Krassimira Stoyanova

Opernquiz

    Giacomo Puccinis Complete Songs for soprano and piano bei Naxos könnten auch unter dem Titel “Opernquiz” durchgehen, denn der  (wenn er nichts von Puccinis haushälterischem Tun wusste) erstaunte Hörer wird feststellen, dass der bulgarische Sopran Krassimira Stoyanova bestens bekannte Themen aus des Komponisten berühmten und weniger bekannten Opern singt, die der  zum Teil bereits in […]

Frische und Reife

  Dem Verismo verschworen scheinen sich momentan unsere Operndiven zu haben, denn nach Anna Netrebko und Elina Garanca legt nun auch Krassimira Stoyanova eine CD dieses Titels vor. Die ihre zeichnet sich zuerst einmal dadurch aus, dass den Arien nicht unvermittelt beginnen, sondern dass häufig mit einigen Takten der vorangehenden Musik in die Stimmung der […]

Traditore? Kommt auf den Standpunkt an!

  Nein, Elefanten spielen nicht mit in dieser Aida an der Bayerischen Staatsoper München. Und auch sonst eigentlich nichts, was man sich in traditionell gestrickten Publikumskreisen für eine zünftige Aidagemeinhin so wünscht… Vielmehr hat Regisseur Christof Nel das Kunststück fertiggebracht, eine Produktion aus dem Boden zu stampfen, die wirklich niemandem gefällt; für die Traditionalisten ist sie zu karg […]

Salzburger Nachlese 2015

  Tradition bei den Festspielen an der Salzach haben konzertante Opernaufführungen, die sich beim Publikum zunehmend großer Beliebtheit erfreuen, ermöglichen sie doch eine ungestörte Konzentration auf die Musik und deren Interpretation. In diesem Sommer standen Verdis Ernani und Massenets Werther auf dem Programm. Wegen der aufgebotenen Starbesetzung mit Piotr Beczala und Elina Graranca stieß das […]

Stallgeruch im Boudoir

Gesetzt den Fall, ich hätte nicht gewusst, wer den Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen 2014 inszeniert hätte. Spätestens fünf Minuten nach Beginn wäre ich darauf gekommen. Dann sitzen nämlich Marschallin und Octavian das erste Mal auf dem Fußboden. Ein unverkennbares Markenzeichen des Regisseurs Harry Kupfer, bei dem alles was Füße hat auf der Opernbühne, mindestens […]

Maria de Rohan – zurück zu den Quellen?

  Enttäuschung? Täuschung? Verleumdung? Schande? Donizettis Maria di Rohan von 1843 ist eine Oper überdimensionalen Formats, sie bietet ein ewig gültiges Beziehungsdreieck, das alles und jeden unaufhaltsam zu einem gewaltsamen crime de passion treibt, das so eigentlich nie stattgefunden hat. Aber aus eben diesem Stoff ist das melodramma romantico gemacht. Das 19.Jahrhundert watete geradezu in […]