Opera Bastille

Bewegte Cartoons

  Die Produktion von Berlioz‘ Benvenuto Cellini von Terry Gilliam, 2014 an der ENO aus der Taufe gehoben, ist nach einer überaus passenden Zwischenstation letzte Saison in Rom nun an der Opéra Bastille angekommen. Neben gelegentlichen Auftritten im Flying Circus und den Kinofilmen hat Gilliam das Werk von Monty Python vor allem mit seinen bewegten Collagen-Cartoons […]

Phantasievolle Technik

  Ganz auf die Seite des bilderfeindlichen Moses hat sich Regisseur Romeo Castellucci  2015 mit seiner Inszenierung des Schönberg-Werks Moses und Aron als erste Produktion der Ära Lissner an der Opéra Bastille geschlagen, denn außer dem Goldenen Kalb, das als ausgewachsener, wenn auch lammfrommer lebendiger Stier über die Bühne geführt wird, wirkt alles seltsam farblos, […]

Gestörte Jahreszeiten

  Im Shakespeareschen Sommernachtstraum sind die Jahreszeiten durcheinandergeraten, weil Titania und Oberon streiten; in Rimskij-Korsakovs Oper nach Alexander Ostrovskijs Stück Snegurotschka (im Pariser Programmheft mit Fille de neige, in den Übertiteln mit Fleur de neige übersetzt, deutsch auch Schneeflöckchen genannt) ist der Zyklus hingegen gestört, weil Frühling und Winter einander zu nahe gekommen sind und ein Kind […]

Seriöser Tenor-Ersatz

  La production des Contes d´Hoffmann de Robert Carsen date de 2000, assez certainement ce qu’il a fait de mieux en termes d’invention théâtrale pure, et d’absolu professionnalisme dans l’utilisation des lieux et des moyens, également gigantesques, mis à sa disposition. La fantasmagorie d’un Prologue à transformations, qui nous fait passer comme en rêve du royaume enchanté de […]

Korrekte Leidenschaften

  Nach dem ersten und weltweit im TV und auf DVD gezeigten Werther an der Pariser Opéra Bastille bekam die Reprise im Januar 2016 nicht so viel Aufmerksamkeit wie der erste Durchlauf mit Jonas Kaufmann. Dabei war mit Pjotr Beczala, Elina Garanča und Stéphane Degout eine wirklich interessante Equipe versammelt, die unter dem eingesprungenen Giacomo […]

In den Schuhen Jean de Reszkés

Le Cid: Während Gounods Faust der volkstümliche französische Welterfolg wurde, war Le Cid am Ende des 19. Jahrhunderts, ebenfalls ein Welterfolg, die aristokratische französische Oper schlechthin. Eine prunkvolle Oper, geschrieben, um von Prinzen des Tenorfachs gesungen zu werden. Die Vorlage von Corneille ist es nicht weniger: Ein Klassiker von Weltruf, von dem der Zuhörer mehr als einen Vers […]

Märchenhaftes aus Paris

Aus dem Pariser Palais Garnier 2001 stammt der Mitschnitt der farbenprächtigen Produktion der ZAUBERFLÖTE, in der Sängerinnen und Sänger zu erleben sind, die am Anfang ihrer Weltkarriere standen: Da überzeugt Piotr Beczala als Tamino mit seinem in allen Lagen abgerundeten lyrischen Tenor, der in der Sprecher-Szene auch über dramatische Attacke verfügt. Der flexible Bariton von […]