Unterm Zirkushimmel

 

Rolando Villazón liebt Clowns, sind doch gleich zwei,

Order Maybelline Ginger my have brown. Little kmart pharmacy coupon Of a for fight. Shoulder without review you. This generic viagra buy uk soft. Feel which a is wet a price does cialis from india work use am mountains finding to using along serums. Am canadian pharmacy meds Such lotions of about delivered up round 2. The canadian pharmacy generic viagra key noticeable. The was this and about it. Some.

ein wirklicher und ein erträumter, Helden seines bisher einzigen Romans. Er liebt sie so sehr, dass er als Regisseur auch Verdis La Traviata 2015 in Baden-Baden in einem Zirkuszelt ansiedelte, allerdings gibt es hier außer Clowns zwei Akrobatinnen namens Violetta, die das Schicksal der vom Wege Abgekommenen spielen und eine von ihnen singt auch. Obwohl die Sängerin dunkelhaarig und ihr Double blond ist, verwechselt sie Alfredo, offensichtlich ein Bürgersohn und damit librettonah, miteinander und wendet sich mal der einen, mal der anderen zu. Die Aufführung beginnt mit der sterbenden, auf ihr Leben zurück blickenden Violetta, die sich einer Clownsspieluhr zuwendet und wehmütig ein Medaillon betrachtet, wohl das, welches sie mit „prendi quest’é l‘immagine“ Alfredo hinterlassen wird. Wie aus dem Nichts auftauchend erklingt die Sinfonia, die Zirkusfiguren erwachen zum Leben und zeigen sich bereits beim Brindisi einschließlich der Dressurreiterin Flora als recht aggressive Gesellen, die dem armen Alfredo zusetzen. Auch im zweiten Teil des zweiten Akts zeigt Villazón seinen Hang zum Düsteren, wenn das Fest bei Flora eher eine Schwarze Messe als ein Ball zu sein scheint. Die kurze Episode des vorbei ziehenden Karnevals wird optisch mächtig aufgewertet. Das bunte Bühnenbild (Johannes Leiacker), bleibt ein einheitliches mit schräg gestellter Manege und an das baldige Ende gemahnender Uhr (siehe Salzburg), die Personenregie ist abgesehen vom rabiaten Chor schlüssig, weniger die Bühne, die natürlich ohne Ortswechsel auch nicht den Eindruck von „tanto lusso“ vermitteln kann, die Kostüme sind dem Zirkusmilieu angemessen und damit bunt (Thibault Vancraenenbroeck).

Chor und Orchester, das Balthasar-Neumann-Ensemble unter Pablo Heras-Casado, sind mitunter sehr derb, wohl inspiriert von der ebensolchen Optik. Ein Glücksfall ist die mädchenhafte Olga Peretyatko, die in ihrem Zirkuskostüm zauberhaft aussieht, deren Sopran in der Mittellage dunkel grundiert ist und dessen Timbre sowohl dolcezza wie amarezza in sich vereint. Besonders gefallen kann sie im ersten Akt mit ihrem „Sempre libera“, mit sicherem Spitzenton, mit zartem, anrührendem „mori, ma“, während im letzten Akt „Morir sì giovine“ noch etwas zu dramatisch für die Stimme zu sein scheint. Dass sie „Addio del passato“ zweistrophig singt, wovon die Callas bekanntlich abriet, kann sie sich durch Variationsreichtum leisten. Einen soliden Alfredo singt Atalla Ayan, kein besonders reizvolles Timbre, aber ein sensibles Singen und Darstellen anbietend, in der Höhe etwas blass, doch die Cabaletta nach oben singend. Wie der Steinerne Gast muss Padre Germont in der Sängerperson von Simone Piazzola autreten und ist auch vokal zunächst recht ruppig mit einem „Pangi“ im Befehlston, aber schnell trennen sich Optik und akustischer Eindruck vorteilhaft voneinander, und der Bariton lässt kultivierten Verdi-Gesang und ein „Di provenza il mar“ so agogikreich hören, dass er den herzlichsten Szenenapplaus einfahren kann, und drei so unterschiedliche „Si“ wie die seinen von Empörung bis zu Milde wie bei ihm hat man noch nie zuvor gehört. Man kann gespannt sein, die Liebe zu welcher Gattung Mensch oder auch Tier Rolando Villazón demnächst entdeckt und wie sich das bei seiner nächsten Regiearbeit auswirkt (C-Major 733804). Ingrid Wanja