Grosse Oper – klein verpackt

 

Die Phädra-Vorlage des Eurypides hat neben Racine (den Schiller sogar ins Deutsche übersetzte) auch manche Komponisten inspiriert, so Simone Mayr oder Ildebrando Pizetti (nach D´Annunzio). Und auch Jean-Baptiste Lemoyne, ein Zeitgenosse Cherubinis (etwas jünger), der 1780 seine Phèdre auf die Bühne in Paris brachte.

Zu „Phèdre“: der Komponist Jean-Baptiste Lemoyne/ Wiki

Und in Paris konnte man sie nun (nach Präsentationen am Théâtre de Caen, Rouen und auf dem Weg zum Gastspiel in Moskau –  am 8. Juni 2017 neu erleben) in einer an zeitgenössische Tradition des Königlichen Hofes angelehnten  Reduktion vom Théâtre des Bouffes du Nord: in einer Bearbeitung für 10 Instrumente und 4 Sänger von Benoit Dratwicki (Musikwissenschaftler und Directeur artistique du Centre de Musique Baroque de Versailles) und Julien Chauvin, letzterer als 1. Geiger am Pult des Concert de la Loge. Der Klang ist natürlich ein anderer, als das originale, größere Orchester hätte bieten können. Aber so sehr man maulen mag – immerhin hört man dieses Werk in der Piccini-Nähe einmal. Die Verse sind von Jean-Benoit Hoffmann, der ja auch die Alexandriner für die Médée geschrieben hat.

Und angesichts eines wirklich sehr überzeugenden Solistenbildes, namentlich Judith van Wanroij (man erinnert sich an ihre leuchtende Stimme in den Danaides) und Enguerrand de Hys als Phèdre und Hippolyte, versöhnt man sich mit dieser Sparfassung. In weiteren Partien sangen Thomas Dolié den Thésée und Diana Axentii die fiese Amme Oenone. Julien Chauvin dirigierte mit viel Elan, wenngleich doch die Reduzierung die Ballette und vor allem den Chor wegließ, der in keiner französischen tragischen Oper der Zeit fehlen darf. Leider wird wohl der Palazetto dieses Mal die Aufführung nicht für die CD konservieren, obwohl France Musique das Ganze am 27. Juni 2017 übertrug. Deshalb im Folgenden ein Artikel von Benoit Dratwicki zum Werk und zum zeitlichen Umfeld. Eine kurze Biographie Lemoynes  ergänzt.

 

„Phèdre“ am Théâtre des Bouffes du Nord/ Szene/ Foto Théâtre de Caen/ Grogory Forestier

Zuerst ein Wort zur Transkription aus dem Programmheft der Aufführung 2017: Beginning with Marie Leczinska and her Concerts de la Reine in the reign of Louis XV and right up to those of the Empress Josephine during the First Empire, extensive archival sources point to the fact that shorter versions of operas or excerpts played by small forces were regularly performed at court. Arranged for a dozen or so musicians and a limited number of voices, the­se private concerts served both as an opportunity to exercise right of censorship before major works were premiered in the capital and a way of showcasing the most memorable passages once the works had been staged. The music arranged for these purposes was systematically and hurriedly set down by the Opéra’s teams of copyists who produced sets of manuscript parts not intended for publication. All these arrangements have been lost but administrative documents preserved in various national archives give us a fairly clear idea of the number and type of musicians involved in these occasional performances. It’s from these sources that this particular arrangement of Lemoyne’s Phèdre is drawn, embedding the quintet of strings in an ensemble of the kind of wind instruments most commonly deployed in the original score. Passages where a chorus is called for have been deliberately cut. In essence, the chorus was no more a key psychological player in the dramatic development of Phèdre in Lemoyne’s version than it was in Racine’s original.

 

„Phèdre“ Vigée-Lebrun Saint-Huberty war die erste Darstellin der Titelfigur/ OBA

Und nun die Anmerkungen von Benoît Dratwicki: Seine ersten Operntragödien hat Jean-Baptiste Lemoyne ab 1780 für die mächtige Stimme und das flammende Temperament der berühmten Sopranistin Saint-Huberty  geschrieben. „Herr Lemoyne und Fräulein Saint-Huberty lieben in der Oper nur die Themen, in denen es um Inzest, Gift und Mord geht“, klagte der Operndirektor der damaligen Zeit. In der Tat bringt er nach Électre eine Phèdre auf die Bühne, wobei er eine Partitur mit herben Klängen und heftigen Akzenten ersinnt, die geeignet sind, die psychischen Qualen dieser inzestuösen Königin darzustellen. Spiegelbildlich zu Racine hatte nun (für die gegenwärtige Präsentation erst in Caen dann in Paris) Marc Paquien entschieden, dieses Werk in einer auf vier Sänger reduzierten Fassung auf die Bühne zu bringen, die die Umrisse des Dramas betont, indem es das Spiel um eine Familientragödie ohne Ausweg konzentriert.

Die Premiere von Phèdre wurde am königlichen Hof wie auch in Paris gut aufgenommen, sowohl der Text als auch die Musik. Das Libretto von Hoffmann lehnt sich direkt an die Tragödie Phèdre von Racine (1677) an, indem es dem Zeitgeschmack folgt, die klassischen Tragödien in Operntragödien umzuwandeln.  Im selben Jahr 1786 standen mit Les Horaces von Salieri und La Toison d’or von Vogel zwei andere Beispiele auf der Opernbühne. Alle diese Werke belebten wieder die Diskussion über die Zweckmäßigkeit, die Tragödien des Repertoires der Comédie Française zu benutzen, um sie für die Opernbühne zu adaptieren. Schon die Andromaque von Grétry 1780 hatte diese Frage aufgeworfen. Man stellte in Phèdre Längen in manchen Szenen fest, die die Autoren sofort strichen, ohne dass es ihnen völlig gelang, eine gewisse Monotonie zu vermeiden, die durch das Fehlen von Kontrasten während der rezitierenden Bereiche entstand. Der Mercure fand die Poesie von Hoffmann „zart, angenehm, leicht“. Aber, gezwungen, dieselben Ideen wie Racine auszudrücken „konnten seine Verse einem solchen Konkurrenten nicht standhalten“. Die Affiches begrüßten die von Hofmann durchgeführten Kürzungen, die durch den Wechsel der neuen Aussage des Textes notwendig wurden. Mit dieser Tragödie wurde der junge Mann – er war nur 26 Jahre alt – sogar als einer der hoffnungsvollsten Dichter der Zeit angesehen.

„Phédre“: Vignette für den Thésee der Uraufführung/ BNO/ OBA

Man sieht, dass Lemoyne sehr von den Ratschlägen der Kritik und des Publikums profitiert hat, die er  zu seiner vorangehenden Tragödie Électre (1782) bekam und die für zu brutal und zu heftig gehalten  wurde. Vielleicht auch wegen einer übertriebenen Übernahme des Gluck’schen Systems. Die Partitur von Phèdre wurde als persönlicher empfunden und daher auch als natürlicher. Les Affiches meinten, dass Lemoyne das seltene Verdienst habe, „ein eigenes Genre zu besitzen“. Die Musik von Phèdre selbst wurde „vom Anfang bis zum Ende als besonnen, tief und erfüllt von zartestem Ausdruck empfunden, der aber manchmal in eine Art Melancholie ausartet.“ Der 3. Akt, „großartig erfunden“, macht diesen Fehler wieder wett. Man meinte zu bemerken, dass Lemoyne versucht habe, in mehreren Rezitativszenen diese Rezitative durch Gesang im eigentlichen Sinn zu ersetzen. Es zeigt sich ein schon romantischer Lyrismus. Die am meisten bejubelten Momente waren der Hymnus an Diane und das Gebet an Vénus am Beginn der Oper, die Arie der Phèdre (I, 4), ihr Duett mit Œnone (II, 1), die Anrufung des Neptun durch Thésée im selben Akt, die Rechtfertigung von Hippolyte im nächsten Akt und vor allem der von Schuldgefühlen erfüllte Monolog  der Phèdre im 3. Akt. „Dieses Stück ist nur ein Rezitativ, aber die Art, wie es gemacht ist, die mysteriösen, tiefen und erschreckenden Akzente des Orchesters zeigen das große Talent von Lemoyne“ , betonte der Mercure.

Ganz allgemein wurde die Vorstellung sehr gelobt. Die Ballette, obwohl nur episodisch, wurden akklamiert; man fand allerdings zu viel Keuschheit bei den Priesterinnen der Venus, die eher wie Dienerinnen der keuschen Diana wirkten.  Man empfahl ihnen (die Tänzerin) Mlle. Guimard als Vorbild, deren ausgelassene Haltung, ohne an Würde zu verlieren und Sinnlichkeit, ohne Vulgarität, perfekt ihrer Rolle entsprach. Mlle. Vigee-Lebrun Saint-Huberty, auf dem Gipfel ihrer Karriere, interpretierte Phèdre wirklich erhaben, und ließ das Wunder ihres Auftritts als Didon in der gleichnamigen Tragödie von Piccinni wieder auferstehen.  „Es ist unmöglich, ehrlichere , besser erfühlte und noblere Modulationen zu erzeugen. Alle Nuancen der Leidenschaft werden von dieser großen Darstellerin ausgedrückt, und sie verdient in ihrem Gesang nicht weniger Lob als in ihren Deklamationen“; versicherte der Mercure. Man warf ihr nur vor, manchmal die Gesangstimme zugunsten der gesprochenen Stimme aufzugeben. „Es ist nur ein Schrei, es ist nur ein Moment, aber dieser Moment ist unangenehm“. M. Rousseau in der Rolle des Hippolyte zeigte eine „unendliche Grazie“ und eine „kostbare Sensibilität“. M. Chéron in der Rolle des Thésée beeindruckte durch die Noblesse seiner Darstellung und durch seine klare und sonore Stimme. Mlle Gavaudan gab der Rolle der Œnone alles Gewicht, das möglich war.

„Phèdre“ am Théâtre des Bouffes du Nord/ Szene/ Foto Théâtre de Caen/ Grogory Forestier

Die Partitur der Phèdre zeigt, dass Lemoyne bemüht war, alle Unebenheiten, die man ihm bei Électre vier Jahre früher vorgeworfen hatte, auszugleichen. Wenn es der Musik auch ein wenig an Originalität fehlt, gewinnt sie an Lyrismus dazu. Das Thema eignet sich gut für intensive Szenen der Innenschau, vor allem für die Rollen von Phèdre und von Thésée. Lemoyne, der die Mittel von Mlle Saint-Huberty sehr gut kannte, schrieb ihr eine Rolle auf den Leib: Er betont ihre kraftvolle Höhe und er bringt auch die Tiefen ihrer Tessitura zur Geltung – insbesondere in den Rezitativen – um fast expressionistische Effekte zu erzielen. Man warf der Sängerin übrigens vor, diese zu übertreiben und die Sprechstimme zu sehr zu benutzen.

Die Orchestrierung von Lemoyne, die eher konventionell ist, wirkt manchmal ein wenig überladen und verlangt den Sängern ständig höchsten Einsatz ab, was zweifellos sehr anstrengend ist. Übrigens koloriert der Komponist geschickt pittoreske Szenen (wie in denen der Jäger) und findet teilweise vor-romantische Akzente (wie im letzten Monolog der Phèdre). Im Gegensatz zur italienische Schule von Piccinni, Sacchini und Salieri pflegt Lemoyne eine mehr französische Kunst, in der Nachfolge von Gossec insbesondere, wo das Theater und die Deklamation ihre Vorherrschaft über den Gesang im eigentlich Sinn behalten. (Quelle Palazetto Bru Zane/ Übersetzung Ingrid Englitsch)

 

 Der Autor Benoit Dratwicki: Benoît Dratwicki étudie le violoncelle, le basson, la musique de chambre, la formation musicale, l’analyse, l’orchestration et l’histoire de la musique au Conservatoire de Metz dont il est diplômé. Parallèlement, il entame des études universitaires d’abord à Metz puis à Paris IV-Sorbonne où il obtient une maîtrise et un DEA de musicologie. Il complète sa formation dans les classes d’histoire de la musique, de culture musicale et d’esthétique du CNR de Paris et du CNSMDP. Spécialiste de l’opéra français du xviiie siècle et de la mutation des styles et des genres lyriques entre 1750 et 1815, il est l’auteur de plusieurs travaux de recherche sur ces sujets et a soutenu en Sorbonne une thèse sur François Colin de Blamont (1690-1760). Une carrière officielle au cœur des institutions musicales françaises du Grand Siècle au Siècle des Lumières (mention très honorable avec les félicitations du jury). En 1995, il obtient un second prix au Concours général (musique).

Der Autor und verantwortlich für die reduzierte Fassung der „Phédre“: Benoit Dratwicki/Palazetto Bru Zane

Dans le cadre de ses activités, il est également actif dans le domaine de l’édition de livres et de partitions. Auteur de la première biographie du directeur de l’Opéra de Paris Dauvergne (Antoine Dauvergne (1713-1797) : une carrière tourmentée dans la France des Lumières, Mardaga, 2011), il supervise des séries de programmes de salle (les livres-programmes du CMBV de 2002 à 2010) ou de livres-disques (notamment la collection d’opéras français du Concert Spirituel pour le label Glossa). Au CMBV, il édite plusieurs partitions de musique vocale dont une collection de recueils d’airs clavier-chant (Campra, Lully, Rameau…)

Entre 1996 et 2008, il se produit en concert avec l’ensemble L’Astrée dont il est le fondateur et pour lequel il transcrit de nombreux ouvrages. Il poursuit cette pratique de la transcription pour plusieurs ensembles professionnels (Messe pontificale de Théodore Dubois pour le Brussels Philharmonic, Atys de Piccinni ou Le Saphir de David pour Le Cercle de l’Harmonie). En 2001, il intègre le Centre de musique baroque de Versailles en tant que délégué aux relations artistiques ; en 2006 il devient directeur artistique poste qu’il occupe actuellement. À partir de 2006, il participe à la création du Palazzetto Bru-Zane (Centre de musique romantique française) à Venise, institution pilotée par la Fondation Bru. Il en est d’abord le directeur artistique (2006-2009) avant d’en devenir le conseiller artistique (2010-/) chargé plus particulièrement des distributions vocales et de la mise en œuvre des projets lyriques. Régulièrement invité pour des colloques, des conférences ou des jurys de concours, Benoît Dratwicki est producteur des émissions La Querelle des Bouffons et Sortez les jumelles sur France Musique (2006-2007) animée avec son frère jumeau Alexandre Dratwicki.

Depuis treize ans, on lui doit l’initiative ou la mise en œuvre d’importantes coproductions aboutissant à la recréation ou à la reprise de nombreux ouvrages français peu connus, en concert et à la scène, prolongées en général par des enregistrements discographiques ou DVD. (Quelle Wikipedia France)

 

 

„Phèdre“: Gemälde von Pierre Narcise Guérrin/ Wiki

Biographie: Jean-Baptiste Lemoyne (Moyne) (* 3. April 1751 in Eymet; † 30. Dezember 1796 in Paris) war ein französischer Komponist. Er wuchs bei seinem Onkel auf, der Kapellmeister in Périgueux war. 1770 ging er nach Berlin und studierte unter J.G. Graun, Kirnberger und J.A.P. Schulz. Nach einem Aufenthalt in Warschau, wo seine Oper Le bouguet de colette uraufgeführt wurde, ging er um 1780 nach Paris, um seine erste ernsthafte Oper Electre zu Aufführung zu bringen, die er Marie Antoinette widmete. Gluck, dessen Ideen der Reformoper der Komponist nachahmen wollte, distanzierte sich von dem Werk, das nicht gut aufgenommen wurde. Lemoyne wandte sich daraufhin Niccolò Piccinni als Vorbild zu… (Quelle Wikipedia)

  

Zum Inhalt: Act I / The scene is set in the countryside near Troezen. The buildings of the city may be seen in the background, towards the right; to the left, also in the background, is a wooded hillside, while to the right is a newly built temple consecrated to Venus. Day is breaking. Hippolytus (Hippolyte) and his companions are setting off for the hunt. Phaedra (Phèdre), who arrives without being seen, observes Hippolytus as he leaves; her expression reveals the burning passion she feels for him. The queen hopes to soothe her tormented heart with a sacrifice in honour of the goddess. But she mixes up the words of her prayers, and her visions betray her. She finally confesses her love for Hippolytus to her attendant OEnone, who points out the dangers it entails. At this very moment, however, the queen is informed that her husband Theseus (Thésée), who has gone down into the Underworld, is very unlikely to return. Phaedra herself must ascend the throne; she begins to believe in a love that was hitherto impossible.

„Phèdre“ am Théâtre des Bouffes du Nord/ Szene/ Foto Théâtre de Caen/ Grogory Forestier

Act II / The scene is set in a gallery in the palace of the kings of Troezen. Phaedra has been crowned. The queen asks Hippolytus how he is feeling; the young man’s submissive attitude further inflames her passion. She reveals to OEnone that she plans to marry him and have him crowned king. Supported by her attendant, she declares her love, but is rejected. Coup de théâtre: Theseus, who had been thought dead, now returns. Hippolytus rushes to his father’s arms, but promises himself not to reveal anything of what he has learned. Theseus is astonished not to see the queen, and wishes to go to her apartments with Hippolytus. The latter declines to do so and even requests permission to leave the kingdom. Theseus, believing Phaedra has come to hate her stepson, laments the division that reigns in his family and prays the gods to restore its peace and happiness.

Act III / The scene depicts, to the right, the outer colonnade of the palace, and to the left a garden adorned with statues. In the background, porticoes offer a view of the sea between the columns; behind one of the porticoes, to the right, is an ancient temple of Neptune built on the rocks by the shore. OEnone, fearing that Hippolytus has been indiscreet, accuses the prince of wishing to besmirch the queen’s honour. Theseus believes her; the very fact that Phaedra is absent appears to him to provide certain proof. He beseeches Neptune, who has promised to grant the king’s first wish, to punish his son. Hippolytus is surprised by the anger of his father, who refuses to hear him justify himself. Theseus, still furious, exiles him from the kingdom. Phaedra appears. Stricken by remorse, she is unaware of Hippolytus’ fate. OEnone informs the queen of what she has done for her; Phaedra is revolted, and dismisses her attendant. Left alone, she senses that death is her only recourse; she will live only long enough to vindicate Hippolytus’ innocence. Thunder rumbles and a dreadful storm comes up. Theseus seeks to calm the wrath of heaven, fearing for the life of the son he has outlawed. But a messenger comes to announce his death: a monster sent by Neptune has dragged him down into the depths of the sea. Hearing the news, Phaedra can restrain herself no longer: she declares her crime and kills herself at the feet of Theseus, whose despair is all the more immense when he learns that his son was innocent. (Quelle Palazetto Bru Zane/ Théâtre des Bouffes du Nord Paris/ Foto oben: „Phaedra“, Gemälde von August Cabanel, 1880, Wikipedia)