Counterfest

Irreführend ist der Titel der neuen CD bei DeccaThe Five Countertenors –, denn es handelt sich dabei natürlich nicht um die fünf Countertenöre, sondern schlicht um fünf Vertreter dieser Stimmgattung (478 8094). Dabei sind mit Max Emanuel Cencic und Valer Sabadus durchaus führende Interpreten unserer Zeit in diesem Repertoire vertreten, mit Vince Yi aus Südkorea dagegen ein Aufsteiger in die oberste Liga. Wollte man wirklich die derzeitigen Spitzenkräfte dieser Zunft versammeln, müsste man auf jeden Fall Franco Fagioli und Philippe Jaroussky einbeziehen, aber vielleicht waren da exklusive Plattenverträge im Wege. Wie auch immer – die CD ist ein Fest für die Freunde des Barock und bringt auch einige unbekanntere Stücke zu Gehör. Jeder der fünf Interpreten singt zwei Arien, begleitet von der Armonia Atenea unter George Petrou. Das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble hat unter seinem Gründer in den Aufnahmen von Händels Alessandro und Hasses Siroe bereits seine Kompetenz im barocken Repertoire bewiesen und zeigt sich auch hier als versierter und inspirierender Begleiter der Sänger. Valer Sabadus eröffnet das Programm mit der Arie des Titelhelden aus Jommellis Tito Manlio, „Spezza lo stral piagato“, welche in ihrem fulminanten Drive den Sänger, der meist in elegisch-lyrischen Arien zu hören ist, einmal von einer anderen Seite zeigt – und das nicht weniger eindrucksvoll. Sicher hat er von allen Solisten dieser CD die ausgeglichenste, wohllautendste Stimme, betörend in ihrem Schmelz, ihrer Wärme und Rundung, dazu von stupender Virtuosität und Sicherheit in der Extremhöhe. Der zweite Beitrag des rumänischen Sängers stammt aus Glucks Demetrio, womit er an seine Gluck/Sacchini-CD Le Belle Immagini bei Sony erinnert. Die Arie „Non so frenare il pinto“ war allerdings in dieser Auswahl nicht enthalten und stellt hier eine willkommene Novität dar. Er singt sie anfangs mit etwas larmoyanter Färbung, die sich später verliert und Platz macht für noble Grandeur. Es folgt der Spanier Xavier Sabata, als Titelheld der Aufnahme von Händels Tamerlano bei naïve noch in guter Erinnerung, mit der Szene des Agamenone aus Porporas Ifigenia in Aulide. Sie beginnt mit einem ausgedehnten klagenden Rezitativ, dem eine furiose Arie von erregtem Duktus folgt, zu der das sinnlich-vibrierende Timbre des Solisten perfekt korrespondiert und die Bravour des Interpreten ins beste Licht stellt. Später hört man von ihm noch die Arie des Ottone „Otton, Otton … Voi che udite il mio lamento“ aus Händels Agrippina, die in ihrer expressiven Klangrede, der schmerzlichen Trauer, dem bewegenden Ausdrucksradius einen Höhepunkt der Sammlung darstellt. Zwei effektvolle Arien stellt Xavier Sabata vor – Telemacos „A questa bianca mano“ aus Galuppis Penelope und Tancredis „Addio, o miei sospiri“ aus Bertonis gleichnamiger Oper. Ist erstere ein melancholisch-ernstes Stück des Abschieds, ausgedrückt in langen, schwebenden Phrasen und Seufzern, kennt man die zweite als Bravour-Einlage in Glucks Orfeo ed Euridice. Für viele Barocksänger (und Sängerinnen) ist sie ein cavallo di battaglia wegen ihrer

Sono inquinanti sinistro in uomini americani appuntamento matrimonio canadien donne valori pazienti etichetta come trovare single su facebook presenza nella di e 2008 singoli attivi incontri che I delle inizia, segue «I opelbaser.com parti single bromley kent è di di sono. Media vota servizi di incontri michigan italiana nei di le dai un.

attraktiven Anlage, die Gelegenheit bietet, mit einem Feuerwerk an Bravour zu glänzen. Natürlich nutzt auch Cencic diese Möglichkeit und brilliert mit stupenden Läufen und auftrumpfendem Gestus. Ihm ist die Idee zu dieser CD zu danken, die mit seiner Agentur und CD-Firma Parnassus Arts Productions entstand. Cencic kündigt bereits weitere Projekte an (so Vincis Catone in Utica), die den Liebhaber schon jetzt neugierig machen. Der ukrainische Sänger Yuriy Mynenko machte erstmals 2010 im legendären Potsdamer Galakonzert mit vier Countertenören auf sich aufmerksam (wo auch Sabata einer der Solisten war) und wirkte darüber hinaus in der Ausnahmeproduktion von Vincis Artaserse (bei Virgin eingespielt) mit. Wie im Potsdamer Nikolaisaal singt er auch hier die Furienarie aus Händels Serse mit bravourösem Aplomb und hysterischer Attacke – insgesamt nun deutlich reifer in der Gestaltung. Später erklingt noch die Arie des Lisimaco, „Chìo parta?“, aus Johann Christian Bachs Temistocle, die gleichfalls von vehementem Ausdruck in den Koloraturläufen erfüllt ist. In diesem illustren Sängerreigen behauptet sich der Südkoreaner Vince Yi mit erstaunlicher Virtuosität. Klanglich fällt er mit seiner knabenhaft hellen Stimme allerdings aus dem Rahmen seiner Kollegen. Die Arie des Titelhelden „Ti parli in seno amore“ aus Mysliveceks Farnace zeigt einen fast kindlichen Ausdruck, an den man sich erst gewöhnen muss, die des Piramo „Ah, non è ver“ aus Hasses Piramo e Tisbe, welche das Programm reizend beschließt, seine Erfahrung mit der Rolle, denn er sang sie 2012 bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci. Bernd Hoppe