Was Liebe sei…

 

Die im Herbst 2010 mit Matthew Polenzani gestartete hyperion-Ausgabe aller Lieder von Franz Liszt ist aktuell bei der vierten Folge angelangt. Auf den amerikanischen Tenor folgten 2011 Angelika Kirchschlager und 2015 Gerald Finley; die amerikanische Mezzosopranistin Sasha Cooke (CDA68117) nimmt sich in diesem Umfeld noch als No-Name aus, doch sie singt die ihr in der Hyperion-Sortierung nach Stimmlagen zugefallenen siebzehn Lieder mit ausdrucksvoller, technischer souveräner Stimme; stets mit dabei der als Pädagoge (seit 2010 in Graz) wie als Begleiter geschätzte englische Pianist Julius Drake. Sein Landsmann Charles Spencer, wie Drake als Pädagoge (in Wien) und als Begleiter erfolgreich, begann quasi parallel dazu eine Liszt-Ausgabe bei Marsyas. Rund 70 Lieder hat Liszt geschrieben, mehrere liegen in unterschiedlichen Fassungen vor, so beispielsweise das sehr kurze „Was Liebe sei“.

Dazu aus dem umfangreichen Beiheft, das zu lesen mindestens ebenso viel Spaß macht wie das Hören der CD: „Die schöne Schauspielerin Charlotte von Hagen war für ihren Witz und ihr komödiantisches Talent berühmt; 1828 ließ der bayrische König Ludwig I. ihr Porträt für seine Schönheitengalerie in Schloß Nymphenburg malen“. Als Liszt sein erstes Konzert in der Berliner Singakademie in Dezember 1841 gab (eine Sensation, die die „Lisztomania“ auslöste), schrieb Charlotte Was Liebe sei auf einen Fächer und schenkte ihn Liszt. In diesem kurzen Dialog zwischen einer Fragestellerin und einem Dichter wird Liebe als „Atemholen der Seele“ beschrieben, während es über einen Kuss heißt: „Je kürzer er ist, um so grösser die Sünde!“. Charlotte und Liszt wurden ein Liebespaar (später, 1849, schrieb die nun verheiratete Charlotte an ihn: „ich bin durch Sie für alle andern Menschen verdorben“); und Liszt hat ihre Liebesaufforderung dreimal vertont. Diese Einspielung bietet die seltene Gelegenheit, die Entwicklung eines unbeschwerten Liebesliedes durch drei Stadien über mehr als 30 Jahre zu hören“. Sasha Cooke hat in Bordeaux den Smeton gesungen, in San Francisco die Anna in Les troyens und die Meistersinger-Maddalena, in Seattle den Hänsel und in London Medoro in Händels Orlando. Sie scheint bereits eine versierte Gestalterin zu sein, die den schwermütigen Liedern – Todessehnsucht, Abschied, Wehmut – ein Gesicht zu geben versucht. Dennoch bleibt ihre Interpretation dieser größtenteils nach Liszts Weimarer Zeit, die 1860 zu Ende ging, entstanden Lieder etwas einfarbig, auch wenn immer alles richtig ist, was sie macht – und Drake eindrucksvolle Szenen schafft.

In den 1880er Jahren machte sich der in Dublin geborene Victor Herbert in Stuttgart, wo er ausgebildet wurde, sowie in der Kapelle von Eduard Strauß in Wien einen Namen als Cellist. Bereits 1883 wurde er von Brahms ausgewählt, in Zürich in einem Kammerkonzert zu Ehren von Franz Liszt mitzuwirken. Um 1885 zog das Ehepaar Herbert nach New York. 1886 findet man den Namen seiner Frau, der Sopranistin Therese Förster, auf den Programmen der Metropolitan Opera, an der sie die Königin von Saba, Aida, Elsa und Elisabeth sang. Herberts Name blieb aber nicht mit dem Häuserblocken zwischen der 39. und 40 Straße verbunden, sondern als einer der bekannten Komponisten der nach ihr benannten Tin-Pan-Alley-Ära mit der 28. Straße; mit seinen ab 1894 entstandenen Werken begründete er die amerikanische Operette, er komponierte für die Ziegfeld Follies und steuerte Einlagen für die Shows von Irving Berlin und Jerome Kern bei. Ein Allrounder, dessen beide Cellokonzerte nun bei Naxos erschienen (8.573517), das in den

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Stuttgarter Jahren entstandene 1. Cellokonzert op. 8 sowie das zweite op. 30, das Herberts Kollegen am National Conservatory, Dvorák, zu seinem Konzert angeregt haben soll. In der im April 2015 in Belfast entstandenen Aufnahme spielt Mark Kosower die beiden Konzerte. Was dem Ulster Orchestra unter JoAnn Falletta an Klangkultur und Tonschönheit fehlt, gleicht Kosower durch seine tiefe und reife Interpretation und hohe Spielkultur aus, mit der er sich hinter großen Namen, die sich insbesondere des zweiten Konzerts e-Moll annahmen, darunter Yo-Yo Ma, Lynn Harrell und Julian Lloyd Webber, nicht verstecken muss. Rolf Fath