Absurde Mogelpackung

 

Als wahrer Wechselbalg präsentiert sich nun auch als Blu-ray Gounods Roméo et Juliette aus dem Jahr 2002 (!!!) (als von Blu-Ray natürlich noch gar keine Rede war) mit dem ehemaligen und damals die Schlagzeilen füllenden „Traumpaar“ der Oper Angela Gheorghiu und Roberto Alagna. Untergeschoben wird dem ahnungslosen Käufer nämlich ein Opera Film von Barbara Willis Sweete, was auf dem Cover nur in kleinen und auffallend blassen Buchstaben mitgeteilt wird. Auf ganze 73 Minuten ist das Werk zusammengestrichen worden, der Zuschauer und -hörer bekommt im wesentlichen nur die Arien und Duette der Protagonisten serviert, und warum die anderen Rollen, von denen man nur lächerliche Bruchstücke erhalten hat, gleich doppelt mit Schauspielern und Sängern besetzt sind, ausgenommen der Tybalt von Tito Beltrán, dessen Namen allerdings weder auf der Rückseite der Verpackung noch im Booklet auftaucht, ist auch nicht nachvollziehbar. Ein weiteres Ärgernis ist die Verlegung des Stücks aus Verona in die böhmischen Wälder, was alberne Einkriegezecks zwischen verliebten und sich hassenden Figuren in Hain und Flur ermöglicht. Die Capulets hausen auf einer dort gelegenen, malerisch anzuschauenden Burg, und auch diese wird zum Schauplatz neckischen Spiels, das der Protagonistin ermöglicht, langes Haupthaar und Wale-walle-Gewänder flattern zu lassen. Durch diesen Überaktionismus wird dann auch allzu deutlich und klar, dass die Tonaufnahmen nichts mit den jeweiligen Aktionen zu tun haben können. Der Chor ist nicht in Farbenprächtiges, wie eigentlich zu erwarten, sondern in Grau in Grau gewandet; wer das zu verantworten hat, wird nicht mitgeteilt. Wenn das unselige Paar in seinen letzten Minuten durch den von Geistern bevölkerten Wald hetzt, ist das allerschlimmster Kitsch.

Es gibt eine wirklich schöne andere Video-Aufnahme der Oper, ebenfalls mit Alagna als Roméo, aber mit Leontina

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Văduva als Juliette, und die Erinnerung an diese kann Angela Gheorghiu nicht verblassen lassen. Dazu fehlen ihr in Spiel und Gesang kindliche Anmut und dolcezza. Sie bleibt eine Diva, die eine Rolle darstellt, ihr Gesang ist zwar makellos, die Stimme sehr schön, sie berührt aber nicht. Sehr haarig präsentiert sich Alagna mit langem Haupthaar und dazu noch Vollbart. So wird aus dem eigentlich doch attraktiven Sänger ein modischer Stilmischmasch, aber er singt wunderschön, hatte zu dieser Zeit auch genau die richtige Stimme mit exakt angebundener, sicherer Höhe, natürlich auch die perfekte Diktion für die Partie. Tito Beltrán hat einen hübschen, hell klingenden Tenor, aber nicht das Temperament für den wilden Tybalt. Die restlichen Sänger sind wie die dazu gehörigen Schauspieler als solche unauffällige Tschechen. Anton Guadagno dirigiert das Czech Philharmonic Orchestra, und daran ist nichts auszusetzen, wohl aber an der Verstümmelung des Werks, für das außerdem das Veroneser Ambiente so wichtig ist (Arthaus 109262). Ingrid Wanja