Claude Débussy

Liebesleid und Vogelgezwitscher

  An neuen aAufnahmen der Mélodies von Claude Debussy besteht kein dringender Bedarf. Trotzdem hat sich die britische Sopranistin Lorna Windsor im Januar und Februar in Perugia daran gemacht, eine beträchtliche Auswahl aufzunehmen (Brillant Classics 95741). Hundert Minuten lang durchschreitet sie auf zwei CDs Debussys Liedschaffen, angefangen von der Nuit d’étoiles bis zu Noël des […]

Unglaublich vollständig

  Der 100. Todestag von Claude Debussy ist Anlass genug für die großen Labels, gewaltige Boxen mit seinem Gesamtwerk auf den Markt zu werfen. Trotz der Deutschen Grammophon Gesellschaft, welche mit 22 CDs und 2 DVDs in den Complete Works aufzuwarten weiß, gebührt die Krone in diesem Unterfangen Warner (0190295736750). Sage und schreibe 33 CDs […]

Nachtstück

  2008 an der Berliner Staatsoper sowie zwei Jahre später an der Metropolitan Opera hatte sich Simon Rattle für seine Debüts Claude Debussys einzige vollendete Oper Pelléas et Mélisande ausgesucht. So auch im Januar 2016 sozusagen als Einstand beim London Symphony Orchester, dessen Leitung er im September 2017 übernahm; wie in New York mit Magdalena […]

Wasserspiele

  Psycho-Thriller, Dreiecksgeschichte, Eifersuchtsdrama all das ist Claude Debussys Vertonung von Pelléas und Mélisande. Regisseur Marco Arturo Marelli hat mit seiner ansehnlichen Bühne – ein Schloss im Wassergraben – beste Voraussetzungen geschaffen. Die werden jedoch nicht genützt. Die Geschichte ist einfach und wird dennoch für rätselhaft gehalten: Ein Prinz findet eine Fremde im Wald, nimmt […]

Aus Göttingen

  Für das Théâtre national de l’Opéra hatte er nicht viel übrig. Der Revue blanche vertraute Claude Debussy 1901 an, „Ein nicht vorgewarnter Passant hält es für einen Bahnhof, einmal eingetreten, glaubt er sich in ein türkisches Bad versetzt. Man macht dort immer noch seltsame Geräusche. Die Leute, die dafür bezahlen, nennen es Musik“. Die […]

Nicht überzeugend

„Ein Dichter, der die Dinge nur halb ausspräche und mir ermöglichte, meine eigene Klangpoesie zur Dichtung zu fügen – der Gestalten schüfe, die an keine Zeitlichkeit gebunden sind – der die Szenen nicht eindeutig festlegte und mir die Freiheit ließe, noch mehr Künstler zu sein als er und sein Werk zu vervollkommnen. Er bräuchte keine […]

Zum Sterben schön

Diese Aufnahme von Pelléas et Mélisande macht süchtig. Von ersten dunkelmächtigen, verzauberten Akkorden an zieht sie in ihren Bann. Voller Poesie und Geheimnis. Désiré-Émile Inghelbrecht (1880-1965; auf der CD fälschlicherweise ohne ‚h’ geschrieben) steht hier im Juni 1951 am Pult des Philharmonia Orchestra. Inghelbrecht, der mit Debussy befreundet war, kennt das Werk seit der Uraufführung, […]