Dmitri Schostakowitsch

Russisches

  Auf Leopold Stokowski, Ferenc Fricsay und Hermann Scherchen verweist Gabriel Feltz, der Dirigent der vorliegenden Aufnahme von Glières Ilja Muromez (Dreyer Gaido CD 21112), in seinem informativen Vorwort, in welchem er nur schwer seine Begeisterung für das eingespielte Werk, die monumentale dritte Sinfonie in h-Moll „Ilja Muromez“ des in Kiew geborenen Komponisten mit deutschen Wurzeln […]

Starke Gesichtserker

  Im Berliner Premieren-Marathon setzte die Komische Oper mit Barrie Koskys Inszenierung von Schostakowitschs Oper Die Nase den von ihr bekannt knalligen Akzent. Nach der Premiere in London und einer Aufführungsserie in Sydney wird die Produktion im Berliner Haus in der deutschen Textfassung von Ulrich W. Lenz gezeigt, der einige Modernismen (HNO-Arzt, Fake News u.a.) in […]

Weitgereist

  Die Inszenierung der Lady Macbeth des Mzensker Landkreises von Martin Kusej ist weitgereist, von Amsterdam 2009 über Paris 2009 und Madrid 2011 bis nach Neapel 2018, wo sie im Teatro San Carlo (als Lady Macbeth del Distretto di Mtsensk) von Herbert Stöger einstudiert wurde. Ob es daran liegen mag, dass ich innerhalb eines generell guten […]

Dreimal die Erste

  Zu den großen Aufsteigern unter den Komponisten der letzten fünfzig Jahre gehört Jean Sibelius. Mittlerweile ist er auch außerhalb Fennoskandinaviens und des angelsächsischen Raumes im Standardrepertoire angekommen. Sein sinfonischer Erstling, die Sinfonie Nr. 1 in e-Moll op. 39, stammt von 1899. Ohne Frage wird auf die schwierige politische Situation seines Heimatlandes angespielt, das damals noch […]

Vasily Petrenko lässt Wände wackeln

  Vasily Petrenko arbeitet sich bei Naxos an Dmitri Schostakowitsch ab. Nach sämtlichen Sinfonien nun die beiden Klavierkonzerte (8.573666). Das Label hatte eine glückliche Hand, als es diesen Dirigenten für die Produktionen gewann. Am Klavier sitzt Boris Giltburg. Er wurde 1984 in Moskau geboren, ist also acht Jahre jünger als Petrenko. Seine Familie wanderte Anfang […]

Präzise und beseelt

  Dmitri Schostakowitschs 1969 komponierte und Benjamin Britten gewidmete vierzehnte und somit vorletzte Sinfonie gehört gewiss nicht zu den am leichtesten zugänglichen Werken des sowjetischen Komponisten. Sie ist mehr ein Liederzyklus denn eine Sinfonie. Angelegt für ein kleines Streichorchester mit Perkussionsinstrumenten, mit einer Sopranistin sowie einem Bassisten besetzt, hat sie unter seinen fünfzehn Sinfonien kein […]