Deutsche Oper Berlin

Und wieder mal Krankenbetten

  Mittlerweile ist es keine sonderlich originelle Idee mehr, die Handlung eines Stückes in ein Krankenhaus, eine psychiatrische Anstalt, ein Pflegeheim oder gar ein Sterbehospiz zu verlegen. Derlei Beispiel gab es in Berlins Opernhäusern in den letzten Jahren zur Genüge – man denke nur an Falstaff, Cendrillon, Tristan und Isolde, Die Frau ohne Schatten oder […]

Recht auf Glück

  1992 erschien Erich Wolfgang Korngolds Oper Das Wunder der Heliane bei Decca in deren Reihe „Entartete Musik“, denn das Werk des jüdischen Komponisten wurde 1938 von den Nationalsozialisten als „entartet“ deklariert und verboten. Nur wenige szenische Produktionen der 1927 in Hamburg uraufgeführten Oper sind bekannt (2010 gab es eine in Kaiserslautern, vor allem aber […]

Liebe in Feinripp

  Vermummte und Maskierte dringen des Nachts in den Schlafraum des Königs. Höhnisch präsentieren sie ihm seinen gequälten und vergewaltigten Geliebten in einem Brautkleid. Edward und Gaveston werden auf die Knie gezwungen, in einer pervertierten Hochzeitsszene mit einander vermählt und anschließend erstochen. Ein Engel bleibt zurück und streicht Edward über den Kopf, „Fürchte dich nicht!“. […]

Der allgegenwärtige Tod

  Die Verbundenheit von Aribert Reimann mit der Deutschen Oper Berlin ist beeindruckend – bereits vier seiner mittlerweile neun Opern erlebten an diesem Hause ihre Uraufführung. Nun kehrt der 81jährige Komponist mit seiner neuesten Schöpfung nach Berlin zurück. L’Invisible heißt diese Trilogie lyrique nach Maurice Maeterlincks Dramen L’Intruse, Intérieur und La mort de Tintagiles, die der […]

Gladys Kuchta

  Als zweiten Beitrag zu unserer Hommage an Berlins ehemalige Hochdramatische (dazu auch der Artikel über ihre Dokumente eben hier), Gladys Kuchta (sie wurde am 16. Juni 1915 in Chicopee/ Massachissets geboren), bringen wir hier ein historisches Porträt von ihr, das Peter Maria Katona, heute machtvoller Besetzungschef des Royal Opera House Covent Garden, für unsere […]

Feuchter Traum im Nebel

  Eine Oper als Traum oder Erinnerung einer der handelnden Personen zu erzählen, ist seit einiger Zeit eine gängige Methode auf unseren Bühnen. Im Falle der Neuinszenierung von Wagners Der fliegender Holländer an der Deutschen Oper Berlin ist es Erik, der schon zum Beginn der Ouvertüre auf dem Bühnenboden hockt, träumt, nachsinnt, dann aggressiv auffährt […]