Trübes Ambiente mit gutem Gesang

  Hätte Leonora das recht unsympathisch triumphierende Lächeln von Alvaro bei der Zustimmung zur gemeinsamen Flucht gesehen, hätte sie sich vielleicht noch eines Besseren besonnen, so aber nimmt die Geschichte von La Forza del Destino ihren vorbestimmten Lauf, beginnend in einem hässlichen Fünfziger-Jahre-Esszimmer und endend zwischen einem Haufen weißer Kreuze, die den Sterbenden noch einige Kletterei auferlegen. Weiß ist bei Martin Kusej, der sich die Bühne von Martin Zehetgruber bauen ließ, die Farbe fürs Religiöse, und so ist auch der Pool, in dem Leonora von den Mönchen dreimal untergetaucht wird, obwohl anzunehmen ist, dass sie bereits kurz nach ihrer Geburt getauft wurde. Das müsste Pater Guardiano umso besser wissen, als er zugleich ihr Vater, Il Marchese di Calatrava, ist in der Person des balsamisch singenden Basses

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Vitalij Kowaljow. Als Letzterer sitzt er in der ersten Szene beim Nachtmahl, bei dem mehr gebetet als gegessen wird, gemeinsam mit Fra Melitone, der wiederum mit Curra, die aber anscheinend auch Preziosilla ist, die Eigenschaft, sich heimlich das Glas immer wieder mit Wein zu füllen, teilt, während der Knabe Carlo, einem bebrillten Klassenprimus ähnlich, Saft bechern muss. In der zweiten Szene reißt sich Curra, aber nicht deren Sängerin, die Perücke vom Kopf und ist die wahrsagende Zigeunerin, während Carlo als gestandener Mann mit offensichtlich mitgewachsener Kleidung auftritt. Obwohl damit sichtbar viele Jahre seit der Flucht des Liebespaares vergangen sind, liegt die Leiche des Marchese noch an der Stelle, an der dieser vom Pistolenschuss niedergestreckt wurde. Leonora hat sich noch nicht in Männerkleidung geworfen, sondern kriecht erst jetzt unter einen Tisch, um sich einen Herrenhut aufzusetzen. Der weibliche Teil des Chors hat sich mit vielen Handtaschen versorgt (Kostüme Heidi Hackl), dräuender Nebel kündet vom Krieg im fernen Italien, der aber dann an Ort und Stelle desselben eher wie der des Irak aussieht mit Gefangenen an der Hundeleine. Beschädigte weiße Kachelwände stehen für allgemeine Zerstörung. Die Massenszenen der Einschiffung, der Kapuzinerpredigt und der Armenspeisung haben keinerlei inszenatorischen Biss, die Szenen der Solisten leben von deren Persönlichkeit. Da Video Director Thomas Grimm die durchweg attraktiven Sänger oft in Großaufnahme zeigt, stört das Drumherum weniger als in einer Live Vorstellung. Anja Harteros ist eine wunderbare Leonora, „Pace. Pace“ wie ein dahinströmender Fluss farbenprächtiger, geschmeidiger Töne, das Gebet vor dem Kloster in feinster mezza voce gesungen, die Pianissimi sind wunderschön, den einander widerstreitenden Gefühlen der Leonora wird geschmackvoll Ausdruck verliehen. Jonas Kaufmann weist mit einer Langhaarperücke auf seine exotische Abkunft als Inka hin. Seine große Arie singt er in geradezu visionärem Stil, mit schönem Schwellton, zwielichtig klingt das machtvolle „amici in vita ed in morte“ freundschaftlich und hasserfüllt zugleich, wie überhaupt die Duette mit dem Bariton, insbesondere die Szene im Kloster, zu Höhepunkten der Aufführung werden. Dieser ist mit Ludovic Tézier ein würdiger Partner für die beiden Deutschen, seine dunkel getönte Stimme verkündet auf durchaus noble Art die Unversöhnlichkeit des sich in seiner Ehre verletzt Glaubenden. Nur leichte Schwächen zeigt Nadia Krasteva im schwierigen Rataplan, während sie ihre Auftrittsarie mit farbenreichem Mezzo bewältigt. Der Melitone vom Dienst ist Renato Girolami, der in dieser Produktion wenig von derber Komik zeigen darf. Der Chor leistet solide vokale Arbeit, Asher Fisch und das Orchester der Münchner Staatsoper lassen die Wogen der Leidenschaften bei der Sinfonie hoch gehen, während auf der Bühne bereits das trübe Mahl konterkarierend genossen wird (Sony Blu-ray 88857160659). Ingrid Wanja