Götterdämmerung

Finale im Bergdorf

    „Vollendet das ewige Werk“ singt Wotan im Rheingold und meint damit den Bau der Götterburg Walhall. Und alle am Oldenburgischen Staatstheater könnten eigentlich einstimmen. Da wäre dann aber die in der Oldenburger Theatergeschichte erstmalige Vollendung der kompletten Tetralogie von Richard Wagners Ring des Nibelungen gemeint. Begonnen hat das ehrgeizige Unterfangen im Februar 2017 und fand […]

Gottlob Frick

  Auf einer Jugendreise geriert ich in Berlin mehr zufällig in eine Aufführung der Götterdämmerung in der Staatsoper Unter den Linden. Den Hagen sang Gottlob Frick. Seine Hoiho-Rufe zu Beginn der Mannen-Szene ließen den großen Saal regelrecht erbeben. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gehört in meinem Leben und würde es nie mehr […]

Viele Königinnen – aber nur eine Rysanek

Leonie Rysanek – The Soprano Queen. Es gibt zwar viele Königinnen in diesem Stimmfach. Aber es gab nur eine Rysanek. Sie hatte keine Vorgängerin und keine Nachfolgerin. Sie war eine Ausnahme und ist es in der Erinnerung ihrer sehr zahlreichen Anhänger geblieben. Jene, die sie noch selbst erlebt haben auf den Bühnen dieser Welt, schwören, […]

Suche nach den geeigneten Tönen

Dieser Mitschnitt der Götterdämmerung bei einem Live-Konzert in der Berliner Philharmonie vom März 2013 sollte eigentlich der krönende Abschluss von Marek Janowskis konzertantem Wagner-Zyklus werden. Das Wort Krönung wäre hier allerdings völlig fehl am Platz. Was hier an sängerischer „Kompetenz“ geboten wird, wäre schon für die Aufführung ärgerlich genug, als praktisch für die Ewigkeit konservierte […]

Eindimensional und langweilig

Was hat Joseph Conrads 1899 erschienene Erzählung Herz der Finsternis mit Wagners Götterdämmerung zu tun?  Als Hilfestellung kann ein Brief Conrads herhalten, der vermutlich auch Wagner gefallen hätte, „Der Mensch ist ein bösartiges Tier. Seine Bösartigkeit muss organisiert werden. Das Verbrechen ist eine notwendige Bedingung der organisierten Existenz. Die Gesellschaft ist ihrem Wesen nach kriminell, […]

Flagstad-Hommage

  Wie altes Gold leuchtet die Stimme der Kirsten Flagstad auf den späten Aufnahmen der Decca, die nun noch einmal und durch die Norwegischen Hymnen (in einer Radioaufnahme von 1960) ergänzt in einer bedeutenden Box (The Kirsten Flagstad Edition – The Decca Recordings) wiederaufgelegt worden sind. Nach der Indiskretion von Elisabeth Schwarzkopf (die ihr die hohen Cs im Furtwängler-Tristan […]