Hector Berlioz

à la deuxieme

  Les troyens gelten als das „Opus summus“ vom Hector Berlioz und können ohne Übertreibung tatsächlich als „Grand Opéra“ bezeichnet weden. (…) An der Wiener Staatsoper erschien das Werk erstmals am 17.10.1976 als erste Premiere der Direktion von Egon Seefehlner unter der Leitung von Gerd Albrecht und in der Inszenierung Tom O’Horgans im Spielplan. Die Hauptrollen […]

Bewundernswerte Marianne Crebassa

  On a bien lu le titre; on ne se plaindra pas d’avoir été trompé. Ce n’est ni la version italienne avec contralto (ou, comme récemment au Théâtre des Champs-Elysées, contre-ténor) et l’âge baroque qui y transparaît encore, et la naissance de l’émotionnel au théâtre. Ni la version française noble, châtiée, avec ses manières et […]

Grandios

  Entschieden auf die buffoneske Seite von Berlioz‘ Benvenuto Cellini, als Buffa entworfen und für die Grand Opéra in eine ebensolche umgewandelt, schlug sich Terry Gilliam, als er das Werk nach Art des Hauses an der ENO in englischer Sprache inszenierte. Die original-französische Fassung aus Amsterdam gibt es nun als DVD bei Naxos, und man […]

Bewegte Cartoons

  Die Produktion von Berlioz‘ Benvenuto Cellini von Terry Gilliam, 2014 an der ENO aus der Taufe gehoben, ist nach einer überaus passenden Zwischenstation letzte Saison in Rom nun an der Opéra Bastille angekommen. Neben gelegentlichen Auftritten im Flying Circus und den Kinofilmen hat Gilliam das Werk von Monty Python vor allem mit seinen bewegten Collagen-Cartoons […]

Gloire á Enée

  Die neue Aufnahme von Berlioz´ opus summus, in der Folge der Konzerte in Strasbourg im April 2017 in der dortigen Salle Erasme, kann in mancher Hinsicht als eine der defintiven Aufnahmen dieses Riesenwerkes gelten. Sie atmet französischen Geist und wurde – Dank an Warner – in einer kongenialen Umgebung, in Strasbourg, aufgeommen, mit einem führenden nationalen […]

Offenbachiade

  Im falschen Stück wähnt man sich bei Lydia Steiers Neuinszenierung von Berlioz’ Les Troyens an der Semperoper, wo das bunte Treiben der Menge im 1. Akt an jenes vor dem Café Momus in Puccinis La Bohème erinnert oder auch Offenbachs La vie parisienne zugeordnet werden könnte. Der Italiener Gianluca Falaschi entwarf bunte Kostüme im […]

Zu selten aufgeführt

  Nicht aus dem Sichwundern heraus kommt man beim Genuss der Aufführung von Berlioz‘ Opéra Comique Béatrice et Bénédict von Glyndebourner Festival 2016, dem Staunen darüber, dass dieses zauberhafte Werk nicht öfter aufgeführt wird. Seine Verehrung für Shakespeare brachte der Komponist, verheiratet mit einer berühmten Shakespeare-Schauspielerin, dazu, als Libretto das Lustspiel Much Ado about nothing […]

Luxusbesetzung

  Zu spät stellten wir fest, dass es ja im April 2017 im Straßburger Palais de la Musique et des Congrès, Salle Erasme, ein Konzert der absoluten Sonderklasse gegeben hat: Berlioz-Fachmann John Nelson dirigierte zweimal Les Troyens mit den Solisten Michael Spyres, Marie-Nicole Lemieux und Joyce DiDonato in den Hauptrollen. Dazu kam eine weitgehend nationalsprachige […]

Troja am Main

  Berlioz´ grandioses opus summum, Les Troyens an der Oper Frankfurt – zum zweiten Male möchte man sagen, hat man doch noch die kontroverse Produktion von Ruth Berghaus im Kopf. Unter dem eminenten Berlioz-Dirigenten John Nelson (dessen Genfer und Londoner Leitung des Werkes legendär ist) wagte sich das Opernhaus nun in der Regie von Eva–Maria Höckmayr erneut an die […]

Vom Singspiel zur Grand Opéra

  Lachnith? Oder Lachnitt? Nie gehört, und erst ein Blick auf die französische Wikipedia-Seite bringt Erkenntnis, denn Louis Wenceslas/Wenzel Lachnith (1746-1820) war ein böhmischer Komponist, der im ersten Drittel des nachrevolutionären Jahrhunderts in Paris lebte, aber davon mehr später. In das Blickfeld unserer Tage getreten ist er mit seiner sehr unbekümmerten Neuschöpfung der Mozartschen Zauberflöte im […]

Arien, Kantaten und Lieder

„Equivocal“ nennt The New Grove Dictionary of Opera Scarlattis Bedeutung für die Geschichte der Oper. Einerseits habe keiner in den letzten zwei Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts mehr dazu beigetragen, Neapels Ruf als führendes Opernzentrum zu festigen, habe kein Italiener zu dieser Zeit mehr Opernmusik von vergleichbarer Qualität komponiert und wurde keinem von seinen Zeitgenossen mehr […]

Les Francais à Berlin

„Sa voix fait naitre dans mon sein la dangereuse ivresse…“: Ich muss gestehen, dass mich die Stimme von Roberto Alagna erreicht wie kaum eine andere, eigentlich seit seinen (und meinen) Anfängen in Montpellier vor vielen Jahren (mit seinem jugendlich-feurigen Roberto Devereux) immer erreicht hat. Und über die vielen Jahre ist mir seine Stimme im Ohr, […]

Berlioz an der Scala

  Der Scala-Mitschnitt der Troyens von Berlioz (Walhall 0347) stellt eine markante Wegemarke in der steinigen Rezeption dieser monumentalen Oper dar. Nicht nur die Länge des Werkes, auch die qualitativ unterschiedliche Einstufung der beiden Teile (Akt 1-2 „La Prise de Troie“, Akt 3-5 „Les Troyens à Carthage“) hatten zur Folge, dass diese oft einzeln gegeben wurden. 1913 wurden in Stuttgart die Troyens […]