Diana Damrau

BERLIN: REPERTOIRE, CONCERTS & FRINGE

  Jubiläumskonzert des Opernstudios: Erfolgsmodell! Sein zehnjähriges Bestehen feierte das von der Liz Mohn Kultur-und Musikstiftung unterstützte Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden mit einem Jubiläumskonzert im Apollo-Saal des kürzlich wiedereröffneten Hauses. Ehemalige Stipendiaten, allesamt in Engagements, teilweise sogar an Staatsoper oder Deutscher Oper in Berlin, bekundeten ihre Dankbarkeit für die erhaltene Förderung, nachdem Bertelsmann-Chefin Liz Mohn […]

Frühgeburt auf dem Billardtisch

  Zielstrebig und bedacht erarbeitet sich Diana Damrau die zentralen Partien des Belcanto-Repertoires, das mittlerweile zehn Rollen umfasst. Die Titelheldin in Donizettis Dramma tragico Lucia di Lammermoor hat sie auf vielen internationalen Bühnen gesungen – in New York, Japan, Berlin, München und 2016 auch am Royal Opera House in London. Erato/Warner hat diese Produktion vom […]

Oh beaux Pays…

  Diana Damrau schreibt im Booklet der Erato-Ausgabe: Meyerbeer – ein wahrhaftiger Europäer. Warum ein reines Meyerbeer-Album? Während meines Studiums in Würzburg wurde ich vom dortigen Universitätsorchester eingeladen, Meyerbeers Kantate Gli amori di Teolinda für Sopran, Klarinette und Orchester zu singen. Bis dato kannte ich nur Dinorahs Arie „Ombre légère“, ein Muss für jeden Koloratursopran. […]

Tsunami d’amour

  Wo besser als in Indien oder Ceylon und damit in Bizets Les Pȇcheurs de Perles bietet sich für Regie die Möglichkeit, archaische Bräuche, religiöse Verstiegenheit und moderne Technik unter einen konzeptionellen Hut zu bringen, und so kombiniert denn auch Regisseurin Penny Woolcock unbekümmert, aber durchaus nicht werkentstellend einen zottelhaarigen guruhaften Hindupriester mit einem laptopbedienenden […]

Verdi und Manet

  Der Stückvorhang zu Benoît Jacquots Neuinszenierung von Verdis La traviata an der Pariser Opéra Bastille zeigt Manets bekanntes Gemälde Olympia von 1865, welches auch Violettas Bett ziert – neben dem Sofa und einer kleinen Frisiertoilette das einzige Möbelstück des ersten Bildes (Bühne: Sylvain Chauvelot). Zum Vorspiel sieht man Violetta mit Dottor Grenvil und Annina, […]

Festspiel-Erinnerungen von 2014

: Manchmal ist es ohne Bühne auch ganz schön. So bei den konzertanten Mozart-Aufführungen, welche die DG jeden Sommer im Festspielhaus Baden-Baden mitschneidet. Im Vorjahr gab’s Die Entführung aus dem Serail. Das Beste aus drei Konzerten liegt nun auf CD vor (DG 00289 479 4064). Und man ist auch nicht richtig glücklich. Im Konzerts klang es schöner – oder einfach anders. Yannick Nézet-Séguin, um […]

Fiamma del Belcanto

Zu hören sind auf der neuen Erato-CD die üblichen Verdächtigen: Bellini, Donizetti, Verdi. Und überraschenderweise hat Diana Damrau hier auf einem langen, langen Album von fast 80 Minuten quasi als Zugabe noch zwei Arien aus der Verismo-Epoche hinzugefügt, die stilistisch nicht so recht passen, paradoxerweise aber zu den Höhepunkten der CD zählen. Die Damrau gehört […]

Die „Müllerin“ aus der Wigmore Hall

Wolfgang Holzmair ist ein gern gesehener Gast in der Londoner Wigmore Hall. Der Saal hat einen ausgezeichneten Ruf. Der österreichische Bariton auch. Viele Musiker schwören darauf, dass Kammermusik und Lieder nirgendwo auf der Welt besser klingen als in dieser Halle, die 1901 von der Berliner Pianoforte-Fabrik Bechstein errichtet wurde. Eine eigene CD-Reihe mit Aufnahmen aus […]

Volkstümliches

Ein Klassiker der Moderne, ein in den ersten Jahrzehnten nach seinem Erscheinen zum Kultbuch avancierter Roman, an dem kein Jugendlicher einst vorbeiging, ist Salingers Der Fänger im Roggen. Darin zitiert Salinger die Zeile When a body meet a body coming through de rye („Trifft eine Jemand einen Jemand, der durch den Roggen gelaufen kommt“) aus […]

Wahnsinn mit Marchesi-Kadenz

Die konzertante Aufführung von Donizettis Lucia di Lammermoor aus dem Münchner Gasteig im Juli 2013 mit Diana Damrau in der Titelrolle übertrug der BR auch im TV und es ist schade, dass  Erato nicht diese Video-Aufzeichnung als DVD herausgebracht hat, sondern nur den akustischen Mitschnitt des Abends auf zwei CD. Denn die Sopranistin ist stets […]

Neue Sopran-Recitals

Schon Olga Peretyatkos erste Platte war ein Versprechen – nun folgt bei SONY eine zweite mit dem Titel Arabesque (88883738592), auf der die russische Sopranistin diesen Eindruck bestätigt. Mehr noch – gegenüber dem Debütalbum ist eine deutliche stimmliche und gestalterische Verbesserung zu vernehmen. Drei Mozart-Titel eröffnen das Programm, in denen die Stimme schmeichelnd weich und bis […]

Wenn Musik die Nase öffnet

Forever: Jedes Leben hat seinen eigenen Soundtrack. Es gibt Melodien, die uns begleiten und an besondere Situationen erinnern. Einige von ihnen sind individuell, gehören uns allein, haben etwas mit persönlichen Momenten zu tun oder mit unseren Partnern. Andere gehören zur kollektiven Erinnerungskultur. Und es ist nun einmal so, dass diese unvergesslichen Melodien oft eingängig sind […]