Dietrich Fischer-Dieskau

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Zur neuen Box mit 107 CDs schreibt die DG den nachstehenden Presse-Text, eine Rezension der Monumentalausgabe folgt zeitnah!

»Musik und Gedicht, sie haben einen gemeinsamen Bereich, aus dem sie schöpfen und in dem sie wirken, die Landschaft der Seele. Sie sind mächtig, Geahntes und Gefühltes in gedankliche Formen zu bringen, in eine Sprache umzusetzen, die keine andere Kunstform sagbar machen kann. Die magische Kraft, welche der Musik wie dem poetischen Wort innewohnt, ist imstande, uns unaufhörlich zu verwandeln.«
Am 18. Mai 2022 jährt sich der Todestag von Dietrich Fischer-Dieskau zum 10. Mal, jenes Sängers, den Leonard Bernstein einmal den „bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts“ genannt hat. Er hat sich in allen Bereichen des klassischen Repertoires hervorgetan – und doch ist es vor allem das Lied, mit dem er Maßstäbe setzte und unvergessen bleiben wird. Er entdeckte in Musik und Gedicht einen gemeinsamen poetischen Grund, „eine Landschaft der Seele“ – und er sah es als seine Lebensaufgabe an, diese künstlerische Synthese im Lied ins Werk zu setzen und ihr eine – seine Stimme zu verleihen.

In dieser 107 CDs umfassenden Box erscheint erstmals gesammelt Dietrich Fischer-Dieskaus gesamtes Liedschaffen bei DG, Philips und Decca. Über 50 Jahre Aufnahmegeschichte von 1949 bis 2003 bietet die Möglichkeit, die Entwicklung dieser epochalen Stimme über seine ganze, lange Karriere nachzuverfolgen – allein vier unterschiedliche „Winterreisen“ gestatten einen faszinierenden Vergleich. Enthalten sind neben dem fast vollständigen Liedschaffen von Schubert, Schumann, Brahms, Wolf, Liszt und Strauss für Männerstimme auch weniger geläufiges oder zeitgenössisches Repertoire – dazu Duette, Vokalensembles, Sinfonisches, Melodramen und bisher unveröffentlichte Aufnahmen. Das Porträt wird abgerundet durch ein Audio-Dokument „Aus meinem Leben“, ein ausführliches Interview auf CD und ein 200-seitiges Booklet mit Essays von Dr. Michael Wersin und Cord Garben sowie zahlreichen unveröffentlichten Fotos und Dokumenten aus Privatbesitz, der Staatsbibliothek zu Berlin und dem DG-Archiv.
Von Adam bis Zemlinsky: Dietrich-Fischer Dieskaus gesamte Liedeinspielungen bei DG, Philips, Decca und Koch Schwann erstmals zusammen auf 107 CDs.

Über 50 Jahre Aufnahmegeschichte von 1949 (Brahms: „Vier ernste Gesänge“) bis 2003 (Melodramen) bietet die Möglichkeit, die Entwicklung dieser epochalen Stimme über seine lange Karriere nachzuvollziehen.

Präsentiert wird das nahezu vollständige Liedschaffen von Schubert, Schumann, Brahms, Wolf, Liszt und Strauss für Männerstimme.
Enthalten sind sechs bisher nie zuvor veröffentlichte Aufnahmen: Zwei Lieder aus Schuberts „Schwanengesang“ (1949), Schuberts „Punschlied“ D 253 mit Janet Baker und Gerald Moore (1972), Schumanns Duett „Auf ihrem Grab“ mit Peter Schreier sowie Christoph Eschenbach am Klavier (1977) und zwei Brahmslieder begleitet von Daniel Barenboim (1978/79).

Drei Alben, die bisher nie auf CD veröffentlicht wurden: Strauss‘ „Enoch Arden“ mit Jörg Demus am Klavier (1964), Tschaikowsky-Lieder begleitet von Aribert Reimann (1981) sowie Othmar Schoecks „Im Nebel“ und Gottfried von Einems Liederzyklus „Leb wohl, Frau Welt“, am Klavier Karl Engel (1977)
– Brahms‘ Magelone-Lieder zum ersten Mal offiziell bei DG mit den gesprochenen Zwischentexten, gelesen von Dietrich Fischer-Dieskau selbst.
– Bisher schwer zugängliche Aufnahmen wie die Volksliedbearbeitungen von Beethoven zusammen mit Edith Mathis, Julia Hamari und Alexander Young.
– Neben den klassischen Klavier- und Orchesterliedern bietet die Box auch randständiges Repertoire wie Duette und Quartette von Brahms, Schubert-Ensembles, Schostakowitschs 14. Sinfonie, Zemlinskys Lyrische Symphonie, Rudi Stephans „Liebeszauber“ und zahlreiche Melodramen.

Drei CDs bieten aufschlussreiche Einblicke in Leben und Werk Dietrich Fischer-Dieskaus in einer Audio-Dokumentation „Aus meinem Leben“ (1961) und in einem ausführlichen Interview-Mitschnitt aus dem Jahr 2005 (auf Deutsch und Englisch).

Vier verschiedene Einspielungen der „Winterreise“ (Demus 1965, Moore 1971, Barenboim 1979, Brendel 1985) bieten für einen faszinierenden Vergleich.

Viele Einspielungen jenseits des Mainstream-Repertoires wie „Der Krämerspiegel“ von Richard Strauss, eine frühe Aufnahme mit Liedern von Hans Pfitzner, zeitgenössische Komponisten wie Hans Werner Henze („Fünf neapolitanische Lieder“), Frank Martin („Jedermann-Monologe“), Witold Lutosławski („Les Espaces du sommeil“) oder Othmar Schoeck („Lebendig begraben“).

Ein 200-seitiges Begleitbuch mit Essays von Dr. Michael Wersin und Cord Garben sowie zahlreichen, zum Teil unveröffentlichten Fotos und Dokumenten aus den Archiven der Deutschen Grammophon, der Staatsbibliothek zu Berlin und privaten Sammlungen.

Eine ausführliche Besprechung dieser monumentalen Box folgt zeitnah!