Rusalka

Der Star ist das Orchester

  Von den immerhin zehn Opern von Antonin Dvorák ist die 1901 uraufgeführte Rusalka sicherlich die bedeutendste und zudem auch die weithin meistgespielte. Als „lyrisches Märchen in drei Akten“ bezeichnet, lassen sich viele Parallelen zur deutschen Undine, zur dänischen kleinen Meerjungfrau und zur französischen Melusine finden. Die Überschreitung natürlicher Grenzen wird dem ungleichen Liebespaar Nixe […]

Dokusoap mit Gesang

  Vorausgeschickt werden soll, dass die Produktion von Dvořáks Rusalka in München 2010 perfekt und bis ins letzte durchdacht ist, wenn man toleriert, dass aus einem Märchen mit psychologischem Hintergrund eine an zwei damals aktuelle Missbrauchsfälle, die an Natascha Kampusch und die durch den Österreicher Josef Frtitzl an seiner Familie, erinnernde trübe Geschichte konstruiert wurde. […]

Mimikry

Nicht verführen lassen von dem märchenhaft schönen Cover sollte sich derjenige, der auf eine den Liebhaber von „operas fairytale“ erfreuende Aufnahme von Dvoráks Rusalka aus Brüssel hofft. Da gibt es zwar einen Wassermann mit Dreizack und langem Rauschebart und eine auf einer Mondsichel schwebende, gekrönte weibliche Figur mit rot flackerndem Herzen (Muttergottes?) in den Händen […]

Rusalka singt Lieder

In meiner Jugend hatte ich keinen Zugang zu Elfride Trötschel. Zu leise, zu viel Gestaltung, zu viel Kunst. Die expressiven Stimmen lagen mir mehr, Sänger, die zubeißen, die die Töne herausschleudern, damit um sich werfen. Alles das ist die Trötschel nicht. Sie will, dass man genau hinhört, dass man sich einlässt. Sie kann auf ihre […]