Buch

163 Seiten sind schnell gelesen

  Dieses Buch ist schnell gelesen. Nicht nur, weil es lediglich 163 Seiten umfasst. Die als „Das Leben der Sächsischen Hofopernsängerin Margarethe Siems“ annoncierte Neuerscheinung des Seifert Verlages verharrt über weite Strecken in der numerischen Dokumentation ihrer Auftritte und der entsprechenden Kritiken in der Presse (ISBN 978-3-902924-64-3). Die Quellenlage ist mau und trocken. Sie reicht […]

Sänger-Freund

  Wenn man die Tagebücher des Henry Beyle, der sich später Stendhal nannte, liest, kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass es die Offiziere in Napoleons Armee lustig hatten. Schon im dritten Eintrag seines im April 1801 begonnenen Journal berichtet er über den enttäuschenden Besuch des grand théâtre (wohl die Scala) in Mailand, und einen […]

Wiener Zeitzeuge

  Hugo Reichenberger (1873-1938) war eine große Dirigentenpersön­lichkeit an der Wiener Hof- bzw. Staatsoper. Über 27 Jahre hindurch (1908-1935) hat er trotz katastrophaler Umbrüche der Zeit dem Opernbetrieb Kontinuität gegeben und maßgeblich das musikalische Profil geprägt. Zeitweise trug er die Hauptlast des Repertoires, was die Zahl seiner über 2000 Auftritte belegt. Daneben war Reichenberger auch […]

Plädoyer für die klassische Musik

  Der russische Dirigent Vladimir Fedojesev „entführt in die spannende Welt der russischen Musik“, wie die „Übersetzerin und Gestalterin“ Elisabeth Heresch dem Leser des Buches „Die Welt der russischen Musik“ in ihrem Vorwort vermittelt, aber mindestens ebenso interessant wie die Lebensbilder der einzelnen Komponisten und die Analyse ihrer Werke sind die Kapitel, die sich allgemeinen, […]

Ein spannender Komponist

  Interessant für Laien und Kenner: Deutschkreutz im Burgenland betrachtete der Komponist Carl Goldmark als seinen Heimatort, obwohl er in Keszthely zur Welt kam. Hier wurde 1980 der einzige Carl Goldmark Verein gegründet, und Johann Hofer, der Autor des Buches , stammt ebenfalls aus Deutschkreutz, welches leicht übertreibend als „jüdische Gemeinde“ bezeichnet wird. Aber immerhin […]

Kenntnisreich und interessant

  Bereits über eine stattliche Bibliothek kann sich freuen, wer alle Ausgaben der Reihe Opernführer kompakt besitzt – und auf eine faktenreiche und höchst interessante dazu. Die letzte Ausgabe ist Wagners Parsifal gewidmet, die von Volker Mertens verfasst wurde. Wie bei dieser Reihe üblich, begnügt sich der Verfasser nicht mit einer Inhaltsangabe, der Entstehungs- und […]

Luigi Cherubini

  Luigi Cherubini. Vielzitiert, bewundert, unbekannt: 2010 fand anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten in Weimar ein Kongress über Luigi Cherubini statt, nun, sechs Jahre später erscheint als erster Band der Cherubini Studies ein Buch mit dem Untertitel Vielzitiert, bewundert, unbekannt,  das Beiträge der auf der Tagung zu Wort gekommenen Musikologen in drei Sprachen, deutsch, englisch […]

1292 Seiten Bayreuth

  Die Bayreuther Festspiele gelten als die ältesten Opernfestspiele. Dennoch gibt es bis heute kein Standardwerk zu ihrer Geschichte. Diese Lücke füllen nun die beiden Bände des renommierten Wagner- und Bayreuth-Fachmanns Oswald Georg Bauer. Auf 1292 Seiten und reich illustriert spannen sie den weiten Bogen von der ersten Idee Richard Wagners im Jahr 1850 über […]

Theater der Stimmen

  „Heldensoprane?“. Man denkt zuerst an Flagstad, Nilsson, Varnay oder die aktuellen Foster, Stemme, Herlitzius usw., also Sängerinnen, die Brünnhilde, Elektra und eventuell noch die Turandot singen. Eine Assoziation, auf die der Autor gleich in der ersten Anmerkung seines schmalen, aber an Fußnoten reichen Büchleins aufmerksam macht. Man erinnert sich auch an die klassischen Fächer, […]

Spurensuche nach der ersten Marschallin

   Das Richard-Strauss-Jahr 2014 hatte den Blick auch auf die frühe Rezeptionsgeschichte seiner Opern gelenkt. Wer waren jene Sänger, die seine großen Partien kreierten? Schnell stößt man auf die Sopranistin Margarethe Siems, die nicht weniger als drei der bedeutendsten Strauss-Opern mit aus der Taufe hob. Speziell die Gegensätzlichkeit der stimmlichen Anforderungen einer Chrysothemis, Marschallin und […]

Weaner Madl aus Salzburg

  Kurz vor ihrem 48. Geburtstag hat die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager begonnen, ihre Erinnerungen mit Hilfe von Achim Schneyder aufzuzeichnen und verblüfft den Leser von der ersten Seite an mit dem ganz besonderen Stil ihres Buches, das den Untertitel „Ich erfinde mich jeden Tag neu“ trägt. Die Biographie hat den Charakter eines intimen Zwiegesprächs […]