„Complete“, aber nur fast

 

Ottorino Respighi (1879-1936) ist heute im Wesentlichen nur noch wegen seiner ausgesprochen farbenreich instrumentierten sinfonischen „Bilder“ aus Rom bekannt. So ist denn auch seine „Römische Trilogie“, bestehend aus „Fontane di Roma“(1916), „Pini di Roma“(1924) und „Feste romane“(1928) auf der ersten von acht CDs enthalten, mit denen Brillant Classics 2015 fast das ganze sinfonische Werk herausgebracht hat. Verzichtet hat man auf die „Variazioni sinfoniche“ (1900), das Klavierkonzert a-Moll (1902) und das Orchesterwerk „Preludio, Corale e Fuga“, mit dem Respighi 1901 sein Diplom in Komposition erhielt.

Alle Werke hat Francesco La Vecchia mit dem Sinfonieorchester Rom in den Jahren 2009 bis 2012 eingespielt. Das versierte Orchester erweist sich unter der kompetenten Leitung seines erfahrenen Chefdirigenten als ausgewogener, technisch sicherer Klangkörper, der die recht unterschiedlichen Anforderungen mehr als nur solide erfüllt. Besonders positiv fällt auf, wie nuancenreich die Farbpalette der sinfonischen Musik zum Klingen gebracht wird.

Die Bedeutung Respighis geht zumindest in Italien über die genannten populären sinfonischen Dichtungen hinaus, versuchte er doch, gemeinsam mit Malipiero, Casella u.a. gegen den um die Jahrhundertwende vorherrschenden Verismo mit der Bearbeitung alter italienischer Instrumentalmusik eine neue Nationalmusik zu schaffen. Es war im Besonderen Respighi, der auf die (italienische) Renaissance und den Barock Bezug nahm, deren Formen und Melodien er in neue klangliche Zusammenhänge setzte. Dabei entwickelte sich seine musikalische Sprache mit hoher Instrumentierungskunst von einem verhältnismäßig strengen Klassizismus seiner frühen Werke hin zu einer vom Impressionismus beeinflussten Klangästhetik. Schöne Beispiele aus der frühen Zeit sind die spritzig servierte Streicher-Suite (1902), die Suite G-Dur (1903) in apartem Zusammenspiel von Streichern und Orgel (Antonio Palcich), die kurze „Fantasia slava“ für Klavier und Orchester (ebenfalls 1903) und das Violinkonzert „Concerto all’antica“ (1908). Die Pianistin Désirée Scuccuglia präsentiert den virtuosen Solo-Part mit vorwärtsdrängendem Schwung, während der seit langem in Rom lebende polnisch-ukrainische Violinist Vadim Brodski mit geigerischer Kompetenz gefällt; das gilt auch für das 1925 entstandene „Poema autunnale“ für Violine und Orchester.

In vielen seiner Kompositionen wird Respighis Vorliebe deutlich, Tonsätze aus früheren Stilen zu verarbeiten. In diesen Zusammenhang gehören die bekannten, hauptsächlich in den 1920er-Jahren entstandenen Kompositionen „im alten Stil“, in denen

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er barocke Klavierwerke sowie Lautenstücke des 16. und 17. Jahrhunderts teils instrumentiert, teils das Ausgangsmaterial eigenständig bearbeitet hat: Es

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sind die nicht selten gespielten drei Suiten „Antiche danze ed arte per liuto“ aus den Jahren 1917, 1923 und 1931, aber auch die Vogelstimmen witzig imitierenden „Gli ucelli“ (1927) und die Suite „Rossiana“ (1931). Einen gewissen Abschluss der frühen Kompositionsphase bildet die gut einstündige „Sinfonia drammatica“ (1913), die im Orchestersatz deutlich an Richard Strauss erinnert, aber auch Einflüsse Gustav Mahlers und Rimsky-Korsakows nicht verleugnen kann.

Auf Betreiben seiner Frau Elsa Olivieri Sangiacomo, einer ehemaligen Schülerin, hat sich Respighi intensiv mit der Gregorianik auseinandergesetzt, was in den 1920er-Jahren zu Kompositionen führt, in denen er versucht hat, deren starre Bindung an die Liturgie zu lösen und das Melos in einen neuen klanglichen Zusammenhang zu stellen. So entstanden das „Concerto gregoriano“, wieder mit Vadim Brodski, für Klavier und Orchester die 1928 in der New Yorker Carnegie-Hall uraufgeführte „Toccata“ und das „Concerto in modo misolido“, beides souverän interpretiert von Désirée Scuccuglia. Zu diesem Bereich gehören auch die sinfonischen Impressionen „Vetrate di chiesa“ und die „Metamorphosen über 12 Modi“. Im „Trittico botticelliano“ (1927) und den pittoresken „Impressioni brasiliane“ (1928) hat Respighi subjektive Eindrücke in Musik gesetzt. Schließlich ist noch das 1933 komponierte „Concerto a cinque“ für Streicher und außergewöhnliches Solo-Quintett (Oboe, Trompete, Violine, Kontrabass und Klavier) erwähnenswert, das den Typus des barocken „Concerto grosso“ zum Vorbild hat.

Das Beiheft der Box enthält ausgesprochen instruktive Erläuterungen der aufgenommen Werke in Englisch (Brilliant Classics 94900/1-8). Gerhard Eckels