Robert O’Dwyers Oper  „Eithne“

 

Eine Oper in Gälisch? Was es alles gibt, denkt der Opernfreund, als er am Radio der irischen Klassikstation RTE Lyric im Oktober 2017 der Übertragung von Eithne lauscht, in irischer Sprache dazu, was wirklich ungewöhnlich ist und dem Kontinentalbewohner neu. Den meisten Iren wohl auch, denn Robert O` Dwyers Oper von 1909 wurde auch in der Republik Irland als eine Seltenheit gefeiert, ist doch die englische Sprache als Nachwirkung der viel zu langen britischen Besatzung die verbindliche. Zwar wird in Gesamt-Irland die alte Sprache noch gepflegt, ihr Gebrauch aber mutet eher folkloristisch an. Insofern ist eine Wiederbelebung eben dieser Oper ein ganz wichtiges Signal eigener kultureller und politischer Identität, namentlich in Zeiten des Brexit, der die Republik Irland wegen der Grenze zu Nordirland besonders trifft. Deshalb war die Aufführung von Eithne auch ein Signal an den irischen-britischen Nachbarn auf eine mögliche Wiedervereinigung irgendwann.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ der Komponist 1921/ Eithne-Project

Eithnes Libretto von Tomas O´Cealleaigh greift auf irische Mythen zurück (s. den Aufsatz von Axel Klein nachstehend) und steht damit in der Tradition der Liebe der Iren zu Geschichten von Elfen und Kobolden, von Figuren der Vorzeit, von Zeitenwenden und Zeitenwechseln (wie sie die Serien Herr der Ringe und Game of Throne ausbeuten). Robert O´Dwyers Musik ist die seiner Zeit, spätromantisch und milde wagnerianisch im britischen Umfeld mit einem kräftigen Schuss Mendelssohn, Brahms und Elgar – wie auch anders, war doch die Übermacht des Vereinigten Königreiches erdrückend in jeder Hinsicht. Eignes, Individuelles zu schaffen konnte sich nur im Bezug auf die eigene Vergangenheit und die eigene Sprache aufrichten. Der mitwirkende Sänger Gavan Ring beschreibt im nachfolgenden Artikel die näheren Umstände der Oper und ihre Verbreitung.

Fergus Shield dirigierte 2017 den Chor der Dubliner Opera Company und das RTE (Radio) National Symphony Orchestra in einem Großaufgebot, wie man im gestreamten Mitschnitt sehen konnte. Nicht alle aus Irland stammenden Sänger können noch Gälisch, insofern war die versammelte Crew beneidenswert versiert in der gesungenen Sprache. Gavan Ring war ein sonorer High King of Irland, Rachel Croach gab mit fester Mezzostimme die Hauptfigur Una, Orla Boylan dann die Titelfigur Eithne, dazu kamen in verschiedenen Rollen Eochan Desmond, Conor Breen, Fergus Curtis, Robin Tritschler, Imelda Drumm, Eamonn Mulhall, Brendan Collins, John Molloy und Robert McAllister. Es war wirklich – selbst „nur“ im Radio – ein  beeindruckendes Erlebnis! Eine CD wird folgen. Wie spannend und vielfältig ist doch Europa! G. H.

 

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Konzert in Dublin 1910/ Foto Programm Opera Theatre Company 2017

Nun also der Sänger Gavan Ring zu Eithne und ihrem Komponisten:  Der vom irischen Musikwissenschaftler Joseph Ryan als „farbiger Charakter“ beschriebene Komponist Robert O’Dwyer wurde am 27. Januar 1862 in Bristol als Sohn irischer Eltern geboren. Er wurde dort in verschiedenen Kirchen als Chorknabe und Organist ausgebildet, bevor er seine Karriere als Tenor bei der Carl Rosa Opera Company und anschließend als Dirigent begann – sein erster Einsatz mit dem Taktstock ereignete sich, als er 1891 erfolgreich für den Chefdirigenten während einer Carl-Rosa-Aufführung von Wallace‘ Maritana einsprang. Es schlossen sich weitere Engagements bei verschiedenen britischen Wandergruppen an, bevor er sich 1897 in Dublin niederließ. Im Jahre 1900 wurde man landesweit erstmals auf O’Dwyer aufmerksam, als seine Orchesterouvertüre Rosalind den ersten Preis beim Belfast Feis Ceoil gewann. Diese Leistung stand am Anfang von O’Dwyers erfolgreichster Dekade als Komponist – eine Periode, in der er einer der Stimmführer wurde im Bestreben hinsichtlich der Etablierung einer unverwechselbaren nationalen Schule der irischen Musikkomposition.

Überaus nationalistisch und ein starker Befürworter einer Wiederbelebung der irischen Sprache (irisch Gaeilge), wurde er nicht lange nach seinem Erfolg mit Rosalind Mitglied der Conradh na Gaeilge (Liga des Irischen) und gründete 1902 den Festchor der Liga. Die Liga gab sogleich Chormusik bei O’Dwyer in Auftrag. Den Anfang machte eine Reihe von vierteiligen Liedern, genannt Amhrán an Oireachtais (1902). Bereits 1904 beauftragte die Liga O’Dwyer indes in Kooperation mit dem bekannten Schriftsteller Tadhg O’Donoghue mit einem Opernprojekt, das den ersten Akt des irischen Märchens Crann an Óir (Der Goldbaum) vertonten sollte. Dieser erste Aufzug wurde beim Oireachtas na Gaeilge, dem alljährlichen Festival der Liga, im selben Jahr aufgeführt und entpuppte sich insgesamt als großartiger Erfolg.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Konzert in Dublin 2017/ Gavan Ring/Foto Opera Theatre Company 2017

In der Hoffnung, den Erfolg von Crann an Óir wiederholen zu können, verlangte die Liga von O’Dwyer für das Festival von 1909 etwas Ähnliches. Der Komponist entschied sich für die märchenhafte Legende von Éan an cheoil bhinn (Der Vogel der süßen Musik), die ihm die Basis für den Plot von Eithne lieferte. Die Geschichte dieser Legende selbst war bereits allgemein bekannt innerhalb der Kreise der Liga des Irischen, da sie bereits als Teil des unveröffentlichten Geschichtenwettbewerbs im Zuge des Festivals von 1901 eingereicht und 1908 schließlich publiziert worden war. O’Dwyer gewann den renommierten Wissenschaftler und Dramatiker Tomás Ó Ceallaigh als Librettisten für Eithne. Ó Ceallaigh, ein aus Sligo stammender Priester, war sehr aktiv in der Formierung der irischen kulturellen Wiedergeburt im Laufe des frühen 20. Jahrhunderts; seine Übersetzung von W. B. Yeats Meilenstein Cathleen ni Houlihan im Jahre 1902 verschaffte ihm einen großen Bekanntheitsgrad.

Das Libretto entstand in weniger als einem Monat im Juli 1909; die Proben für Eithne begannen, als O’Dwyer in seinem Haus in Rathmines komponierte. Er engagierte zudem drei Kopisten für die Orchesterparts. Der Kompositionsprozess ging so hektisch vonstatten, dass der Abend vor der Vollendung von Eithne mit der Generalprobe zusammenfiel. Eithne erlebte seine Uraufführung am 2. August 1909 und lief bis zum 5. August im Round Room der Dubliner Rotunda (dem heutigen Ambassador Theatre). Die von einem Orchester von vierzig Musikern und einem Chor von sechzig Sängern begleiteten und von O’Dwyer persönlich geleiteten Aufführungen waren ungeheuer erfolgreich und wurden von der Kritik mit Lob überschüttet. Dies führte dazu, dass man innerhalb der Liga ein Komitee einsetzte, das die Publizierung der Gesangspartitur initiierte und eine Wiederaufnahme der Oper für 1910 beschloss. Das unter dem Vorsitz des bekannten irischen Mediziners Sir Charles Cameron stehende Komitee bestand aus Vertretern der künstlerischen, politischen und gesellschaftlichen Intelligenzija Dublins, darunter Douglas Hyde und die Countess Markiewicz.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Kozert in Dublin 2017/ Orla Boylan/Foto Opera Theatre Company 2017

Die Aufführungen am Gaiety Theatre im Mai 1910 wurden von der Kritik sogar mit noch mehr Hochachtung bedacht und der Erfolg übertraf selbst den vom Vorjahr in der Rotunda. Die Irish Times schrieb: „Die Oper wurde begeistert aufgenommen und Mr. O’Dwyer erschien etliche Male mit den Direktoren auf der Bühne, um den Applaus nach dem Ende jeder Szene entgegenzunehmen.“ Obwohl die Gaiety-Vorstellungen nicht abhängig waren von der Fertigstellung der Orchesterpartitur, erwiesen sich die Proben des Jahres 1910 als weitere rasende Erfahrung. In einer interessanten kleinen Anekdote des Freeman’s Journal wird erwähnt, wie O’Dwyer in der Eröffnungsvorstellung 1910 seinen Dirigierstab vergaß: „Der arme Mr. O’Dwyer hat sich mit den Proben etc. beinahe selbst zu Tode gearbeitet, und an diesem Abend wusste er kaum, ob er auf seinem Kopf oder auf seinen Absätzen stand, bevor er das Dirigentenpodium erreichte; und dann bemerkten wir, dass er nun wieder er selbst war. Doch als er im Begriff war, seinen Platz einzunehmen, fiel ihm auf, dass er seinen Dirigierstab vergessen hatte. Der Bühnenmanager rannte hinüber zu einem kleinen Geschäft auf der anderen Straßenseite, kaufte einen Stock für einen Penny, kürzte ihn um ein Stück und übergab ihn Mr. O’Dwyer. Damit dirigierte er die erste Aufführung von Eithne.“

Eithne lief vom 16. bis 21. Mai 1910 am Gaiety Theatre, wurde jedoch unterbrochen durch das Begräbnis von König Eduard VII., dass es notwendig machte, das Theater während der beiden letzten Vorstellungen zu schließen. Dies bedingte einen Verlust von 200 Pfund – heute ungefähr 25.000 Euro –, die O’Dwyer selbst bezahlen musste.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Kozert in Dublin 1910 Ankündigung/ Foto Programm Opera Theatre Company 2017

Obschon O’Dwyers Großtat mit Eithne ihm eine Professur für irische Musik am University College Dublin verschaffte und seine vorzügliche Reputation in Irland bis zu seinem Tode 1949 fortdauerte, blieben verschiedentliche Bitten um eine Wiederaufnahme von Eithne unerhört. Auch wenn die Aufführungen von 1909 und 1910 tatsächlich sehr positiv aufgenommen worden waren, führten die wenig später verstärkt aufgeworfenen sozialpolitischen Fragen wohl auch dazu, dass das Werk an Popularität einbüßte. Die Opernszene in Dublin im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde hauptsächlich durch einen Appetit auf ausländisches Repertoire gestützt. Nach der Ausrufung der Republik im Jahre 1922 wurde Irlands kulturelle Anschauung zunehmend in sich gekehrt und Kunstmusik stand nur mehr wenig im Zentrum. Einheimische Erfindungen wie Eithne konnten diesem Typus des kulturellen Paradigmas nicht genügen. Englischer Originaltext von Gavan Ring, Übersetzung ins Deutsche von Daniel Hauser

 

Robert O´Dwyer: „Eithne“/Die Sammlung „Annals of the Four Masters“ war die Grundlage für das Libretto von „Eithne“/ Wiki

Dazu passt der Artikel von Axel Klein, ein auf Irland spezialisierter Musikwissenschaftler– ebenfalls dem Programmheft der Aufführung von O´Dwyers Eithne entnommen: Keltizismus in der irischen Oper.  Robert O’Dwyers Eithne ist einer der bedeutendsten Beiträge zum Keltizismus in der irischen Musik – ein Trend, der besonders an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert verbreitet war und der auf entsprechende Entwicklungen innerhalb der Literatur, des Schauspiels und der bildenden Künste reagierte. Anders als im Falle der meisten anderen Vertreter dieser Kunstgattungen, sind die musikalischen Entsprechungen weitgehend vergessen. Eithne erinnert uns daran, was wir verloren haben. Wir sollten und könnten einen ausgewogeneren Blick auf diese Epoche der irischen Kunst wiederbeleben, indem wir die Zeit und eben die Musik mehr in den Fokus stellten.

Definieren wir Keltizismus für unseren Zweck als einen Rückgriff auf Figuren, Geschichten, Legenden oder Mythen durch einen zeitgenössischen Künstler. Diese sind Teil des gemeinsamen Erbes der früheren Kelten. Im Falle von Irland geht dies oftmals bis lange vor die frühe Christianisierung zurück, bis zu den Legenden der Fianna oder den Ereignissen in den Annalen der vier Meister. Oftmals schlachten solche Werke existierende irische Legenden aus, indes spielen nicht selten halbauthentische oder erfundene Charaktere, die ein keltisches Klischee erschaffen, ebenfalls eine Rolle.

Der Keltizismus in der irischen Oper begann weder mit O’Dwyer noch endete er mit ihm. Sein Ruhm liegt beinahe ausschließlich in Eithne begründet. Die Anfänge des Wiedererwachens der verlorenen keltischen Vergangenheit Irlands beginnt im 18. Jahrhundert. In der Operngattung sind die ersten Werke The Milesian (1777) des in Dublin geborenen Charles Thomas Carter (um 1735-1804) und vielleicht die musikalischen Theaterstücke Genius of Ireland (1784) und The Island of Saints (1785) des eingewanderten italienischen Komponisten und Impresario Tommaso Giordarni (um 1733-1806) – der heute in erster Linie für seine Tenorarie Caro mio ben bekannt ist. Ob die beiden letzteren Werke überhaupt als Opern bezeichnet werden können, ist eine andere Frage, doch sind wir auf sichererem Terrain mit Thomas Simpson Cookes Thierna-na-Oge oder The Prince of the Lakes (1829), anglisiert von Tír na nÓg, dem mythologischen Land der ewigen Jugend. Interessanterweise erfuhren sowohl Carters Milesian als auch Cookes Thierna-na-Oge ihre Aufführungen nicht auf irischen, sondern auf englischen Bühnen.

Cork war der Ort der nächsten irischen keltizistischen Oper. Es handelt sich um Amergen, geschrieben von Paul McSwiney (1856-1890) und erstaufgeführt am 23. Februar 1881 in Cork. Das Werk erregte seinerzeit erhebliches lokales Interesse. Verschiedene Zeitungen berichteten täglich über den Fortgang der Proben, und während der fünf Aufführungen war das Haus „bis auf den letzten Platz besetzt vom Boden bis zur Decke“. McSwineys eigenes Libretto konzentrierte sich auf eine versuchte wikingische Invasion Irlands, die aufgrund des Heldenmutes von Amergen fehlschlägt, der das Leben des irischen Hochkönigs Conaire Mór rettet und zum Dank dafür dessen geliebte Tochter Adela zur Frau erhält.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Konzert in Dublin 1909/ Foto Opera Theatre Company 2017

Kurz nach der Jahrhundertwende erfasste die Welle an keltizistischen Opern ganz Irland. Die erste war Connla of the Golden Hair (1903) von William Harvey Pélissier, einem ziemlich obskuren Komponisten, der um 1873 in Clonmel in der County Tipperary geboren wurde und während des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts in Dublin aktiv war. Das Werk gewann den Kantatenpreis (!) beim Feis Ceoil im Mai 1903, wurde als Resultat dessen gedruckt und verlegt und erlebte eine konzertante Aufführung. Die Publikation zeigt klar Pélissiers Intentionen in Sachen Oper, unter anderem eine sehr detaillierte Liste an Leitmotiven, die von Wagner inspiriert wurden. Das Libretto des Komponisten basiert auf einer alten irischen Erzählung aus dem Königszyklus, ursprünglich genannt Echtrae Chonnlai (Connlas Abenteuer). Es erzählt verschiedene, zunächst erfolglose Versuche verführerischer Elfen, den Opernhelden nach Moy-Mell zu locken, ein mythologisches Elfenland; am Ende sind diese Versuche von Erfolg gekrönt. Geht man von der Partitur aus, handelt es sich keinesfalls um ein schlechtes Werk; es weist einige reizvolle Chöre und ein paar wirklich dramatische Momenten auf, auch wenn die Leitmotividee ein wenig überambitioniert erscheint.

Im Dezember desselben Jahres wurde Muirgheis (1903) von Thomas O’Brien Butler (1861-1915) uraufgeführt, ein Stück mit dem Untertitel „Die erste irische Oper“ mit Verweis auf sein irisches Libretto. Dies entpuppt sich freilich als eine von Thadgh O’Donoghue vorgenommene irische Übersetzung eines englischen Textes von Nora Cheeson und George Moore. Wahrscheinlich war zwar eine irischsprachige Aufführung geplant, doch da die erste (und einzige) Vorstellung auf Englisch gesungen wurde, geht die Ehre, die erste Oper auf Irisch zu sein, tatsächlich an O’Dwyers Eithne. Muirgheis löste eine hochgradig kontroverse Rezeption aus, die sich vor allem mit der Frage beschäftigte, ob die löbliche Idee einer irisch-keltischen Handlung im Einklang zu bringen sei mit einer vergleichsweise unreifen Musik.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Songbook of „Irish Songs“ von Thomas Moore – einer der wichtigsten irischen Dichter, dessen Irish Songs eine ganze Welle von internationalen Kompositionen auslöste/ OBA

Weder O’Dwyers Eithne (1909) noch die einaktige Oper The Tinker and the Fairy (1910, nach Douglas Hyde) von Michele Esposito (1855-1929) können der Unreife bezichtigt werden. Letztere wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenfalls ein lohnendes Werk, das nach einer modernen Aufführung verlangte. Der produktivste Komponist keltizistischer Opern war gleichwohl Geoffrey Molyneux Palmer (1882-1957) mit Werken wie Finn Varra Maa (1917), Sruth na Maoile (1923), der komischen Oper Grania Goes (1924) und Deirdre of the Sorrows (1925), der ersten eines beabsichtigten „Cuchulainn-Zyklus“ von drei Opern, der indes aufgrund Palmers schlechtem Gesundheitszustand eingestellt werden musste. Sruth na Maoile war eine weitere vollwertige ernste Oper auf Irisch – und die letzte ihrer Art. Spätere Produktionen von Éamonn Ó Gallchobhair (1906-1982) während der 1940er und 50er Jahre gehörten einem eher leichten Typus an. Englischer Originaltext von Axel Klein, Übersetzung ins Deutsche von Daniel Hauser

 

 

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ der Autor und Bariton Gavan Ring/ Konzert in Dublin 2017/ Foto website Gavan Ring

Dank an die Autoren; Dr Gavan Ring studied at the Schola Cantorum St Finian’s College before reading Education and Music at Dublin City University. A first-class honours Master of Music in Performance graduate from the Royal Irish Academy of Music, Gavan also holds the double distinction of being the first opera singer and the youngest candidate to graduate from the Royal Irish Academy of Music as a Doctor of Music in Performance. Gavan is an alumnus of the National Opera Studio in London, the Glyndebourne Jerwood Young Artist Programme and the Opera Theatre Company Young Associate Artist Programme. Gavan is a multiple national and international prizewinner, most recently being awarded second prize at the 2015 Concorso Lirico Internazionale di Portofino in Italy. Gavan was also awarded second prize at the 2013 Wigmore Hall/Kohn Foundation International Song Competition. Major national awards include the Southbank Sinfonia Award for Orchestral Song, the National Concert Hall Dr Bernadette Greevy Bursary and the Cuisine de France John Count McCormack Bursary.

Concert appearances include performances with the Orchestra of the Age of Enlightenment, the RTÉ National Symphony Orchestra, the RTÉ Concert Orchestra, the Ulster Orchestra and the Scottish Opera Orchestra with recent highlights including Offenbach’s Fantasio under the baton of Sir Mark Elder, Britten’s War Requiem with Mark Padmore and Gilbert & Sullivan’s HMS Pinafore for the 2015 Edinburgh International Festival under the baton of Richard Egarr. Recitals include collaborations with pianists Eugene Asti, Graham Johnson and Simon Lepper at Wigmore Hall, the Oxford Lieder Festival, BBC Radio 3 NI Festival of Voice and the Dublin Song Series.

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ Besetzung 1909 auf dem Deckblatt der gedruckten Partitur/ Foto Gavan Ring/ facebook

Opera includes Figaro Il barbiere di Siviglia, Horatio Hamlet, Morales Carmen, Nardo La Finta Giardiniera and Phoebus The Fairy Queen for Glyndebourne; Ping Turandot, Novice’s Friend Billy Budd, Guglielmo Cosi fan tutte, Figaro The Barber of Seville, Manuel La Vida Breve, Schaunard La Bohème and Jake Wallace La Fanciulla del West for Opera North; Bill Bobstay HMS Pinafore and Pluto Orpheus in the Underworld for Scottish Opera; Lieutenant Gordon in the European premiere of Kevin Puts’ Silent Night and Oompa Loompa The Golden Ticket for Wexford Festival Opera; Figaro Il barbiere di Siviglia and Steuermann Tristan und Isolde for Wide Open Opera; Hartmann Fantasio in concert and recording for Opera Rara; Dr Falke Die Fledermaus for Opera Holland Park; Dancaire Carmen in concert for Ensemble Matheus and Árd-Rí na hÉireann in Robert O’Dwyer’s Eithne in concert and recording for Opera Theatre Company/RTÉ NSO.

Discography includes O’Dwyer: Eithne (RTÉ Lyric FM Release 2018), HMS Pinafore (Linn Records 2016), Fantasio (Opera Rara 2014) and Fleischmann: Orchestral Works (RTÉ Lyric FM 2010). Gavan Ring is kindly supported by An Chomhairle Ealaíon/The Arts Council of Ireland. (Quelle website: https://www.gavanring.co.uk/biography)

 

Robert O´Dwyer: „Eithne“/ unser Autor – der  Musikwissenschaftler Axel Klein/ website

Dr. Axel Klein: Ever since he spent a year at Trinity College Dublin (Ireland) in 1987 – he has been researching aspects of Irish musical history. Since this is NOT his main professional activity, the actual extent of his research is limited, both in scope as in topics. (…)

A few dates about his academic „career“: he was born in Münster, Westphalia, in 1962, studied music and musicology at Hildesheim, Germany (1984–90), and at Trinity College Dublin, graduating in 1990 with a degree as „Diplom-Kulturpädagoge“. His 1995 Ph.D. thesis on twentieth-century Irish art music (supervisor: Werner Keil) was the first major work in this area. It was published (in German) as Die Musik Irlands im 20. Jahrhundert (Hildesheim, 1996). Further publications include Irish Classical Recordings – A Discography of Irish Art Music (Westport CT, 2001), O’Kelly – An Irish Musical Family in Nineteenth-Century France (Norderstedt, 2014) and many articles in books and journals. He also co-edited Irish Music in the Twentieth Century (= Irish Musical Studies 7, Dublin, 2003) and The Life and Music of Brian Boydell (Dublin, 2004).

Daniel Hauser übersetzt tapfer und un verzagt für uns aus dem Englischen – Danke Daniel.

As an independent scholar he was the ‚Irish Advisor‘ to the German encyclopedia Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG) (Kassel, 1994–2008), contributed to the New Grove Dictionary (London, 2001), the Dictionary of Irish Biography (Dublin, 2009) and wrote about 85 articles for the Encyclopedia of Music in Ireland (Dublin, 2013).

In 2015, he became a Research Associate of the Research Foundation for Music in Ireland (RFMI), and he was elected an honorary Corresponding Member of the Society for Musicology in Ireland (SMI).

(Quelle: https://www.axelklein.de/about-1/ Foto oben: „Deirdre of the sorrows“/ Wikipedia/)

Dank an die beiden Autoren und besonders an Axel Klein für Beratung und bereitgestelltes Material! G. H.