naive

Der Stunde der Anna Girò

  Freunde der Barockmusik werden das Wiederaufleben der Vivaldi-Edition bei naïve begrüßen, denn nach fast dreijähriger Pause ist jetzt als Vol. 55 Dorilla in Tempe erschienen (OP 3060, 2 CD). Ungewöhnlich ist die Gattungsbezeichnung des Werkes, das nicht als dramma per musica oder opera seria untertitelt ist, sondern mit dem blumigen Begriff melodramma eroico-pastorale. Die […]

„Lamento“

  Auch ohne die „Wiederentdeckung“ durch Cecilia Bartoli 2012 gibt es immer wieder – wenn auch nur vereinzelt – Aufnahmen von Agostino Steffani (1654-1728), der in München, Hannover (Henrico Leone und andere Opern), Düsseldorf und Rom wirkte. Steffani verwendete Elemente der französischen, aber auch der deutschen Musik und verband sie geschickt mit italienischen Komponier-Gepflogenheiten seiner […]

Der Schrei der Eule

  Bernius dirigiert Schuberts Lazarus, das Linos Ensemble bringt die Kammerfassung vom Lied von der Erde, Anspruchsvolles mit Marie-Nicole Lemieux und Christianne Stotijn! Ein Oratorium von Schubert? Erst 1863 wurde Franz Schuberts einziges Oratorium Lazarus in Wien im Zug eines Schubert-Fiebers, das Stadt erfasst hatte, die sich plötzlich der Modernität des Komponisten bewusst wurde, erstmals […]

Chansons perpétuelles

Die kanadische Altistin Marie-Nicole Lemieux, renommiert vor allem im Barockgesang und  Belcanto-Repertoire, hat sich auch im Liedgesang einen Namen gemacht. Bei ihrer Stammfirma naïve veröffentlichte sie bereits mehrere Alben dieses Genres, so eine Schumann-Auswahl oder französische mélodies unter dem Titel „L’heure exquise“. Solche Kompositionen hat sie auch in ihr neues Programm „Chansons perpétuelles“ aufgenommen, erweiterte […]

Beduinen, Kamele und viel Sand

Im Rahmen der vom vielfach hier erwähnten Palazetto Bru Zane angestoßenen Bemühungen geht die Reise durch die Oper und Musik der französische Romantik weiter. Nach den Réminiscences á l´Orient Davids mit Tassis Christoyannis (vergl. den Artikel dazu) gibt es jetzt das weltliche Oratorium Le Désert für Sprecher (Jean-Marie Winling) und zwei Tenöre (Cyrille Dubois und […]

Irreführender Titel

Streng sieht sie aus, Sandrine Piau, auf dem Cover für ihre CD mit Mozart-Arien, der zweiten nach der ebenfalls bei naive eingespielten von 2001, und das sollte sie auch, nennt diese sich doch Desperate Heroines , was insofern nicht zutreffend ist, als die meisten der Damen entweder nicht verzweifelt oder keine Heldinnen oder keines von […]

Bravour-Arien von Porpora

Souverän behauptet Franco Fagioli seine derzeit führende Position in der Liga der Countertenöre und unterstreicht diese auch mit einer neuen CD bei naïve, die sich Il maestro nennt und dem kompositorischen Schaffen von Nicola Porpora gewidmet ist (V5369). Zu hören sind Szenen aus sieben verschiedenen Opern, zwei Kantaten und einem Oratorium, welche von der Accademia […]

Noch eine Krönungsoper

Konsequent setzt naïve ihre Vivaldi-Edition im Rahmen der Serie Tesori del Piemonte fort und ist nunmehr bereits bei Vol. 58 angelangt. Es handelt sich bei dieser Neuveröffentlichung (OP 30553) um eine Einspielung nach der konzertanten Aufführung von L’Incoronazione di Dario in der Bremer Glocke am 14. 9.  in Kooperation mit dem NDR und dem Musikfest […]

Und noch ein Counter-Duell

Die letzte CD-Einspielung von Händels Dramma per musica Tamerlano liegt Jahre zurück – höchste Zeit also für eine Neuaufnahme, die naïve in einer exquisiten Besetzung vorlegt und dabei die spätere Fassung (von 1731) vorstellt (V 53739). Die Titelrolle singt Xavier Sabata, der seit einigen Jahren zur internationalen Elite in diesem Fach zählt, die des Andronico […]

Wahnsinns-Aufnahme

Ihre Vivaldi-Edition setzt naïve mit der Veröffentlichung des Orlando furioso fort, der – 1713 entstanden – lange Zeit dem Komponisten Giovanni Alberto Ristori zugeschrieben und 1714 von Vivaldi umgearbeitet wurde. Die Einspielung mit dem Ensemble Modo Antiquo unter Federico Maria Sardelli ist pures Hörvergnügen, denn der Dirigent setzt auf straffen Duktus und affektbetontes Musizieren. Ohne […]

Französische Revolutionsoper mit echten Franzosen!

  Luigi Cherubini muss Klassik-Liebhabern nicht vorgestellt werden, seine Streichquartette und Messen sind lebendig geblieben, und durch Maria Callas hat seine Oper Medea/Médée bis heute einen guten Ruf. Jetzt ist beim Label naive seine Oper Lodoiska herausgekommen, entstanden im Jahr der Zauberflöte, 1791. Die Uraufführung fand allerdings nicht im gemütlichen Wien, sondern in Paris statt, während der französischen Revolution. Lodoiska galt fortan […]

Hut ab!

Ihre Vivaldi-Edition setzt naïve mit der Veröffentlichung des Orlando furioso fort, der – 1713 entstanden – lange Zeit dem Komponisten Giovanni Alberto Ristori zugeschrieben und 1714 von Vivaldi umgearbeitet wurde. Die Einspielung mit dem Ensemble Modo Antiquo unter Federico Maria Sardelli ist pures Hörvergnügen, denn der Dirigent setzt auf straffen Duktus und affektbetontes Musizieren. Ohne […]