Pietro Mascagni

Santuzzas Schwester

  1975 vom Opernpapst Rodolfo Celletti gegründet, widmete sich das Festival della Valle d’Itria in Martina Franca vor allem den unbekannteren Barock- und Belcantoopern, die gerade zuvor durch Sänger wie Maria Callas oder Leyla Gencer neue Beachtung gefunden hatten. 2007 standen hingegen zwei Verismo-Werke auf dem Spielplan: Umberto Giordanos Marcella und Pietro Mascagnis Amica. Der […]

Frühwerk in später Fassung

  Wer nach weitgehend vergessenen, aber durchaus hörenswerten Opern sucht, kann beim als Ein-Oper-Komponisten bekannten Pietro Mascagni fündig werden, und es müssen nicht die immerhin bereits einigen Rettungsversuchen unterzogenen Le Maschere, Iris oder L’Amico Fritz sein. Der Komponist aus Livorno hat außer der populären Cavalleria Rusticana immerhin fünfzehn weitere Opern geschrieben, nach Il Piccolo Marat im […]

Nimm dich in acht vor blonden Frau‘n

  Die Fischer in Santa Lucia sind bestens informiert. „Wie das Sprichwort sagt: Neapel sehen und sterben“, wissen sie frohgelaunt. Die Händler bieten Austern an, Straßenhändler ihre Waren, junge Frauen singen ein Liebeslied. Ein Stimmengewirr, das dem in Süden Siziliens geborenen Pierantonio Tasca offenbar so vertraut war, dass er es bequem auf Neapel übertragen konnte. […]

Schauerromantik

  Eine der aufregendsten Opern Mascagnis ist dessen Gugliemo Ratcliff – seine erste Oper überhaupt und nach eigenem Bekunden auch seine liebste, für die er immer eine Schwäche hatte, die aber kein Erfolg beim ersten Durchlauf 1895 an der Scala war. Und die er für seinen durchschlagenden Erfolg wenig später, Cavalleria rusticana, auch hörbar ausbeutete. Bonn und Livorno sind die die  Aufführungen, die mir […]