Matthias Goerne: Beeindruckender Wotan

 

Kaum ein neuer Ring dürfte so viele Erwartungen geweckt haben wie dieser. Nach dem Rheingold (8.660374-75) war die Spannung groß, wie es denn weitergehen würde. Nun ist es weitergegangen. Naxos hat auch die Walküre auf den Markt gebracht (8.660394-97). Als Zusammenschnitt zweier konzertanter Aufführungen von 21. und 23. Januar 2016 in der Concert Hall des Hong Kong Cultural Center. Im selben Jahr aufgenommen – und veröffentlicht. Das ging schnell, ist kaum zu unterbieten und spricht für die Professionalität des Unternehmens. Der Vorteil besteht darin, dass das prestigeträchtige Projekt in so einem überschaubaren Rahmen im Gespräch bleibt. Für den 18. und 22. Januar sind bereits die Konzerte mit dem Siegfried angekündigt. Hält Naxos seine Arithmetik durch, dürfte die fertige Box des zweiten Tages des Ring des Nibelungen von Richard Wagner im kommenden Jahr genau um diese Zeit vorliegen. Es bleibt also spannend.

Spannend vor allem wegen Matthias Goerne, der den Wotan singt und nächstens den Wanderer. Ohne dessen Mitwirkung wäre diese  Produktion eine unter ganz vielen. Goerne drückt ihr ein Gütesigel auf. Würde Wotan nicht schon bei Wagner die Liste der mitwirkenden Personen anführen, er hätte sich diesen ersten Platz durch Leistung und Können gesichert. Für Goerne ist der Wotan ein Rollendebüt. Naxos darf sich glücklich schätzen, ihn dafür gewonnen zu haben. Er hat eine große Fan-Gemeinde, gilt als einer der vorzüglichsten Sänger der Gegenwart. Seine Domäne ist ja eher das Lied, dem er sich auch auf vielen CDs erfolgreich zugewandt hat. In Opernhäusern macht er sich rar. Auffällig ist, dass er dort vornehmlich Rollen singt, die auch Dietrich Fischer-Dieskau verkörpert hat – Papageno, Wolfram, Wozzeck, Lear und nun Wotan. Im Gegensatz zu seinem Lehrer, der es beim Rheingold beließ, hat er sich auch dem wortreichen Wotan in der Walküre gestellt. Goerne besitzt für die Rolle genug Ressourcen, mit denen er hauszuhalten versteht. Seit dem Rheingold bestand daran kein Zweifel. Seine Stimme klingt erstaunlich tief, dunkel und machtvoll, mitunter aber auch gaumig und leicht verwaschen. Als wäre Hall untergelegt. Es wird nicht klar, ob das eine Eigenart ist oder technisch gewollt.

In der Walküre kommt er an Grenzen, deren er sich bewusst sein dürfte, die er behutsam auslotet und nach meinem Eindruck nicht überschreitet. Die großen dramatischen Ausbrüche vor allem im zweiten Auszug haben Format und werden nicht herausgestoßen. Naturgemäß gelingen dem Liedsänger die getragenen Passagen am besten, in denen er die Stimme deklamatorisch anschwellen und schier endlos ausbreiten kann. Schon im Reingold hatte Goerne großen Eindruck gemacht, wenn er der versinkenden Erda in der vierten Szene zuruft: „Geheimnis-hehr / hallt mir dein Wort: / Weile, dass mehr ich wisse!“ Endlich wurde einmal wieder deutlich, dass hier etwas hallt und nichts gehalten wird. Solche betörenden Momente gibt es allenthalben auch in der Walküre. Ein Beispiel: „Lass’ ich’s verlauten / Lös’ ich dann nicht / meines Willens haltenden Haft?“ Und dann gibt es die berühmte Stelle, in der Goerne stimmlich wunderbar in sich gehen kann: „Was Keinem in Worten ich kund, / unausgesprochene / bleib’ es dann ewig: / mit mir nur rath’ ich, / red’ ich zu dir.“ Durch ihn werden die schwierigen Texte nicht nur absolut wortverständlich mitgeteilt. Sie werden auch gedeutet, ausgelotet, auf ihren Sinn hin abgeklopft. Plötzlich klingt manche Alliteration gar nicht mehr komisch, sondern wird in ihrer konkreten Situation zum einzig möglichen Ausdrucksmittel. Mitlesend wird einem klar, was es mit der komplizierten Interpunktion auf sich hat, wie Wagner mit diesen Hilfsmitteln sprachliche Nuancen herausstellen will. Goernes Wotan ist zum Mitschreiben. Er legt ihn als nachdenklich und strategisch an. Als einen, der sich nichts vormacht, der weiß, was auf ihn zukommt. In diesem sehr gut durchdachten Porträt verknüpft der Sänger seine stimmlichen mit den intellektuellen Leistungen. Der dynamische Unterbau der großen Erzählungen wirkt zusätzlich Langeweile und Ermüdung entgegen!

Ob er den Wotan jemals in einer Theater-Inszenierung singt, wird sich zeigen. Ich kann es mir nicht vorstellen. Naxos hat kurze Sequenzen aus Hong Kong auf YouTube ins Netz gestellt. Goerne agiert in Wotans Abschied und Feuerzauber vergleichsweise temperamentvoll, die Noten vor sich. So, als dirigiere er sich selbst. Die sachliche Atmosphäre im Saal, im Hintergrund die große Wand mit den Laufbändern der Texte in Englisch und Chinesisch setzt die Problematik konzertanter Aufführung der Werke Wagners in ein grelles Licht. Einerseits muss sich das Publikum nicht auf einen Regisseur einlassen, andererseits hat der Komponist wie kaum ein anderer völlig neue Wege auf dem Theater beschreiten wollen. Solche Konzerte dürften das Letzte gewesen sein, was ihm vorschwebte. Ein CD-Mitschnitt lässt das alles beiseite. Ohren sind auf sich allein gestellt. Das kann auch ein Vorteil sein.

Matthias Goerne hat als Liedsänger einen hervorragenden Ruf. Davon profitiert er auch als Wotan. Getragene Passagen gelingen ihm am besten. Diese Box von harmonia mundi enthält Schubert-Lieder (HMX 2908750.61) und wird bei operalounge.de besprochen.

Wie schon im Rheingold wurde auch bei der Walküre alles eliminiert, was auf live verweist. Offenbar soll ganz bewusst Studio simuliert werden. Ich halte das für problematisch, weil solche Aufnahmen weder das eine noch das andere sind. Bei aller Perfektion und Klarheit, die der Dirigent Jaap van Zweden mit seinem Hong Kong Philharmonic Orchestra zustande bringt, bin ich mit dem Klangbild nicht richtig warm geworden. Im Reingold nicht, und jetzt auch nicht. Es wird nicht meine bevorzugte Aufnahme werden. Sie packt mich nicht. Trotz Goerne. Dafür ist die Konkurrenz zu mächtig. Dieser Produktion sitzen mindestens hundert andere – live und Studio – im Nacken. Das ist kaum zu glauben, aber es ist so – nachzulesen bei Andreas Ommer, der ein „Verzeichnet aller Operngesamtaufnahmen von 1907 bis zur Gegenwart“ erarbeitet hat, das in zweiter Auflage als CD-ROM veröffentlicht wurde (Verlag Directmedia Publishing – ISBN 976-3-89853-640-0).

Die übrige Besetzung hängt Goerne locker ab. Das war auch schon im Rheingold so. Freude darüber will nicht aufkommen, weil der Ring nicht nur aus Wotan besteht. Spätestens in den Bayreuther Nachkriegsmitschnitten ist deutlich geworden, dass es sich lohnte, auch die kleinsten Rollen mit erstklassigen Solisten zu besetzten. Es konnte vorkommen, dass die Brünnhilde im Siegfried in der folgenden Götterdämmerung die undankbare Gutrune übernehmen musste. Das bis heute nachwirkende Niveau dieser Aufführungen beruht nicht zuletzt auf dieser Praxis. Der Walküre gibt Brünnhilde ihren Titel. Sie ist eine von neun Töchtern Wotans. Gesungen wird sie hier von Petra Lang. Mitunter hatte ich den Eindruck, sie würde von Goerne in den gemeinsamen Szenen mitgezogen. Im zweiten Aufzug gibt es ein paar sehr schöne ruhige Momente. Und dann wieder gibt es Sekunden, in denen die Stimme zu verunglücken scheint. Konsonanten werden messerscharf zugespitzt. „Was nagt dir am Herz“, soll sie nach dem Willen des Komponisten und Textdichters Wagner ihren Vater fragen. Zu hören ist etwas, was wie „Hellts“ statt „Herz“ klingt. Und so weiter. Im Grunde sind das Kleinigkeiten, die vorkommen können im Konzert, die aber neben einem Wotan, der jedes Wort und jedes Komma auf die Goldwaage legt, umso mehr auffallen. Robust und entschlossen geht diese Sängerin mit ihrer Rolle um. Feinarbeit liegt ihr nicht.

Veristisch fährt Michelle DeYoung als Fricka auf und verwechselt wie bereits im Reingold Wagner mit Mascagni. Das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde bestreiten der Australier Stuart Skelton und die Amerikanerin Heidi Melton. Neuerdings singt die Melton auch die Brünnhilde in Karlsruhe. Auf ihrer Homepage wird „La Presse“ dahingehend zitiert, das sie vielleicht die Wagner-Stimme habe, auf die man seit Flagstad und Nilsson gewartet habe. Mit der etwas bemüht zelebrierten Sieglinde, der auch schon mal die Luft an der falschen Stille ausgeht, dürften diese Erwartungen gedämpft werden. Skelton kommt dem Siegmund mit strahlenden Tönen nahe. Seine Wälse-Rufe sind endlos ausgedehnt, verfehlen aber mit ihrer fast lyrischen tenoralen Ausstattung das, was sie sind: Aufschreie eines Verzweifelten, der sich in höchster Not weiß. Er könnte leidenschaftlicher und drängender singen, was auch der Melton zu wünschen gewesen wäre. Fehlt ihnen die Kulisse? Bremsen die Mikrophone, die ja ständig daran erinnern, dass für eine CD-Veröffentlichung mitgeschnitten wird, das Temperament aus? Dem perfekt sitzenden Hunding von Falk Struckmann hätte etwas mehr Schwärze gut getan.

Mit dem Ensemble der Walküren wird diese Produktion noch internationaler: Sarah Castle (Waltraute), Karen Foster (Gerhilde), Katherine Broderick (Helmwige), Anna Burford (Schwertleite), Elaine McKrill (Ortlinde) Aurhelia Varak (Siegrune), Okka van der Damerau (Grimgerde), Laura Nykänen (Rossweiße). Sie haben ihre Partien gut gelernt und fahren mit Zunder gegen das Orchester auf – und auch gegen ihre Schwester Brünnhilde und Sieglinde. Ihre Szene, aus der die Stimmen individuell und teilweise sehr mächtig herausragen, gehört zu den großen Momenten der Neuerscheinung. Im Rheingold hatten die Sänger mit zehn Nationen in Europa, Nordamerika und Asien vertreten. Mit dem Dirigenten Jaap van Zweden kommen noch die Niederlande hinzu. Das dürfte Rekord sein. Wo, bitte, wurden ein Rheingold und jetzt eine Walküre so international, so global und damit politisch so gegenwärtig besetzt? Damit hätte Naxos gesondert werben können. Bei der Gestaltung der Boxen wurden keine Wunder vollbracht. Da wäre mehr möglich gewesen. Sie bieten keinen sinnlichen Anreiz.

 

Internationalität hat aber auch ihren Preis. Nicht selten klingen beide Produktionen zu allgemein, zu unverbindlich, zu ausdruckslos. Im Rheingold sind Donners „Dinste“, „Gedift“ und „Brike“ auch nicht mehr das, was sie mal waren. Dabei gibt sich der Ukrainer Oleksandr Pushniak, dessen Bariton immer dann wackelt, wenn er das nicht sollte, wirklich alle erdenkliche Mühe, seinem Auftritt – vor allem in der wichtigen Gewitterszene – auch den rechten Sinn zu verleihen. Für den Loge bringt Kim Begley zwar das passende Timbre mit, bleibt aber zu eindimensional und zu wenig pointiert. Das gilt nach meinem Eindruck auch für Alberich (Peter Sidhom), Mime (David Cangelosi), Fafner (Stephen Milling) und Froh (Charles Reid). Durch mehr Schöngesang hebt sich Kwangchul Youn (Fasolt) hervor: „Freia, die schöne, / schau ich nicht mehr: / So ist sie gelöst? / Muss ich sie lassen?“ Betörend! Stilvoll tritt Deborah Humble als Erda in Erscheinung, hält aber die Eleganz in ihrem magischen Auftritt bis zum Schluss nicht ganz durch. Die Rheintöchter Eri Nakamura (Woglinde), Aurhelia Varak (Wellgunde) und Hermine Haselböck (Floßhilde) sind die Stützen der Produktion und geben am Grunde des Rheins ein hohes Niveau vor, das im weiteren Fortgang der Dinge leider nicht immer gehalten wird. Sie kommen auch im Ensemble gut zusammen und garantieren so einen versöhnlichen gesungenen Schluss.

Das Orchester setzt schöne eigenen Akzenten, vor allem in der einleitenden Szene. Anderes – wie der Gewitterzauber – wirkt zu grell. Und die letzten Takte sind mir zu hastig angelegt. Da ist im Hintergrund vieles nicht zu hören, was nun mal in den Noten steht. Rüdiger Winter

 

„Das Rheingold“ bei Naxos: Jaap van Zweden/ youtube

Dazu ein Gespräch zwischen dem Dirigenten Jaap van Zweden und Klaus Heymann, Chef von Naxos/ KH: Well you must be very pleased with the critical reception to your Rheingold, we got a lot of very good comments on the performance of the cast, but your conducting also attracted a lot of positive comments. What are the different challenges for Rheingold and Die Walküre? The interpretation, is it different? Or is it a different challenge because Walküre is so much longer? You have nine Valkyries, you never had a group like that in Rheingold. What’s the difference between the two? JvZ: In your question you said it already. I think the length of the piece demands a different type of focus. In Rheingold, you start and it’s like one line – and that’s it. And in this opera of course (Walküre), with the length, and the three acts, it is a different way of using your energy. It is also, I would say, more of a symphonic structure, which is needed for this Walküre. So I think that although, compared to Siegfried which is next year, the Walküre really belongs more to Rheingold than Siegfried, which is completely different. I think that there are some differences. I think, again, the structure of more symphonic music brings us and gives us more difficulty – I would say, technically. The dialogues and the singing are also a little bit more difficult to accompany than in Das Rheingold.

I think also that the transparency and the lightness – sometimes – of the orchestra is very important in this one. Because you have quite some heavy music here and there, and still you need always to have the singers be heard. And so the transparency of the playing, I think, is an aspect where we focused on this time a little bit even more than in the Rheingold.

KH: The cast for Rheingold is probably the most international ever assembled on the stage, and I think Walküre is actually not very much different in that respect. What are the problems with an international cast like that? Are there any benefits you can think of? Being German, I’m also very fussy about diction, to make sure we can understand what people sing. JvZ: First of all, I think we have a fantastic coach, and that is Volker Krafft. And I think that Volker is somebody who works day and night in an opera house in Germany, and has an experience which is, I think, needed for a cast like we have. And then I go directly to the cast. I think that our cast is, I dare to say, world-renowned. And we have some people from Germany, and so day and night they – even if they are not from Germany – sing German parts. So I think that being with that music for many years, these singers, it’s almost on their DNA. And to be honest, in the last two weeks when we rehearsed with them, Volker would hardly interrupt and say “look, these and these words, or these and these moments, I don’t hear the diction, I’m not happy the language.” So I think that it’s in the DNA of the singers because they have this incredible experience already. And second of all, I think we have also some people directly from Germany where it is, of course, natural to sing in their own language.

„Das Rheingold“ bei Naxos: Klaus Heymann/ youtube

KH: This time you had three [Germans]. In the first cast, you had only one. For me, as a record company, of course it’s nice to have an international cast because we can sell in different markets. The Germans would sell in Germany, the Americans would sell in America. So for me, it´s a very attractive proposition. JvZ: I understand that. But you know, even if they would be only from one country, that’s where I think you made the right decisions. You are going all the time for quality. And you are not going to pick people from certain countries because they are from certain countries. You pick the people for their quality. And that these people come from different countries, that’s wonderful because this is an international production. You have the Hong Kong Phil. Who would expect this orchestra to feel so familiar with this music in such a short time? So I think that, again, music is the international language. If it is spoken well, and if it is felt well, it doesn’t matter if you are in London, Amsterdam, Hong Kong, or New York.

KH: Rheingold was recorded in high definition sound. I don’t know whether you listened to the Blu-ray disc. What it did feel like to have a 3D spectacular sound my friend Phil (Rowlands) achieved for Rheingold and I’m sure Die Walküre would sound just as good? JvZ: Let me first say something about Phil. I think that to have somebody who is able to produce a sound that is so close to what we have actually produced on stage, and somebody who understands also the music so well, who at the same time is the tonemeister for the production but also knows so much about the music, I think that is a combination you don’t have so often. Usually you have like three or four people for all kinds of individual things, and in this one person you have everything together. Why do I think this is so important? Because he understands. If this problem occurs, then this will be the result. And so he is connected to everything, not only just to the mics but he is connected to the musicians, and he is connected to the problems that can occur during a recording session. So for that reason I think we have a unique person with us. [That’s] number one. Number two: your question about this way of recording. I think the real beauty is in the detail. And the detail is that you hear voices, you hear colours in the orchestra and in the singing, and in the whole thing which is not so often [heard].

KH: Of course that’s your big thing as a conductor also. In a recent interview you said, “I pay a lot of attention to detail”, and my interpretation is really that you can tell the difference from others in all the details. You have to hear them too. JvZ: You have to hear them, and so that combination is of course wonderful. And I think that if you are really searching for a long line and long sentences, if the details are not worked out, then the big view is not of that quality.

„Die Walküre“ bei Naxos: Matthias Goerne im Konzert/ youtube

KH: Das Rheingold is relatively more modern and Die Walküre is more of a traditional opera. Is it because it’s a love story? It’s the only one to actually have a love duet in the whole Ring – a real love duet, a big tenor aria. Is it the subject that makes it a little bit more ‘backward’ looking, or do you not agree with the question? JvZ: We must remember that actually wrote the libretto from the back to the beginning – starting with the death of Siegfried and working backwards. That’s an amazing thing. It’s not like we go to the start and then to the end, but the other way around. And then, he wrote the music in the order of the operas. As a result of all the information, which we need to learn, is that in Rheingold, the dramatic structure is very sophisticated. You’re right to use the word ‘modern’ for Rheingold since it had no precedent. In Rheingold, also, there are no scenes with just two characters on stage. Everything is witnessed by the other characters. It feels, perhaps, like a courtroom drama in this way. The Walküre conforms more to our idea of opera. Is it the perfect opera? Probably, perhaps because of the love story, the scenes between individual characters, the drama and the conflict. It has an intimacy and a humanity, which surpasses, probably, the Rheingold. And musically also, I think that it’s a step forward.

KH: You think there’s a progression all the way towards GötterdämmerungJvZ: Strangely enough, I think you should not take those four operas apart from the others, actually. Because, if there is a progression, I think that the real opera, for me at least, which is the big step to heaven, is Parsifal. And that’s the one that goes to the light. But, in the meanwhile, they say sometimes that the road to heaven is maybe more beautiful than heaven itself. So, we are on that road, and until now, I’m enjoying this tremendously. And I want to thank you, Klaus, for having the courage, in the times we’re living now, to do this with us. (Dies ist das Transcript eine TV-Gespräches anlässlich der Neuerscheinung des Rheingolds bei Naxos/ Quelle Naxos)