Emilia und ihre Schwestern

 

 

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Deutschen Oper Berlin ist auch in der Neuinszenierung von Janáceks Vec Makropulos die Titelheldin in mehrfacher Gestalt zu sehen. Regisseur David Hermann und Ausstatter Christof Hetzer zeigen sie in vielerlei Gewandung unterschiedlicher Epochen, in denen sie gelebt hat. Vielleicht sind es auch einige der Rollen, welche sie auf der Bühne in ihrer langen Karriere als berühmte Operndiva verkörperte. Da gleicht sie der Maria Stuart im Renaissance-Kostüm oder der Marguérite Gautier in einer Robe der Belle-Epoque. Eine Figur lässt gar an die Zigeunerin Carmen denken. Die Aura der mythischen Sängerin verströmt Evelyn Herlitzius bei ihrem Rollendebüt nicht – sie wirft sich wie stets mit körperlichem und gesanglichem Totaleinsatz in die neue Partie, erobert sie sich auf ihre ganz individuelle Weise mit expressiver Körperhaltung und bohrendem Dauer-forte. Die Ikone aber bleibt sie schuldig – und auch den eiskalten, lebensmüden Zynismus dieser Frau.

"Die Sache Makropulos"/ Szene/ Regie: David Hermann, Premiere am 19. Februar 2016, Deutschen Oper Berlin, copyright: Bernd Uhlig

„Die Sache Makropulos“/ Szene/ Regie: David Hermann, Premiere am 19. Februar 2016, Deutschen Oper Berlin, copyright: Bernd Uhlig

Die in der Mitte von einer gläsern-transparenten Wand geteilte Bühne zeigt links ein historisches Interieur mit viel Patina an den Wänden und auf dem Parkettboden. Hier agiert Emilia (bzw. eines ihrer Doubles) in altertümlicher Kostümierung mit ihrem Kind und Menschen der Vergangenheit, so mit ihrem Geliebten Josef Ferdinand Prus, dem Vater des Kindes. Die rechte Seite stellt im Stil modernerer Zeit mit Mobiliar im Bauhaus-Stil die Kanzlei des Dr. Kolenaty dar, der den seit vielen Jahren schwelenden Erbschaftsstreit Prus gegen Gregor als Anwalt begleitet. Gelegentlich gehen die beiden Zeitebenen ineinander über, werden miteinander montiert und die zwei Spielflächen nicht mehr konsequent beibehalten. Besonders problematisch ist das dann, wenn das rechts Gesungene parallel dazu links pantomimisch illustriert erscheint. Auch wird das Surreale der Geschichte optisch nur selten verdeutlicht – Projektionen (Martin Eidenberger) lassen hin und wieder den Raum rotieren, die Wände flimmern oder verändern deren Strukturen und Muster. Auf einem weißen Vorhang erscheint flackernd die Formal EM = me, was auf die vielen Namen verweist, die Emilia im Lauf der Jahrhunderte trug und die alle die Initialen EM tragen. Die Schlüsselszene des Werkes ist Emilias finaler Monolog, wenn sie das endlich wieder gefundene Rezept, das ihr Leben um weitere dreihundert Jahre verlängern könnte, überdrüssig und müde an die junge Sängerin Krista (Jana Kurucová mit strahlendem Sopran) weiterreicht, die es jedoch verbrennt. Bei Hermann ist diese dramaturgisch so wichtige Entscheidung Kristas nicht zu sehen. Statt derer werden Emilias Doppelgängerinnen von Männern bis auf die Korsage entkleidet und auf fünf Pritschen an der Rampe postiert, wo sie in pathologischen Zuckungen Todesqualen durchleiden und das Papier mit dem Rezept verschlucken. Und auf einer Treppe im Hintergrund

vor einem weißen Vorhang muss Herlitzius ihre Schluss-Szene singen und wird dabei vom Regisseur um jede Wirkung gebracht. Wie Hermann seine Protagonistin in diesem alles entscheidenden Moment derart allein lassen konnte, ist das große Rätsel dieser Inszenierung. Ganz am Ende überrascht sie doch noch mit einem effektvollen Einfall, wenn sich hinten der weiße Vorhang öffnet und genau das erste Bühnenbild, nun als Theater-auf-dem Theater, wiederholt wird.

Seine Meriten hat der Premierenabend (19. 2. 2016) im orchestralen Bereich. Denn Donalds Runnicles lässt Janáceks Musik mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin in vielen Facetten schillern – ihre fiebrige Nervosität, ihre schwelgerischen Lyrismen, die spröde Motorik und schneidenden Bläserfanfaren. Neben der Herlitzius in wechselnden roten Kostümen sind vor allem Ladislav Elgr als Albert Gregor mit wuchtigem, in der exponierten Höhe bemüht klingendem Tenor, Derek Welton als Baron Prus mit klangvoll dunklem Bariton, Seth Carico als Doktor Kolenaty mit tiefschwarzem Bass und Paul Kaufmann als Vitek mit lyrischem Tenor zu nennen. Erwähnenswert ist Rebecca Raffell als Aufräumefrau im weißen Frack (!) wegen ihrer monströsen Erscheinung und der bizarren Stimme zwischen Contraalt und Countertenor. Am Ende gab es Jubel, wie lange nicht auf einer Berliner Bühne, vor allem für Evelyn Herlitzius und Donald Runnicles (Foto oben: Die Sache Makropulos, Regie: David Hermann, Premiere am 19. Februar 2016, Deutschen Oper Berlin, copyright: Bernd Uhlig). Bernd Hoppe