Simon Boccanegra

Stimmungsvoll

  Simon Boccanegra am Théâtre Municipal de Lausanne fängt gut an. Ich sehe im Hintergrund das Meer, den Himmel, davor Schienen und auf den Seiten je einen von vorn nach hinten verlaufenden Steg vor Mauern mit Durchgängen. Von diesen Mauern können andere Stege parallel zum Bühnenrand wie Zugbrücken auf den Schienenboden heruntergelassen werden.  Zur Hafenstadt Genova passt das doch, sieht […]

Mutter immer dabei

  Verdis Simon Boccanegra hat Philipp Himmelmann an der Opéra de Dijon fein inszeniert, in modernen Kostümen, aber sonst sehr eng am Libretto mit ein paar klugen Zusätzen: So ist Amelia/Marias Mutter, Fiescos Tochter, nicht einfach gestorben, sondern hat sich aufgehängt – zu Beginn und zum Schlussbild sieht man sie im Hintergrund, dazwischen immer wieder […]

Bewegend

  Eine flammende stehende Ovation würdigte am Sonntag, dem 5. März 2017 im Auditorium Rainier III von Monaco, eine konzertante Aufführung von Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi. Die untadelige musikalische Leitung von Pinchas Steinberg überrascht uns nicht. Wir haben sein unzweifelhaftes Talent schon in früheren Produktionen im Fürstentum kennen gelernt, ob es sich um die „Florentinische Tragödie“ und […]

Genua liegt in Litauen

  Er liebe vor allem die Konzilszene, in der Simone den dramatischen Höhepunkt der Oper dominiere, schreibt Dmitri Hvorostovsky in der englischsprachigen Einführung (dazu ital./ engl. Libretto) eines neuen Simon Boccanegra bei Delos (DE 3457). Welcher Bariton tut das nicht? Doch gerade in diesem zentralen Moment im zweiten Akt, „Plebe!, Patrizi! Popolo!“, zeigt sich, dass […]