. Noch dazu stehen sie einander szenisch nicht nach, zwei starke junge Frauen, überzeugend in jedem Moment. Charmion-Kuhn ist die gradlinigere, ernstere, Dovhan-Kleopatra spielt z.B. die Doppelbödigkeit des Nocturnes – vermeintlich verliebte Verführerin, die genau weiß, dass sie Harmakis Verderben vorbereitet – beklemmend aus.

Das Objekt ihres Begehrens ist an diesem Abend leider nicht nur charakterlich schwächer. Auch Christian Juslin steht seine Partie unangefochten durch, was nicht unterschätzt werden soll. Er trifft den erforderlichen heldischen Gestus mit imposanter Stimme und durchaus auch mit metallischer Rundung zweifellos, aber das schien mir durch permanentes Pressen erkauft, wodurch die Intonation bei längeren Tönen oft instabil wurde. Dafür, dass er viel eher nach nordischem Wagnerheld aussieht als nach ägyptischem Adligem, kann er nichts, er tut aber auch darstellerisch kein bisschen was zum Ausgleich. Mimik konnte ich keine ausmachen, und  er bewegt sich steif, als hätte er zu viele Muskeln (oder Muskelkater?) dafür. Wenn er in der zweiten Auseinandersetzung mit Charmion Stühle umwirft und sie bespuckt, geschieht das weniger als nur halbherzig.

Thomas Christian Sigh steuert einen glaubwürdigen Sepa mit manchmal etwas schepperndem, aber ausdrucksvollem Bariton bei, Jens Bové lässt bei den zwei Sätzen des Schafra einen klangvollen Bass hören. Den Moment, wo Kirsten Grønfeldt als Iras gesungen hat, muss ich verpasst haben.

Auf die (später komponierte) Ouvertüre wurde in der Aufführung übrigens verzichtet, schade, aber insofern verschmerzbar, als sie als einzige Nummer auf CD bei cpo vorliegt (zusammen mit dem Violinkonzert).

Ennas Oper „Kleopatra“ an der Jütländischen Oper/ Szene/Kåre Viemose for Den Jyske Opera

Ben Baur, Regisseur und Bühnenbildner in einer Person, hat einen für alle vier Akte dienenden halbrunden Raum geschaffen (man muss auch an die Tournéefähigkeit denken), der (wie weitestgehend auch die Kostüme von Uta Meenen) kaum ägyptische Assoziationen weckt (den Pfeiler vorne links vielleicht ausgenommen) und im Palast nicht repräsentativer wirkt als bei Sepa im Untergrund. Muss ja auch nicht sein. Er erzählt die Geschichte darin gradlinig, die Charaktere sind sauber ausgearbeitet – gewiss besonders passend für ein Stück, das niemand im Publikum schon gesehen haben dürfte. Dass Charmion, Harmaki und Sepa sich beim Verschwören gegen Kleopatra alle an Sepas Stab halten, dürfte eine augenzwinkernde Anspielung auf Hagens Speer sein. Auffälligste Zugabe ist eine stumme Rolle, ein junger Sklave (ausgezeichnet Johannes Brüssau), der im 2. Akt leichtbekleidet Kleopatra begleitet, zu Beginn des 3. nackt (ein Raunen geht durchs Publikum) und, wie erst sichtbar wird, als er sich umdreht, gefoltert und geblendet in Harmakis Gemach steht. Zur Ballettmusik des 4. sind nur er und Kleopatra auf der Bühne, der einst schöne Sklave gebrochen und vorzeitig gealtert, der zur Musik immer heftigere schmerzliche Zuckungen erleidet, bis Kleopatra ihn zum Schlussakkord tötet.

Tecwyn Evans hat den Chor der Jyske Opera einstudiert, der tapfer und erfolgreich dem spätromantischen Orchester trotzt; in Kopenhagen spielt die Copenhagen Phil unter Joachim Gustafsson Ennas Oper, als wäre sie ein dankbares Repertoirestück, mit einer Klangpracht und Elastizität, die die mitreißende und einfallsreiche Partitur höchst beredt umsetzt.

Das ist ein überaus geglückter Auftakt für die Reihe mit dänischen Opern der Jyske Opera, in der im August 2019 als nächstes Paul von Klenaus Michael Kohlhaas folgt – und wenn dann ein bisschen auch an die ausländischen Gäste gedacht wird, reist man gleich nochmal so gern an. Samuel Zinsli

 

Ein paar Worte noch einmal zum Komponisten: August Emil Enna (* 13. Mai 1859 in Naskov; † 3. August 1939 in Kopenhagen) war ein dänischer  Musiker und Komponist.. Der Großvater, ein gebürtiger Italiener (vielleicht aus Enna in Sizilien), war nach den napoleonischen Kriegen (wo er als Soldat diente) mit seiner in Deutschland geborenen Frau nach Dänemark ausgewandert. August Enna wurde geboren in Nakskov auf Lolland, wo sein Vater Schuhmacher war. Die Familie zog 1870 nach Kopenhagen, wo Enna Schuhmacher-Lehrling wurde und Musikunterricht bekam (Violine, Klavier und Theorie; mit Christian Schiørring als Geigenlehrer und Organist Peter Rasmussen für die Theorie). Er wurde Geiger und trat in Finnland und Schweden auf. Im Jahre 1883 kehrte er nach Dänemark zurück, um Musikdirektor an ‚Werners Theatre Company‘ zu werden, einem reisenden Tourneetheater. 1884 komponierte er seine erste Oper, Agleia, einige Klavierstücke und Instrumentalwerke, und im Jahre 1886 eine Symphonie (in c-Moll), die das Interesse von Niels Gade erregte. 1890 / 91 war er Dirigent am Theater Dagmar in Kopenhagen. Danach lebte er vom Komponieren und von kürzeren Engagements; in seinen letzten Jahren war er arm. 1908 wurde er Titularprofessor.

1892 wurde seine bahnbrechende Arbeit, die Oper ‚The Witch‘ uraufgeführt. Dann hatte er großen Erfolg mit weiteren Opern, darunter Cleopatra (1893), The Little Match Girl (1897), Gloria Arsena (1917) und Komiker (1920). Mehrere von ihnen wurden an verschiedenen europäischen Bühnen aufgeführt, so zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Weimar, Magdeburg und Köln. Er war ein Ritter des Dannebrog-Ordens. Begraben wurde er in Frederiksberg auf dem alten Friedhof.

Er schrieb in einem hohen romantischen Stil, der lange aus der Mode war, als er 1939 fast vergessen starb. Sein einziges öfter aufgeführtes Stück ist wohl die Ouvertüre zu ‚Das Mädchen mit den Schwefelhölzern‘, einer einaktigen Oper, die nur etwas mehr als eine halbe Stunde dauert. Seine Musik ist von Wagner und Verdi sowie von der dänischen romantischen Tradition inspiriert. Enna hatte einen guten Sinn für Theater-Instrumente, hatte eine feine melodische Ader und beherrschte die Kunst der Orchestrierung. Einige seiner Werke sind auf die kleinen dänischen Provinz-Theater mit begrenzten Ressourcen zugeschnitten. Nach dem Ersten Weltkrieg war Ennas Zeit als erfolgreicher Komponist vorbei. In seiner Zeit gehörte er zu den international meistgespielten Opernkomponisten.

Neben Opern- und Theatermusik schrieb Enna ein Violinkonzert (Uraufführung in der Carnegie Hall in New York), zwei Sinfonien, andere Orchestermusik sowie Lieder und kleine Klavierstücke. Nur wenige seiner Werke sind auf CD erhältlich. Das Klassik-Label CPO veröffentlichte einige  CDs mit Werken des Komponisten, darunter die Opern Das Mädchen mit den Schwefelhölzern und Heisse Liebe. (Quelle Wikipedia)

 

Unser Freund und Leser Knud Tomerup stellt im Folgenden die Neuveröffentlichung einer Enna-Biographie von Steen Christian Steensen vor, natürlich gibt´s die nur in dänischer Sprache und zeigt einmal mehr die Fremdheit zwischen den Nachbarn, bedingt durch die Fremdheit der Sprache gegenüber den Nachbarländern. Knud Tomerup schreibt:  “Hot as an Italian and naughty as a shoemaker boy” A book has been published on the Danish opera composer August Enna (1859-1939), who from 1892 and the following 20-30 years achieved much more success with his more than 10 operas than any other Danish composer sooner or later. A success that was actually even bigger in Europe than on the domestic scene. But gradually the interest ebbed out, and few people know anything about Enna today.

The book is written by music writer and lecturer Steen Christian Steensen, who is MA in music science and art history and has written several books, among others a Carl Nielsen biography. It is very well written and tells entertainingly about Enna’s life and his operas, but also about his relationship and acting towards other people.
Enna’s grandfather came from the town of Enna in Sicily and his father established himself as a shoemaker, first on the island of Lolland and later in Copenhagen. From this came the above-mentioned statement about his temperament, which is described by the author as follows: Stubborn, devious and moody, but also charming, charismatic and passionate.

In the beginning, Enna’s career did remind of some other young opera composers life before their first success and they got established. He was not self-taught, but with limited schooling, though he eventually received training in violin at a well-known chapel musician and in theory at an organist. He for years nourished himself as a musician in entertainments orchestras, in small theaters and the likes, even in Finland and Sweden, while composing small orchestral works.

In 1888, however, he received a considerable scholarship which allowed him to concentrate on composing, and in 1892, the breakthrough came with the opera Heksen (The Witch) in four acts, which became a tremendous success, also abroad. After a few years came the next success: Cleopatra, which also was performed on many foreign scenes, e.g. 50 performances in Amsterdam in 1897. In Germany, in particular, Den lille pige med svovlstikkerne (The Little Match Girl) after the fairytale by H.C. Andersen later on got great success. Enna had from childhood been very fond of H.C. Andersen, and a whole chapter in the book deals with the poet’s influence on Enna, which also resulted in the opera Prinsessen på Ærten (The Princess on the Pea), the ballet Hyrdinden og Skorstensfejeren (The Shepherdess and the Chimney-Sweep) and the vocal work Mutterliebe.

Ennas Oper „Kleopatra“ in Aarhus: Regisseur Ben Bauer und Kostümbildnerin Uta Meenen im Gespräch/ Trailer Jyske Opera

The author points out that Enna’s music is in no way special Nordic in its style, but is characterized by the international inspiration that he got on his travels around Europe, among other things when his operas were to be staged somewhere. He was, like so many others, influenced by Wagner, but was then very fascinated by Strauss. On the other hand, he did not have much left over for Puccini and the verismo composers in Italy, although his music certainly also shows their influence. His works, which were not only operas, but also operettas, ballets and various forms of orchestral music, were thus not in the national and romantic style, which at that time prevailed in Denmark. That fact in conjunction with his temperament has probably been the reason, that, especially with contemporary artists, writers and composers, he lost a great deal of domestic support. It probably had meaning too, that he first began to renew himself rather late.
Besides the predicate of being temperamental, it has also been said over the years that he became an increasingly bitter man over time, among other things because the slightly younger Carl Nielsen with his cool Nordic music won more hearing.
The author has largely based his book on letters, interviews, reviews and newspaper articles, as well as listening to the somewhat sparse music that is recorded, reading of notes and texts, primarily for his operas. Against this background the author tries to give us a more nuanced picture of Enna and his music. And he succeeds.

The book thus states that admittedly he and Carl Nielsen were competitors and disagreed in many ways, but they could also circumvent professionally. Thus, Carl Nielsen conducted the premiere of Enna’s Nattergalen (The Nightingale) in 1912.

In the book refers from an interview in the newspaper Berlingske Tidende on May 2, 1934, on the occasion of the composer’s forthcoming 75th birthday. Here, Enna is still ready to hand over some attacks against the Danish music life in general and certain people in particular. The interview’s headline is: „I have so many enemies that I cannot overcome to greet them all!“ But one also experiences a more accessible and subdued man with a glimpse of the eye.
The author writes in the preface that the book of 143 pages does not appear to be complete and exhaustive, but he should like to inspire an increased interest in this rare personality in Danish music life. It could happen, but since the book is hardly translated into German or English, it will probably be an influence in Denmark only.

However, it is reported that the Danish company Dacapo will record and publish Kleopatra when this opera very surprisingly comes to the program at Den Jyske Opera in Aarhus next March. In a press release, the music is described as „immensely beautiful“! If this setup of Kleopatra becomes a success, it will hopefully be a new step towards a rediscovery of August Enna also out in Europe.
By the way, complete recordings exist of the operas Heisse Liebe (CPO 777 250-2) and The Little Match Girl (CPO 999 595-2). On the same label you also find his violin concert and Symphony no. 2 and more. Knud Tommerup