Théatre de la Monnaie

Kein Happy End

    Nicht gerade zu den liebenswürdigsten Märchen zählt das vom Goldenen Hahn, immerhin Rimsky-Korsakovs meistgespielte Oper, deren Libretto auf einem Text von Alexander Puschkin fußt. Die Brüsseler Oper hat daraus eine köstliche, auf dem schmalen Grat von Tragik und Komik sicher balancierende Produktion gemacht, in der trotz der Absurdität der Handlung  alles schlüssig erscheint, […]

Beischlaf ohne Socken

Von der Kritik hoch gelobt oder auch nur hochgelobt, die Begründung von Dmitri Tcherniakov für sein Regiekonzept für Verdis Oper Il Trovatore 2012 in Brüssel mutet gar seltsam an und könnte zu verhängnisvollen Rückschlüssen führen. Weil sowie wenig Handlung, aber umso mehr erzählende Rückschau stattfinde, lässt er sich das Personal der Oper, allerdings auf fünf Personen […]

Mimikry

Nicht verführen lassen von dem märchenhaft schönen Cover sollte sich derjenige, der auf eine den Liebhaber von „operas fairytale“ erfreuende Aufnahme von Dvoráks Rusalka aus Brüssel hofft. Da gibt es zwar einen Wassermann mit Dreizack und langem Rauschebart und eine auf einer Mondsichel schwebende, gekrönte weibliche Figur mit rot flackerndem Herzen (Muttergottes?) in den Händen […]

Antiker Humor

Das letzte Wort hat der Hund Cerberus, eine sympathische Erscheinung, einem Bobtail ähnlich und mit der Stimme von Thomas Stache eindrucksvoll bellend, wenn es brenzlig wird. Es geht um Offenbachs Orphée aux Enfers in der Produktion des Brüsseler Opernhauses aus dem Jahre 1997. Herbert Wernicke siedelte den ersten Akt vor einem Riesengemälde antiken Zuschnitts an, […]