Und wieder mal Jonas Kaufmann als…

 

Joans Kaufmann ist als Florestan/ Fidelio visuell mehr als gut dokumentiert, nun also aus Salzburg. Wenn es wie ein Aufschrei freudiger Befreiung durch das Publikum nach der Leonore Nr.3 unmittelbar vor dem unsichtbar bleibenden Schlusschor geht, wenn Orchester und Dirigent wie die Teufel gespielt haben, als wollten sie die trübsinnige Bühne mit einem beinahe Übermaß an Leidenschaftlichkeit Lügen strafen, dann hat bei den Salzburger Festspielen wieder einmal mehr Claus Guth den Zuschauern den Glauben an eine bessere Welt, an Glück und Freiheitswillen austreiben wollen. Die Mittel sind diesmal makellos aseptisch weiße Wände (Szene und Kostüme Christian Schmidt), so hoch, dass bereits die

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Paneele Mannshöhe erreichen, ein seelisches Wrack von Florestan zwischen Hospitalismus und Fallsucht, ein steif-formaler, eher angeekelter als mitfühlender Don Fernando und für Fidelio-Leonore ein nerviges Double mit Gebärdensprache und für Pizarro neben einem sich wie ein Wurm krümmendem Ebenbild noch eine Gruppe weiterer Missetäter. Nur Rocco erhält eine Aufwertung, wenn er, zwar wie eine Art Kommerzienrat umherstolzierend, einen Schein nach dem anderen der ihm von Pizarro zugesteckten Geldsumme wegwirft. Die Regie hat sämtliche Dialoge gestrichen, nach den Musikstücken erstarren alle stumm für einen Moment, man hört allerlei Geräusche wie drohendes An- und Abschwellen oder auch Glockenklänge, ehe es zur nächsten Arie weitergeht. Die Personen werfen nach allen Seiten kleine oder übergroße Schatten. Wer die Oper gut kennt, mag nichts gegen den Verlust der Dialoge haben, wer nicht, dürfte die Handlung kaum verstehen.

An den Sängern liegt es nicht, dass man mit der Produktion nicht warm werden kann. Jonas Kaufmann beginnt bereits mit einem aus feinem Piano zu machtvollem Forte anschwellenden „Gott“, das dem Hörer durch Mark und Bein geht, und weiß auch im weiteren Verlauf der Vorstellung die trübe Optik Lügen zu strafen. Adrianne Pieczonka ist eine anrührende Leonore, deren warmer, lyrischer Sopran dem „Abscheulichen“ wie dem „innern Triebe“ gleichermaßen unangefochten gewachsen ist. Reichlich Dämonie verschwendet Tomasz Konieczny an den Pizarro, während Hans-Peter König als Rocco durch balsamisch-dunkle Basstöne erfreut. Bei Sebastian Holecek färben die Grimassen, die er als Don Fernando pikiert ziehen muss, auch etwas auf die Stimmproduktion ab. Olga Bezsmertna hat einen hübschen lyrischen Sopra für die Marzelline und Norbert Ernst einen angemessen leichten Tenor für den Jaquino. Vielleicht auch weil er die öde Szene nicht sehen muss, kann der Chor der Wiener Staatsoper ungebrochen jubeln, nachdem die Herren als Gefangene innig das Sonnenlicht gepriesen hatten. Musikalisch befriedigt die Aufführung unter Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker und behauptet sich gegenüber der Szene (DVD Sony 88875193519). Ingrid Wanja