Richard Wagner

Wiener Block

  150 Jahre ist sie nun alt, unsere Wiener Staatsoper am Ring. Hatte man 1969 das Hundertjahr-Jubiläum zwar mit einer glanzvollen Ausstellung in der Hofburg, aber ohne festliche Premiere, sondern mit einem Überblick über das damals aktuelle Repertoire gefeiert, so gibt es heuer am Jubiläumstag selbst die Premiere eines Werkes, das in diesem Jahr selbst […]

Provinziell

  Wieder also ein Meeting der Superreichen, Reichen und Schönen, oder solchen, die sich dafür halten. Adel, Geldadel und VIPs gaben sich wieder einmal ein Stelldichein in Salzburg. Der Anlass ist eigentlich egal bei der Kulisse. Aber die Salzburger Osterfestspiele geben immer einen willkommenen, einen exklusiven Laufsteg ab, auf dem man sich standesgemäß zeigen kann. Schon die […]

à la deuxieme

  Les troyens gelten als das „Opus summus“ vom Hector Berlioz und können ohne Übertreibung tatsächlich als „Grand Opéra“ bezeichnet weden. (…) An der Wiener Staatsoper erschien das Werk erstmals am 17.10.1976 als erste Premiere der Direktion von Egon Seefehlner unter der Leitung von Gerd Albrecht und in der Inszenierung Tom O’Horgans im Spielplan. Die Hauptrollen […]

Eindrucksvoller Neuanfang

  Was für ein spektakulär-gewichtiger Umbruch! So etwas hat es am Staatstheater Stuttgart noch nie gegeben. Zum Start der neuen Saison treten alle drei Intendanten von Europas größtem Dreispartenhaus ihre Ämter neu an: Am Schauspiel übernimmt Burkhard C. Kosminski vom glücklosen Armin Petras, Tamas Detrich tritt das Ballett-Erbe des fast schon legendären Reid Anderson an, […]

Grüße aus den Alpen

  Richard Wagners Ring des Nibelungen am Oldenburgischen Staatstheater – das klingt abenteuerlich. Und es ist auch erstmalig, dass sich das Theater in seiner langjährigen Geschichte an die gesamte Tetralogie wagt. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Hendrik Vestmann neuer Generalmusikdirektor in Oldenburg, der sich den immensen Herausforderungen eines kompletten Rings stellt. Im April 2017 fiel […]

Grandioses Hohes Paar

  Il faut, tout compte fait, seulement s’incliner devant l’émotion, et l’évidence. Il n’y a pas de poème lyrique (plus banalement appelé opéra) qui égale en plénitude, en pureté, en poids d’être le Tristande Wagner. Si on l’oublie parfois, c’est que Tristan und Isolde exige, exactement comme Le Trouvère, la conjonction des cinq meilleurs chanteurs du monde dans leur […]

Der junge Wagner kompakt

  Jubiläen haben gelegentlich auch eine Nachwirkung. Zumal dann, wenn die damit verbundenen Ereignisse und Veranstaltungen nicht nur dem Moment huldigen, sondern für später bewahrt bleiben – zum Beispiel auf Tonträgern. Um den 200. Geburtstag von Richard Wagner 2013 herum hatte sich die Oper Frankfurt das Frühwerk des Komponisten vorgenommen. In konzertanten Aufführungen wurden Die […]

Flügelkämpfe und älteres

  Thomas Mann hätte Lohengrins  „Wunder“ in „blau-silberner Schönheit“ erfüllt gesehen (unvergessen hatte Wieland Wagner das dann nach dem Krieg erstmals verwirklicht). Zumindest im Vorspiel, in dem Christian Thielemann von dem Wunder kündet und das er musikalisch anschließend einlöst. Auf der Bühne dann eine Ahnung von Blau, ein schlammiges Graublau, bestenfalls ein nachtdunkles Blau, welches das Künstlerpaar […]

„Wie aus der Ferne …“

  Eigentlich ist es schade, dass die Bayreuther Produktionen, die Orfeo in seiner Festspielreihe herausbringt, nur gehört und nicht gesehen werden können. Jetzt ist der zweite Fliegende Holländer erschienen (C 936 1821). Den hätte ich zu gern auch optisch als DVD auf meinem Fernseher gehabt. Es ist der Mitschnitt der Eröffnungspremiere von 1959. Erstmals führte […]

Akustische Resteverwertung?

  Viele Firmen haben in der Vergangenheit versucht, mit den Mitschnitten von den Bayreuther Festspielen Geld zu verdienen – von den legendären „offiziellen“ der EMI, der Decca, Testament, Philips über die ebenfalls mythischen der Nachkriegszeit bei grauen Labels zu den ungemein lobenswerten Veröffentlichungen bei orfeo (der wunderbare Tristan mit der Mödl damals als einzig hinreißend […]